Zentrale Fachbegriffe aus Commercial Insurance, Reinsurance und Risk Engineering – präzise definiert und im Graph vernetzt.
Der zeitliche Geltungsbereich (Operative Time) einer Gruppenunfallversicherung bestimmt, ob Unfälle rund um die Uhr in Beruf und Freizeit versichert sind (24-Stunden-Deckung) oder nur während der beruflichen Tätigkeit einschliesslich Betriebswegen und Dienstreisen (Berufsunfall- oder «occupational only»-Deckung).
Die 24/7 Reise-Assistance ist die rund um die Uhr erreichbare Alarm- und Koordinationszentrale der Geschäftsreiseversicherung, die medizinische Beratung, Spitalsuche, Kostengutsprachen, Evakuierungen, Sicherheitsinformationen und Krisenunterstützung organisiert – meist erbracht durch spezialisierte Assistance-Provider wie International SOS oder konzerneigene Assistance-Gesellschaften.
Abandon ist im Seeversicherungsrecht das Recht des Versicherungsnehmers, die versicherte Sache bei Totalverlust, Verschollenheit des Schiffs oder hoheitlicher Verfügung dem Versicherer zu überlassen und dafür die volle Versicherungssumme zu verlangen.
Erklärt auf der Themenseite Transportversicherung
Die Aufsichtsbehörde kann bei festgestellten Missständen die Abberufung von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern eines Versicherungsunternehmens verlangen.
Erklärt auf der Themenseite Regulatorik
Abbruchkosten sind die Kosten für den Abbruch nicht mehr verwertbarer Gebäudereste nach einem Schadenereignis; sie werden in der verbundenen Wohngebäudeversicherung meist bis zu einem definierten Anteil der Versicherungssumme mitversichert.
Erklärt auf der Themenseite Sachversicherung
Die Abfertigung ist die österreichische betriebliche Einmalzahlung bei Beendigung eines Arbeitsverhältnisses; seit 2003 wird sie über eine laufende Beitragszahlung an eine Mitarbeitervorsorgekasse finanziert (Abfertigung NEU).
Die Abfindung von Betriebsrenten ist die einmalige Kapitalauszahlung eines Anspruchs aus betrieblicher Altersversorgung anstelle einer laufenden Rentenzahlung.
Erklärt auf der Themenseite Betriebliche Altersversorgung
Die Abfindungserklärung ist eine vom Versicherungsnehmer unterzeichnete Erklärung, mit der er im Zuge der endgültigen Schadenerledigung auf weitere gegenwärtige und künftige Ansprüche aus einem Schadenfall verzichtet.
Bei abgekürzter Beitragszahlungsdauer werden die Beiträge einer Lebens- oder Rentenversicherung nur über einen Teil der gesamten Vertragslaufzeit gezahlt, der Versicherungsschutz besteht jedoch über die volle Laufzeit.
Erklärt auf der Themenseite Lebensversicherung
Die Ablaufleistung ist die vom Versicherer bei Erreichen des vereinbarten Ablaufdatums einer Lebens- oder Rentenversicherung fällige Leistung.
Erklärt auf der Themenseite Lebensversicherung
Ablaufmanagement bezeichnet den Prozess, mit dem Lebens- und Rentenversicherer Kunden vor Fälligkeit ihres Vertrags über Leistungshöhe und Auszahlungsoptionen informieren und beraten.
Erklärt auf der Themenseite Lebensversicherung
Ableitungsrohre leiten Abwasser aus einem Gebäude ab; Bruchschäden daran innerhalb des Gebäudes sind in der verbundenen Wohngebäudeversicherung üblicherweise unter der Gefahr Leitungswasser mitversichert.
Erklärt auf der Themenseite Sachversicherung
Die Ablösung ist die endgültige finanzielle Abwicklung eines Rückversicherungsvertrags, bei der der Erstversicherer gegen Ausgleich auf alle Rechte verzichtet und der Rückversicherer von allen Verpflichtungen entbunden wird.
Erklärt auf der Themenseite Rückversicherung
Die Abredeversicherung ist die durch besondere Vereinbarung mit dem bisherigen UVG-Versicherer verlängerte Nichtberufsunfallversicherung nach Art. 3 Abs. 3 UVG und Art. 8 UVV; sie muss vor Ablauf der 31-tägigen Nachdeckung abgeschlossen werden und verlängert den Schutz gegen Nichtberufsunfälle um höchstens sechs Monate.
Abschlusskosten (Abschlussaufwendungen) sind die Kosten eines Versicherers für die Vermittlung und den Abschluss von Versicherungsverträgen, insbesondere Provisionen.
Erklärt auf der Themenseite Rechnungslegung
Abschlusskostenfinanzierung ist die Finanzierung der anfänglich hohen Abschlusskosten eines Erstversicherers durch speziell ausgestaltete Rückversicherungsverträge, etwa Aufbauquoten oder Finite Quota Share.
Erklärt auf der Themenseite Rückversicherung
Die Abschlussvollmacht berechtigt einen Versicherungsagenten, im Namen des Versicherers rechtsverbindlich Versicherungsverträge abzuschliessen.
Erklärt auf der Themenseite Vertrieb
Abschreibung ist die planmässige oder ausserplanmässige buchhalterische Wertminderung eines Vermögensgegenstands über dessen Nutzungsdauer oder infolge einer dauerhaften Wertminderung.
Erklärt auf der Themenseite Rechnungslegung
Die Absterbeordnung ist die Regel, nach der sich die Anzahl der erwarteten Todesfälle je Altersgruppe einer Personengesamtheit in einem vorgegebenen Zeitraum bestimmen lässt.
Erklärt auf der Themenseite Aktuariat
Die Abtretung ist die vertragliche Übertragung einer Forderung, etwa eines Anspruchs auf Versicherungsleistung, vom bisherigen Gläubiger auf einen neuen Gläubiger.
Erklärt auf der Themenseite Vertragsrecht
Die Abwehr unberechtigter Ansprüche ist eine der beiden vertraglichen Hauptleistungspflichten des Haftpflichtversicherers und verpflichtet ihn, gegen den Versicherungsnehmer erhobene unbegründete Ansprüche zurückzuweisen.
Erklärt auf der Themenseite Haftpflichtversicherung
Ein Abwicklungsdreieck ist eine tabellarische Darstellung der Schadenaufwendungen oder -zahlungen eines Versicherungsunternehmens nach Anfalljahr und Abwicklungsjahr und bildet die Grundlage klassischer Reservierungsverfahren.
Erklärt auf der Themenseite Aktuariat
Das Abwicklungsergebnis ist die Differenz zwischen in Vorjahren gebildeten Schadenrückstellungen und den daraus tatsächlich zu deckenden Schadenzahlungen.
Erklärt auf der Themenseite Aktuariat
Die Abwicklungsgeschwindigkeit ist die Zeitspanne zwischen Schadeneingang und Abschluss der Bearbeitung und dient als Qualitätskennziffer für die Schadenregulierung eines Versicherers.
Erklärt auf der Themenseite Schadenmanagement
Abzinsung (Diskontierung) ist die Umrechnung eines künftig fälligen Betrags auf seinen heutigen Wert unter Berücksichtigung eines Zinssatzes.
Erklärt auf der Themenseite Aktuariat
Accidental Death & Dismemberment (AD&D) ist eine international verbreitete Unfallversicherungsleistung, die bei unfallbedingtem Tod die vereinbarte Hauptsumme (Principal Sum) und bei Verlust von Gliedmassen, Sehkraft, Gehör oder Sprache einen nach einer Verlusttabelle festgelegten Prozentsatz dieser Summe als Kapital auszahlt.
Der adäquate Kausalzusammenhang liegt vor, wenn ein Ereignis nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet ist, einen Erfolg der eingetretenen Art herbeizuführen oder wesentlich zu begünstigen.
Adjustierung ist die vertragliche Angleichung des Rückversicherungsvertrags an den tatsächlichen Geschäftsverlauf, etwa durch variable Prämien oder Staffelprovisionen.
Erklärt auf der Themenseite Rückversicherung
Das ADL-Punktesystem ("Activities of Daily Living") beurteilt Pflegebedürftigkeit anhand der Fähigkeit, Grundfertigkeiten des täglichen Lebens eigenständig auszuführen, und dient Kranken- und Lebensversicherern zur Leistungsstaffelung.
Ein Adverse Development Cover schützt einen Erstversicherer retrospektiv gegen unzureichende Reservierung vergangener Schäden, indem der Rückversicherer Zahlungen oberhalb einer vereinbarten Priorität übernimmt.
Erklärt auf der Themenseite Rückversicherung
Der Agenturvertrag regelt das Vertragsverhältnis zwischen einem Versicherer und seinem Versicherungsagenten, einschliesslich Vollmachten, Vergütung und Pflichten.
Erklärt auf der Themenseite Vertrieb
Aggregate ist die Summe der Exponierungen eines Risikoträgers unter bestimmten Gefahren, die einem Rückversicherungsverhältnis zugrunde gelegt wird, etwa zur Bestimmung von Priorität und Haftstrecke.
Erklärt auf der Themenseite Rückversicherung
Die AHV ist die erste Säule der schweizerischen Altersvorsorge und bezweckt als obligatorische Volksversicherung die Sicherung des Existenzbedarfs im Alter sowie beim Tod des Ernährers.
Ein Akkreditiv ist ein bedingtes Zahlungsversprechen einer Bank zugunsten eines Verkäufers, das gegen Vorlage vertraglich festgelegter Dokumente eingelöst wird.
Das Aktienrisiko ist das Risiko von Wertverlusten aus Aktienanlagen infolge von Kursschwankungen an den Kapitalmärkten und ein Teilrisiko des Marktrisikomoduls unter Solvency II.
Erklärt auf der Themenseite Kapitalanlage
Aktive Rückversicherung ist das Anbieten von Rückversicherungskapazität und die Zeichnung von Rückversicherungsdeckungen durch einen Rückversicherer, im Gegensatz zur passiven Rückversicherung des Zedenten.
Erklärt auf der Themenseite Rückversicherung
Die Aktivierungspflicht verpflichtet ein Unternehmen, bestimmte Ausgaben als Vermögensgegenstand in der Bilanz auszuweisen (zu aktivieren), statt sie sofort als Aufwand zu erfassen.
Erklärt auf der Themenseite Rechnungslegung
Akzept ist die rechtsverbindliche Annahme eines Rückversicherungsangebots durch den Rückversicherer gegenüber dem Erstversicherer oder Rückversicherungsmakler.
Erklärt auf der Themenseite Rückversicherung
Die ARB sind die Allgemeinen Versicherungsbedingungen für die Rechtsschutzversicherung, die seit 1994 nicht mehr behördlich genehmigt werden müssen und daher stark zwischen Versicherern variieren.
Die ADSp sind Allgemeine Geschäftsbedingungen im Verkehrsgewerbe, die Rechte und Pflichten des Spediteurs und seines Auftraggebers regeln, insbesondere im Hinblick auf die Güterschadenversicherung.
Erklärt auf der Themenseite Transportversicherung
Die Allgemeinen Versicherungsbedingungen sind vorformulierte Vertragsbestandteile, die Umfang, Ausschlüsse und Pflichten eines Versicherungsvertrags einheitlich für eine Vielzahl von Verträgen regeln.
Erklärt auf der Themenseite Vertragsrecht
Ein Allmählichkeitsschaden ist ein Sachschaden, der durch allmähliche, länger andauernde Einwirkung äusserer Umstände entsteht, und wird in der Haftpflichtversicherung häufig eingeschränkt oder ausgeschlossen.
Erklärt auf der Themenseite Haftpflichtversicherung
Alternative Rückversicherung ist der Oberbegriff für nichttraditionelle Ausgestaltungen von Rückversicherungsprodukten, die über den reinen Risikotransfer hinausgehen, etwa durch Finanzrückversicherung oder ART.
Erklärt auf der Themenseite Rückversicherung
Alternative Versicherungsmodelle sind besondere Versicherungsformen der Schweizer Grundversicherung mit eingeschränkter Wahl der Leistungserbringer (Art. 41 Abs. 4 und Art. 62 KVG, Art. 99 ff. KVV): Versicherte verpflichten sich, im Krankheitsfall zuerst ihren Hausarzt, ein HMO-Zentrum oder eine telemedizinische Beratung zu kontaktieren, und erhalten dafür einen Prämienrabatt.
Alternativer Risikotransfer bezeichnet die Übertragung versicherungstechnischer Risiken an den Kapitalmarkt oder an spezialisierte Risikoträger ausserhalb der traditionellen (Rück-)Versicherung.
Erklärt auf der Themenseite Rückversicherung
Die Altersrente ist die regelmässige Leistung der gesetzlichen Rentenversicherung oder eines privaten bzw. betrieblichen Altersvorsorgevertrags nach Erreichen der Regelaltersgrenze.
Erklärt auf der Themenseite Altersvorsorge
Altersteilzeit ermöglicht älteren Arbeitnehmern einen gleitenden Übergang in den Ruhestand durch Reduzierung der Arbeitszeit bei teilweisem Lohnausgleich.
Erklärt auf der Themenseite Altersvorsorge
Die Alterungsrückstellung ist eine versicherungstechnische Rückstellung in der privaten Krankenversicherung, die den altersbedingten Anstieg der Krankheitskosten ausgleicht und die Beiträge über die Vertragslaufzeit stabilisiert.
Erklärt auf der Themenseite Krankenversicherung
Die ALV ist die Schweizer Sozialversicherung, die versicherten Arbeitnehmenden bei unverschuldeter Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit, schlechtem Wetter und Zahlungsunfähigkeit des Arbeitgebers Taggelder ausrichtet.
Erklärt auf der Themenseite Sozialversicherung
Ambulante Heilbehandlung ist die medizinische Behandlung einer versicherten Person, die ohne stationäre Aufnahme in ein Krankenhaus erfolgt, etwa beim niedergelassenen Arzt.
Erklärt auf der Themenseite Krankenversicherung
Das Anerkenntnis- und Befriedigungsverbot untersagte dem Versicherungsnehmer nach altem Recht, Haftpflichtansprüche ohne Zustimmung des Versicherers anzuerkennen oder zu befriedigen.
Erklärt auf der Themenseite Haftpflichtversicherung
Das Anfalljahr ist das Jahr, in dem ein versicherter Schaden tatsächlich entstanden ist, und bildet die zentrale Achse eines Abwicklungsdreiecks.
Erklärt auf der Themenseite Aktuariat
Die Anfangs- oder Eingangsreserve ist der Betrag, der für einen Neuschaden als erste Schadenrückstellung im Schadensystem eines Versicherers gebildet wird.
Erklärt auf der Themenseite Schadenmanagement
Die Anfechtung ermöglicht dem Versicherer, den Versicherungsvertrag rückwirkend zu vernichten, wenn der Versicherungsnehmer ihn arglistig über gefahrerhebliche Umstände getäuscht hat.
Erklärt auf der Themenseite Vertragsrecht
Die Anlageverordnung regelte bis zur Einführung von Solvency II quantitative Vorgaben für die Kapitalanlage kleinerer Versicherungs- unternehmen ausserhalb des Solvency-II-Regimes.
Erklärt auf der Themenseite Regulatorik
Der Baustein Annullierung, Reiseabbruch und Verspätung der Geschäftsreiseversicherung erstattet Stornokosten, nicht genutzte Reiseleistungen und Mehrkosten für Rück- oder Weiterreise, wenn eine Geschäftsreise wegen eines versicherten Ereignisses – Krankheit, Unfall, Tod, Elementarereignis, Unruhen, Streik, Absage des Geschäftstermins – nicht angetreten, abgebrochen oder verspätet fortgesetzt werden kann.
Die Anpassungsprüfungspflicht verpflichtet Arbeitgeber, laufende Betriebsrenten alle drei Jahre auf eine Anpassung an die Kaufkraft- entwicklung zu prüfen.
Erklärt auf der Themenseite Betriebliche Altersversorgung
Der anrechenbare Lohn ist der gemäss AHV-Gesetz massgebende Bruttolohn, auf dessen Basis die Beiträge an die erste und zweite Säule sowie die Grundlage für den koordinierten Lohn berechnet werden.
Erklärt auf der Themenseite Sozialversicherung
Beim Anrechnungsverfahren wird die Leistung aus der gesetzlichen Rentenversicherung oder anderer Vorsorgesysteme auf eine betriebliche Altersversorgungszusage angerechnet, um Gesamtversorgungsziele zu begrenzen.
Erklärt auf der Themenseite Betriebliche Altersversorgung
Anschaffungskosten sind die Aufwendungen, die geleistet werden, um einen Vermögensgegenstand zu erwerben und in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen.
Erklärt auf der Themenseite Rechnungslegung
Das Anspruchserhebungsprinzip macht die Deckung eines Schadens davon abhängig, dass der Anspruch während der laufenden Versicherungsperiode erstmals gegen den Versicherten erhoben wird.
Erklärt auf der Themenseite Haftpflichtversicherung
Die Antragsannahme ist die Willenserklärung des Versicherers, mit der er den Versicherungsantrag akzeptiert und damit den Versicherungsvertrag zustande bringt.
Erklärt auf der Themenseite Vertragsrecht
Das Anwartschaftsdeckungsverfahren ist eine kapitalgedeckte Finanzierungsmethode für Alterssicherungssysteme, bei der für jede erworbene Anwartschaft von Beginn an ausreichendes Kapital angesammelt wird.
Erklärt auf der Themenseite Altersvorsorge
Die Anwartschaftsversicherung sichert das Recht, einen ruhenden Versicherungsvertrag zu einem späteren Zeitpunkt ohne erneute Gesundheitsprüfung wieder in Kraft zu setzen.
Erklärt auf der Themenseite Lebensversicherung
Die Any One Accident Limit ist die in Gruppenunfallversicherungen vereinbarte Höchstentschädigung des Versicherers für alle versicherten Personen, die durch dasselbe Unfallereignis oder dieselbe Ursache betroffen sind; übersteigen die Einzelansprüche die Limite, werden sie proportional gekürzt. Für Flugreisen gelten häufig gesonderte Scheduled- und Non-Scheduled Aircraft Accumulation Limits.
Die Anzahlungsbürgschaft sichert dem Auftraggeber die Rückzahlung einer geleisteten Anzahlung, falls der Auftragnehmer seine vertraglichen Leistungen nicht erbringt.
Versicherungsunternehmen müssen der Aufsichtsbehörde bestimmte geschäftliche Vorgänge und Veränderungen unverzüglich melden, etwa den Wechsel von Organmitgliedern oder wesentliche Beteiligungsänderungen.
Erklärt auf der Themenseite Regulatorik
Der Arbeitgeberzuschuss verpflichtet Arbeitgeber, einen Teil der durch Entgeltumwandlung eingesparten Sozialversicherungsbeiträge an den Arbeitnehmer für dessen betriebliche Altersversorgung weiterzugeben.
Erklärt auf der Themenseite Betriebliche Altersversorgung
Arbeitnehmerfinanzierte Altersversorgung liegt vor, wenn ein Arbeitnehmer seine betriebliche Altersversorgung durch Umwandlung eigener Entgeltbestandteile (Entgeltumwandlung) finanziert.
Erklärt auf der Themenseite Betriebliche Altersversorgung
Arbeitsunfähigkeit bezeichnet den krankheitsbedingten Zustand, dass ein Arbeitnehmer seine zuletzt ausgeübte Tätigkeit nicht mehr ausüben kann, und ist von Berufs- und Erwerbsunfähigkeit abzugrenzen.
Erklärt auf der Themenseite Krankenversicherung
Ein Arbeitsunfall ist ein Versicherungsfall in der gesetzlichen Unfallversicherung, der Versicherte infolge ihrer Arbeit oder versicherten Tätigkeit erleiden.
Erklärt auf der Themenseite Unfallversicherung
Die Area of Cover ist der in einer internationalen Krankenversicherung vertraglich festgelegte geografische Raum, in dem Behandlungen erstattet werden – marktüblich «Worldwide» oder «Worldwide excluding USA», bei einzelnen Anbietern auch regionale Zonen – und einer der wichtigsten Prämientreiber der IPMI.
Ein Assekuradeur ist ein Mehrfachagent mit weitreichender Zeichnungsvollmacht, der für die vertretenen Versicherer Spezialrisiken zeichnet, Prämien vereinnahmt und Schäden reguliert.
Erklärt auf der Themenseite Vertrieb
Asset Allocation ist die strategische Aufteilung eines Kapitalanlage- portfolios auf verschiedene Anlageklassen zur Optimierung von Rendite und Risiko.
Erklärt auf der Themenseite Kapitalanlage
Asset Backed Securities sind Wertpapiere, die durch einen Pool von Forderungen oder anderen Vermögenswerten besichert und deren Zahlungsströme daraus bedient werden.
Erklärt auf der Themenseite Kapitalanlage
Asset Liability Management ist die integrierte Steuerung von Kapitalanlagen und Verbindlichkeiten eines Versicherers zur Begrenzung von Zins-, Liquiditäts- und Fristigkeitsrisiken.
Erklärt auf der Themenseite Kapitalanlage
Asset Liability Modelling ist die simulationsgestützte Analyse des Zusammenspiels von Kapitalanlagen und Verbindlichkeiten eines Versicherers unter verschiedenen Kapitalmarkt- und Geschäftsszenarien.
Erklärt auf der Themenseite Kapitalanlage
Asset Management ist die professionelle Verwaltung von Kapitalanlagen im Auftrag von Investoren, einschliesslich Anlageentscheidungen, Überwachung und Reporting.
Erklärt auf der Themenseite Kapitalanlage
Das Asset-Liability-Mismatch-Risiko ist das Risiko, dass Kapitalanlagen und Verbindlichkeiten eines Versicherers hinsichtlich Fristigkeit, Zinsbindung oder Währung nicht ausreichend übereinstimmen.
Erklärt auf der Themenseite Kapitalanlage
Das ASVG ist das zentrale österreichische Gesetz zur gesetzlichen Sozialversicherung und regelt Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung der unselbständig Erwerbstätigen in einem Gesetz.
Der Attachment Point (Priorität) ist die Schadenhöhe, ab der ein Rückversicherer im Rahmen einer nicht-proportionalen Deckung eintrittspflichtig wird.
Erklärt auf der Themenseite Rückversicherung
Ein Audit ist die Überprüfung der Geschäftsprozesse eines Erst- oder Rückversicherers durch einen Rückversicherer, typischerweise als Underwriting- oder Schadenaudit.
Erklärt auf der Themenseite Rückversicherung
Die Aufbauprovision ist eine zusätzliche Provision, mit der der Rückversicherer dem Erstversicherer eine Verwaltungskosten-Überdeckung zum Aufbau seines Geschäftsbetriebs leistet.
Erklärt auf der Themenseite Rückversicherung
Die Aufnahmeuntersuchung ist die vom Versicherer verlangte ärztliche Untersuchung eines Antragstellers zur Beurteilung des zu versichernden Risikos vor Vertragsabschluss.
Erklärt auf der Themenseite Krankenversicherung
Aufprall eines Luftfahrzeugs ist eine versicherte Gefahr in mehreren Sachversicherungszweigen, die den Anprall eines Luftfahrzeugs, seiner Teile oder seiner Ladung auf versicherte Sachen umfasst.
Erklärt auf der Themenseite Sachversicherung
Aufräumungskosten sind die Kosten für das Beseitigen und Entsorgen von Schutt und nicht mehr verwertbaren Resten am Schadenort; sie werden in der verbundenen Wohngebäudeversicherung meist anteilig mitversichert.
Erklärt auf der Themenseite Sachversicherung
Die Aufrechnung ist die Erklärung, mit der gegenseitige, gleichartige Forderungen zweier Parteien zum Erlöschen gebracht werden, soweit sie sich betragsmässig decken.
Erklärt auf der Themenseite Vertragsrecht
Aufruhr ist eine mit inneren Unruhen verwandte politische Gefahr, bei der sich Bevölkerungsteile gegen die Staatsgewalt erheben, und wird häufig gemeinsam mit Aussperrung als Erweiterungsdeckung angeboten.
Erklärt auf der Themenseite Sachversicherung
Die Aufschubzeit ist der Zeitraum zwischen Vertragsabschluss einer Rentenversicherung und dem Beginn der Rentenzahlung, in dem Kapital angespart wird.
Erklärt auf der Themenseite Altersvorsorge
Kleinere Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit unterhalb bestimmter Beitrags- und Mitgliederschwellen können von der laufenden Versicherungsaufsicht ganz oder teilweise befreit sein.
Erklärt auf der Themenseite Regulatorik
Der Aufsichtsrat überwacht die Geschäftsführung des Vorstands eines Versicherungsunternehmens und muss nach VAG-Vorgaben fachlich geeignet und zuverlässig zusammengesetzt sein.
Erklärt auf der Themenseite Regulatorik
Aufsichtsrechtliche Auflagen sind von der Aufsichtsbehörde angeordnete Massnahmen, mit denen ein Versicherungsunternehmen zur Beseitigung festgestellter Missstände verpflichtet wird.
Erklärt auf der Themenseite Regulatorik
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb sind sämtliche Kosten eines Versicherers für Abschluss, Verwaltung und Regulierung von Versicherungsverträgen sowie sonstige versicherungstechnische Aufwendungen.
Erklärt auf der Themenseite Rechnungslegung
Aufzinsung ist die Berechnung des künftigen Werts eines heute vorhandenen Kapitalbetrags unter Berücksichtigung von Zinsen und Zinseszinsen.
Erklärt auf der Themenseite Aktuariat
Die Ausbildungsversicherung ist eine auf ein Kind abgeschlossene Lebensversicherung, die eine Kapitalleistung zur Finanzierung von Ausbildung oder Studium bereitstellt.
Erklärt auf der Themenseite Lebensversicherung
Bei der Ausfallbürgschaft kann der Gläubiger den Bürgen erst in Anspruch nehmen, wenn die Zwangsvollstreckung gegen den Hauptschuldner erfolglos geblieben ist.
Erklärt auf der Themenseite Kreditversicherung
Das Ausfallrisiko ist das Risiko, dass ein Schuldner seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen ganz oder teilweise nicht nachkommt.
Erklärt auf der Themenseite Kreditversicherung
Ausfuhrgewährleistungen sind staatlich verbürgte Exportkreditgarantien, die die Bundesrepublik Deutschland zur Förderung des Aussenhandels im sogenannten Hermes-Deckungssystem übernimmt.
Erklärt auf der Themenseite Kreditversicherung
Die Ausfuhrkreditversicherung sichert Exporteure gegen wirtschaftliche und politische Risiken der Zahlungsunfähigkeit ausländischer Abnehmer ab.
Der Ausgleichsanspruch nach § 89b HGB gewährt einem Versicherungsagenten nach Vertragsbeendigung eine Vergütung für Vorteile, die der Versicherer aus den vom Agenten geworbenen Kunden weiterhin zieht.
Das Auslöseprinzip legt fest, welches Ereignis zeitlich massgeblich dafür ist, ob ein Schaden von einer bestimmten Versicherungsperiode gedeckt ist.
Erklärt auf der Themenseite Vertragsrecht
Ein Ausräumungsschaden ist ein Schaden an versicherten Sachen, der beim Ausräumen eines durch eine versicherte Gefahr bedrohten Raums entsteht, und wird in der Sachversicherung regelmässig mitversichert.
Erklärt auf der Themenseite Sachversicherung
Die Ausscheideordnung ist die Darstellung der Abgangswahrscheinlichkeiten von Versicherungsverträgen aus dem Bestand der privaten Krankenversicherung nach Alter und Beobachtungszeitraum.
Erklärt auf der Themenseite Aktuariat
Die Ausscheidewahrscheinlichkeit ist in der Personenversicherung die Wahrscheinlichkeit, innerhalb einer bestimmten Zeitspanne die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Personengruppe zu verlieren.
Erklärt auf der Themenseite Aktuariat
Eine Ausschlussfrist ist eine Frist, nach deren Ablauf ein Recht oder Anspruch endgültig erlischt, ohne dass es einer Einrede des Schuldners bedarf.
Erklärt auf der Themenseite Vertragsrecht
Aussenversicherung ist die Versicherung beweglicher Sachen ausserhalb des im Versicherungsvertrag benannten Versicherungsorts und ergänzt damit die ortsgebundene Sachversicherung.
Erklärt auf der Themenseite Sachversicherung
Aussperrung ist das Mittel des Arbeitgebers im Arbeitskampf, Beschäftigte vorübergehend vom Betrieb auszuschliessen; als politisches Risiko wird sie in Erweiterungsdeckungen der Sachversicherung mitversichert.
Erklärt auf der Themenseite Sachversicherung
Die Aussteuerversicherung ist eine auf ein Kind abgeschlossene Lebensversicherung, die bei dessen Heirat oder Erreichen eines bestimmten Alters eine Kapitalleistung auszahlt.
Erklärt auf der Themenseite Lebensversicherung
Ein Auszahlungsplan ist eine Form der Verrentung eines angesparten Kapitals, bei der regelmässige Teilbeträge zuzüglich Zinsen ausgezahlt werden, bis das Kapital aufgebraucht ist.
Erklärt auf der Themenseite Altersvorsorge
Die AUVA ist der gesetzliche Träger der Unfallversicherung nach dem ASVG und deckt Arbeits- und Berufsunfälle sowie Berufskrankheiten der unselbständig Erwerbstätigen in Österreich ab.
Available for Sale bezeichnete unter IAS 39 eine Kategorie von Finanzinstrumenten, deren Fair-Value-Änderungen erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst wurden.
Erklärt auf der Themenseite Rechnungslegung
Ein Aval ist eine von einer Bank oder einem Kreditversicherer übernommene Bürgschaft oder Garantie zugunsten eines Dritten, ohne dass liquide Mittel fliessen.
Der Avalkredit ist die von einer Bank oder einem Kreditversicherer eingeräumte Kreditlinie, innerhalb derer Bürgschaften und Garantien (Avale) für den Kunden übernommen werden können.
Erklärt auf der Themenseite Kreditversicherung
Die Avalprovision ist das Entgelt, das ein Kunde an die Bank oder den Kautionsversicherer für die Übernahme einer Bürgschaft oder Garantie (Aval) zahlt.
Erklärt auf der Themenseite Kreditversicherung
Der Avalrahmen ist die vertraglich vereinbarte Höchstsumme, bis zu der ein Kautionsversicherer oder eine Bank Bürgschaften und Garantien für einen Kunden übernimmt.
Erklärt auf der Themenseite Kreditversicherung
Bad Faith bezeichnet ein vorsätzlich unfaires Verhalten des Versicherers bei der Schadenregulierung, das über eine blosse Vertragsverletzung hinausgeht und zu Schadenersatzansprüchen über die Policensumme hinaus führen kann.
Die BaFin ist die deutsche Aufsichtsbehörde für Banken, Versicherer und Wertpapierdienstleister und beaufsichtigt Versicherungsunternehmen auf Bundesebene nach dem VAG.
Erklärt auf der Themenseite Regulatorik
Ein Bagatellschaden ist ein Schaden von geringer Höhe, dessen Bearbeitungskosten in einem ungünstigen Verhältnis zur Schadensumme stehen.
Erklärt auf der Themenseite Schadenmanagement
Ein Bardepot ist eine Barsicherheit, die ein Rückversicherer beim Zedenten hinterlegt, um dessen Forderungen aus dem Rückversicherungsvertrag abzusichern.
Erklärt auf der Themenseite Rückversicherung
Die Barreserve ist der Bestand an sofort verfügbaren Zahlungsmitteln, den ein Versicherer zur Deckung kurzfristiger Zahlungsverpflichtungen vorhält.
Erklärt auf der Themenseite Kapitalanlage
Der Barwert ist der auf den heutigen Zeitpunkt abgezinste Wert zukünftiger Zahlungsströme und die Grundlage nahezu jeder aktuariellen Bewertung.
Erklärt auf der Themenseite Aktuariat
Die Basisrente ist eine staatlich geförderte private Rentenversicherung mit lebenslanger Leibrentenzahlung, die nicht vererbbar, beleihbar oder übertragbar ist.
Erklärt auf der Themenseite Altersvorsorge
Basisrisiko ist die Gefahr, dass eine Absicherung – insbesondere ein parametrisches oder indexbasiertes Instrument – nicht exakt mit dem tatsächlich erlittenen Schaden übereinstimmt.
Erklärt auf der Themenseite Rückversicherung
Der Basistarif ist ein gesetzlich vorgeschriebener Tarif der privaten Krankenversicherung mit Leistungen auf dem Niveau der gesetzlichen Krankenversicherung und Kontrahierungszwang für die Versicherer.
Erklärt auf der Themenseite Krankenversicherung
Die Bauleistungsversicherung deckt Sachschäden an den Bauleistungen eines Bauvorhabens während der Bauzeit gegen unvorhergesehene Ereignisse ab.
Erklärt auf der Themenseite Sachversicherung
Das Bedarfsdeckungsverfahren ist eine Finanzierungsmethode für Sozial- und Vorsorgesysteme, bei der die Beiträge einer Periode so festgelegt werden, dass sie exakt die in derselben Periode erwarteten Leistungen sowie den Aufbau einer Schwankungsreserve decken.
Die Bedingungsdifferenzdeckung schliesst Lücken zwischen einem globalen Versicherungsprogramm und abweichenden, weniger umfassenden lokalen Polizzen.
Der Beginn des Versicherungsschutzes ist der Zeitpunkt, ab dem der Versicherer für Versicherungsfälle materiell haftet, der vom formalen Vertragsbeginn abweichen kann.
Erklärt auf der Themenseite Vertragsrecht
Beihilfe ist der Zuschuss des Dienstherrn zu den Krankheitskosten von Beamten und deren Angehörigen, der regelmässig durch eine private Beihilfe-Ergänzungsversicherung ergänzt wird.
Erklärt auf der Themenseite Krankenversicherung
Die Beitragsanpassung ist die gesetzlich geregelte Erhöhung oder Senkung der Prämien in der privaten Krankenversicherung, wenn die tatsächlichen Versicherungsleistungen nachhaltig von den kalkulierten abweichen.
Erklärt auf der Themenseite Krankenversicherung
Die Beitragsbefreiung stellt den Versicherungsnehmer von der Beitragszahlungspflicht frei, während der Versicherungsschutz in vereinbartem Umfang fortbesteht.
Erklärt auf der Themenseite Invalidität
Die Beitragsdynamik erhöht Beitrag und Versicherungsleistung einer Lebens- oder Rentenversicherung automatisch um einen vereinbarten Prozentsatz, meist ohne erneute Gesundheitsprüfung.
Erklärt auf der Themenseite Lebensversicherung
Eine Beitragslücke liegt vor, wenn eine Person in einem Kalenderjahr keine oder ungenügende Beiträge an die AHV entrichtet hat, was zu einer lebenslangen Kürzung der Altersrente führt.
Erklärt auf der Themenseite AHV
Die beitragsorientierte Leistungszusage ist eine Zusageart der betrieblichen Altersvorsorge, bei der aus umgerechneten Beiträgen eine Rentenleistung berechnet wird, die der Arbeitgeber garantiert.
Erklärt auf der Themenseite Betriebliche Altersversorgung
Die Beitragsrückerstattung ist die teilweise Rückzahlung von Beiträgen an Versicherte, die im Vorjahr keine oder nur geringe Leistungen in Anspruch genommen haben.
Erklärt auf der Themenseite Krankenversicherung
Die Beitragsrückgewähr ist eine Zusatzvereinbarung in der Rentenversicherung, die im Todesfall vor Rentenbeginn die Rückzahlung der eingezahlten Beiträge an Hinterbliebene sicherstellt.
Erklärt auf der Themenseite Rentenversicherung
Der Beitragsübertrag ist die versicherungstechnische Rückstellung für den Teil der vereinnahmten Beiträge, der wirtschaftlich auf eine nach dem Bilanzstichtag liegende Deckungsperiode entfällt.
Erklärt auf der Themenseite Rechnungslegung
Beitragsverzug ist die nicht rechtzeitige Zahlung eines Folgebeitrags, die den Versicherer nach erfolgloser Mahnung zur Leistungsfreiheit oder Kündigung berechtigt.
Erklärt auf der Themenseite Vertragsrecht
Die Beitragszahlung ist die Hauptleistungspflicht des Versicherungsnehmers, deren fristgerechte Erbringung Voraussetzung für den Fortbestand des Versicherungsschutzes ist.
Erklärt auf der Themenseite Vertragsrecht
Die Beitragszusage mit Mindestleistung ist eine Zusageart der betrieblichen Altersvorsorge, bei der der Arbeitgeber nur die eingezahlten Beiträge, nicht aber eine bestimmte Rentenhöhe garantiert.
Erklärt auf der Themenseite Betriebliche Altersversorgung
Das Belegenheitsprinzip knüpft die Zulässigkeit und aufsichtsrechtliche Behandlung von Versicherungsgeschäften an den Ort, an dem sich das versicherte Risiko befindet.
Erklärt auf der Themenseite Regulatorik
Eine Benchmark ist ein Vergleichsmassstab, meist ein Index, an dem die Wertentwicklung einer Kapitalanlage oder eines Portfolios gemessen wird.
Erklärt auf der Themenseite Kapitalanlage
Der Beobachtungszeitraum ist der historische Zeitraum, dessen Daten zur Kalkulation von Tarifen, Rückstellungen oder Rückversicherungsprämien herangezogen werden.
Erklärt auf der Themenseite Aktuariat
Die Beratungshaftung ist die zivilrechtliche Haftung für Schäden, die einem Dritten durch eine fehlerhafte fachliche Beratung oder Auskunft entstehen.
Erklärt auf der Themenseite Haftpflichtversicherung
Beraubung ist die Wegnahme versicherter Sachen unter Anwendung oder Androhung von Gewalt gegen eine Person und eine eigenständige Gefahr in der Einbruchdiebstahl- und Raubversicherung.
Erklärt auf der Themenseite Sachversicherung
Das Bereicherungsverbot besagt, dass der Versicherungsnehmer durch die Versicherungsleistung nicht besser gestellt werden darf, als er ohne den Versicherungsfall stünde.
Erklärt auf der Themenseite Vertragsrecht
Bergungskosten sind Aufwendungen zur Rettung, Sicherung oder Räumung versicherter Sachen im Zusammenhang mit einem Versicherungsfall, die der Versicherer zusätzlich zur Versicherungssumme erstattet.
Erklärt auf der Themenseite Sachversicherung
Der Bericht an die Aufsichtsbehörde ist der vertrauliche, regelmässig einzureichende Solvency-II-Bericht eines Versicherers mit detaillierten Informationen ausschliesslich für die Aufsichtsbehörde.
Erklärt auf der Themenseite Solvency II
Der SFCR ist der jährlich zu veröffentlichende Bericht eines Versicherers nach Solvency II, der Geschäftstätigkeit, Risikoprofil, Bewertung und Kapitalausstattung öffentlich offenlegt.
Erklärt auf der Themenseite Solvency II
Berufsgenossenschaften sind die branchenbezogen organisierten, selbstverwalteten Träger der gesetzlichen Unfallversicherung in Deutschland nach § 114 SGB VII; sie finanzieren sich ausschliesslich durch Beiträge der Unternehmer im Umlageverfahren, die sich nach dem Finanzbedarf, den Arbeitsentgelten und den Gefahrklassen des Gefahrtarifs bemessen (§§ 150–157 SGB VII).
Die Berufsgruppeneinteilung ordnet Berufe anhand ihres Risikoprofils Risikoklassen zu, die die Prämienhöhe in der Berufsunfähigkeits- und Unfallversicherung massgeblich bestimmen.
Erklärt auf der Themenseite Invalidität
Eine Berufskrankheit ist eine Krankheit, die ausschliesslich oder vorwiegend durch schädigende Stoffe oder bestimmte Arbeiten bei der beruflichen Tätigkeit verursacht wurde und deshalb von der gesetzlichen Unfallversicherung wie ein Unfall entschädigt wird; die Anerkennung erfolgt in CH, DE und AT über eine gesetzliche Liste, ergänzt um eine Generalklausel für nicht gelistete Erkrankungen.
Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn eine versicherte Person ihren zuletzt konkret ausgeübten Beruf infolge Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfall voraussichtlich dauerhaft nicht mehr ausüben kann.
Erklärt auf der Themenseite Invalidität
Der Berufsunfall ist nach Art. 7 UVG ein Unfall, den eine versicherte Person bei Arbeiten auf Anordnung des Arbeitgebers oder in dessen Interesse, während Arbeitspausen sowie vor und nach der Arbeit auf der Arbeitsstätte erleidet; die Prämie dafür trägt in der Schweiz ausschliesslich der Arbeitgeber.
Das Beschwerdemanagement ist der von Versicherern organisatorisch vorzuhaltende, aufsichtsrechtlich geregelte Prozess zur Bearbeitung von Kundenbeschwerden.
Erklärt auf der Themenseite Regulatorik
Besondere Bedingungen ergänzen oder modifizieren die Allgemeinen Versicherungsbedingungen für bestimmte Risiken, Zielgruppen oder Deckungserweiterungen.
Erklärt auf der Themenseite Vertragsrecht
Der Best Estimate ist der wahrscheinlichkeitsgewichtete Mittelwert der zukünftigen Cashflows eines Versicherungsbestands und die zentrale Bewertungskomponente der versicherungstechnischen Rückstellungen nach Solvency II.
Erklärt auf der Themenseite Aktuariat
Die Bestandsübertragung ist die aufsichtsrechtlich genehmigungspflichtige Übertragung eines Versicherungsbestands von einem Versicherer auf einen anderen unter Wahrung der Versichertenrechte.
Erklärt auf der Themenseite Regulatorik
Die Beteiligung an Bewertungsreserven ist der nach § 153 VVG gesetzlich vorgeschriebene Anspruch von Lebensversicherten auf einen Anteil an den stillen Reserven der Kapitalanlagen ihres Vertrags.
Erklärt auf der Themenseite Lebensversicherung
Die Betreuungsgutschrift ist ein fiktives, zusätzliches Einkommen, das Personen bei der AHV-Rentenberechnung angerechnet wird, wenn sie nahe Verwandte mit einer anerkannten Hilflosigkeit betreuen.
Erklärt auf der Themenseite AHV
Die Betriebsrente ist eine vom Arbeitgeber zugesagte oder mitfinanzierte Alters-, Invaliditäts- oder Hinterbliebenenversorgung im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge.
Erklärt auf der Themenseite Betriebliche Altersversorgung
Die Betriebsschliessungsversicherung deckt Ertragsausfälle infolge einer behördlich angeordneten Schliessung oder Beschränkung des Betriebs, insbesondere aufgrund von Infektionsschutzmassnahmen.
Die Betriebsunterbrechung durch Rückwirkungsschäden deckt Ertragsausfälle, die entstehen, wenn ein Sachschaden bei einem Zulieferer oder Abnehmer den Betrieb des Versicherungsnehmers beeinträchtigt.
Die Beweislast legt fest, welche Vertragspartei die tatsächlichen Voraussetzungen für das Bestehen oder Nichtbestehen eines Versicherungsanspruchs beweisen muss.
Erklärt auf der Themenseite Vertragsrecht
Die Beweislastumkehr verschiebt die grundsätzliche Beweispflicht vom Anspruchsteller auf den Anspruchsgegner, insbesondere in bestimmten Fallgruppen der Produkt- und Arzthaftung.
Erklärt auf der Themenseite Haftpflichtversicherung
Eine Bewertungsreserve ist die stille Reserve, die entsteht, wenn der Marktwert einer Kapitalanlage ihren niedrigeren handelsrechtlichen Buchwert übersteigt.
Erklärt auf der Themenseite Kapitalanlage
Der Bezugsberechtigte ist die vom Versicherungsnehmer bestimmte Person, der die Versicherungsleistung im Leistungsfall zusteht, ohne selbst Vertragspartei zu sein.
Erklärt auf der Themenseite Lebensversicherung
Das Bezugsrecht bestimmt, welche Person im Erlebens- oder Todesfall die Leistung aus einer Lebensversicherung erhält, und kann widerruflich oder unwiderruflich eingeräumt werden.
Die Bietungsgarantie sichert einen Ausschreibenden dagegen ab, dass ein Bieter sein Angebot vor Ablauf der Bindungsfrist zurückzieht oder den Zuschlag nicht annimmt.
Der Bilanzstichtag ist der Zeitpunkt, auf den sich die Bewertung aller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten im Jahresabschluss eines Versicherers bezieht.
Erklärt auf der Themenseite Rechnungslegung
Die Bindungsfrist ist der Zeitraum, innerhalb dessen ein Angebot oder die Zeichnung eines Rückversicherers verbindlich bleibt, bevor es ohne Annahme erlischt.
Erklärt auf der Themenseite Rückversicherung
Blitzschlag ist der unmittelbare Übergang eines Blitzes auf eine versicherte Sache und gilt als eigenständige, mitversicherte Gefahr in der Sachversicherung.
Erklärt auf der Themenseite Sachversicherung
Eine Blockpolice ist eine Rahmendeckung, die eine unbestimmte Vielzahl gleichartiger Einzelrisiken oder Transporte unter einheitlichen Bedingungen automatisch mitversichert.
Erklärt auf der Themenseite Transportversicherung
Bonität ist die Fähigkeit und Bereitschaft eines Schuldners, seinen finanziellen Verpflichtungen fristgerecht und vollständig nachzukommen, und Grundlage von Rating und Kreditrisikoeinschätzung.
Erklärt auf der Themenseite Kapitalanlage
Die Bonitätsprüfung ist die systematische Einschätzung der Zahlungsfähigkeit eines Vertragspartners und die zentrale Underwriting-Grundlage der Kreditversicherung.
Erklärt auf der Themenseite Kreditversicherung
Das Bonus-Malus-System staffelt die Prämie in der Kraftfahrtversicherung anhand der individuellen Schadenhistorie des Versicherungsnehmers.
Ein Bordereau ist eine periodische Aufstellung, mit der ein Zedent seinem Rückversicherer Angaben zu einzelnen zedierten Risiken, Prämien oder Schäden übermittelt.
Erklärt auf der Themenseite Rückversicherung
Der Bote übermittelt lediglich eine fremde Erklärung, ohne wie ein Vertreter eine eigene rechtsgeschäftliche Entscheidung zu treffen, was die Wissenszurechnung im Versicherungsrecht beeinflusst.
Erklärt auf der Themenseite Vertragsrecht
Die Brandschutzordnung regelt organisatorische und bauliche Massnahmen zur Brandverhütung sowie das Verhalten im Brandfall in einem Gebäude oder Betrieb.
Die Brandversicherung deckt Sachschäden, die durch Brand, Blitzschlag, Explosion oder den Absturz eines Luftfahrzeugs an versicherten Objekten entstehen.
Erklärt auf der Themenseite Sachversicherung
Ein Bruchschaden ist die plötzliche mechanische Zerstörung eines Maschinenteils oder einer Glasfläche und der zentrale Versicherungsfall in der Maschinen- und Glasversicherung.
Erklärt auf der Themenseite Sachversicherung
Der Bruttobeitrag ist der vom Versicherungsnehmer zu zahlende Gesamtbeitrag vor Abzug von Rückversicherungsanteilen und vor Provisionsabzügen.
Erklärt auf der Themenseite Rechnungslegung
Die Bruttomethode bilanziert Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Rückversicherung getrennt und unsaldiert, statt sie mit dem Nettoergebnis zu verrechnen.
Erklärt auf der Themenseite Rechnungslegung
Der Buchwert ist der in der Bilanz ausgewiesene Wert eines Vermögensgegenstands, üblicherweise die Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen.
Erklärt auf der Themenseite Rechnungslegung
Eine Bündelversicherung fasst mehrere eigenständige Versicherungssparten in einer einheitlichen Police mit einer gemeinsamen Beitragsrechnung zusammen.
Erklärt auf der Themenseite Sachversicherung
Die Bürgschaft ist der zivilrechtliche Vertrag, mit dem sich der Bürge gegenüber dem Gläubiger verpflichtet, für die Erfüllung der Verbindlichkeit eines Dritten einzustehen.
Erklärt auf der Themenseite Kreditversicherung
Die Bürgschaft auf erstes Anfordern verpflichtet den Bürgen, sofort auf blosse Zahlungsaufforderung des Gläubigers zu leisten, ohne zunächst Einwendungen prüfen zu müssen.
Burning Cost ist eine erfahrungsbasierte Methode der Rückversicherungspreisfindung, bei der die historische Schadenlast eines Bestands ins Verhältnis zur Prämienbasis gesetzt wird.
Erklärt auf der Themenseite Rückversicherung
Die Bussgeldvorschriften des VAG ermächtigen die Aufsichtsbehörde, Verstösse von Versicherungsunternehmen und deren Organen gegen aufsichtsrechtliche Pflichten mit Geldbussen zu sanktionieren.
Erklärt auf der Themenseite Regulatorik
Das BVG regelt die obligatorische berufliche Vorsorge in der Schweiz und bezweckt als zweite Säule zusammen mit der AHV die Fortsetzung der gewohnten Lebenshaltung im Alter, bei Invalidität und im Todesfall.
Die Cape-Cod-Methode ist ein aktuarielles Reserving-Verfahren, das die Chain-Ladder-Methode mit einem stabilisierenden, aus dem gesamten Bestand abgeleiteten Erwartungswert der Endschadenquote kombiniert.
Eine Captive ist eine konzerneigene Versicherungs- oder Rückversicherungsgesellschaft, die primär Risiken der eigenen Unternehmensgruppe zeichnet und so den strukturierten Eigenbehalt finanziert.
Erklärt auf der Themenseite Risikofinanzierung
Cargo bezeichnet die beim Transport befindliche Ladung, deren Beschädigung oder Verlust den zentralen Versicherungsfall der Transportversicherung bildet.
Erklärt auf der Themenseite Transportversicherung
Das Carnet A.T.A. ist ein international standardisiertes Zollpassierscheinheft, das die vorübergehende, abgabenfreie Ein-, Aus- und Durchfuhr von Waren wie Messegut, Berufsausrüstung oder Warenmustern in weit über 80 Vertragsstaaten ermöglicht.
Case Management ist die koordinierte, individuelle Betreuung von Leistungsfällen mit dem Ziel einer schnelleren Genesung, Reintegration oder passenden Versorgung des Versicherten.
Erklärt auf der Themenseite Krankenversicherung
Ein Cash Call ist die vorzeitige Aufforderung eines Zedenten an seinen Rückversicherer, einen bereits absehbaren Schadenanteil vor der regulären Abrechnung sofort auszuzahlen.
Erklärt auf der Themenseite Rückversicherung
Cash Flow Matching ist eine Anlagestrategie, bei der die Zahlungsströme von Kapitalanlagen zeitlich und betragsmässig auf die erwarteten künftigen Versicherungsleistungen abgestimmt werden.
Erklärt auf der Themenseite Kapitalanlage
Ein Cat Bond ist ein Wertpapier, mit dem Versicherer oder Rückversicherer Katastrophenrisiken gegen eine Verzinsung an Kapitalmarktinvestoren transferieren.
Ein Cat XL ist ein nichtproportionaler Rückversicherungsvertrag, der einen Zedenten gegen die kumulierte Schadenlast aus einem einzigen Naturkatastrophenereignis absichert.
Erklärt auf der Themenseite Rückversicherung
Ein Cat Model simuliert die Häufigkeit und Schwere von Naturkatastrophenereignissen und deren erwartete Schäden an einem versicherten Portfolio.
Die Chain-Ladder-Methode schätzt den Endschadenaufwand, indem historische Abwicklungsmuster aus dem Schadendreieck auf die noch offenen Anfalljahre fortgeschrieben werden.
Eine chronische Erkrankung ist eine langwierige, meist nicht vollständig heilbare Krankheit, die in der Kranken-, Berufsunfähig- keits- und Pflegeversicherung besonderen Risikoprüfungs- und Leistungsregeln unterliegt.
Erklärt auf der Themenseite Krankenversicherung
Churning bezeichnet den unzulässigen, überwiegend im Provisions- interesse des Vermittlers erfolgenden Wechsel eines Versicherungs- vertrags ohne wirtschaftlichen Vorteil für den Kunden.
Erklärt auf der Themenseite Vertrieb
Ein Clash Cover schützt einen Rückversicherer oder Zedenten vor der Kumulation von Schäden aus mehreren Sparten oder Policen, die durch dasselbe Schadenereignis ausgelöst werden.
Erklärt auf der Themenseite Rückversicherung
Die Cliquet-Verzinsung schreibt jährlich erzielte Wertsteigerungen einer fondsgebundenen oder indexgebundenen Versicherung endgültig fest, sodass sie nicht mehr zurückgegeben werden können.
Erklärt auf der Themenseite Lebensversicherung
Die Combined Ratio ist die Summe aus Schadenquote und Kostenquote eines Versicherers; liegt sie unter 100 Prozent, ist das versicherungstechnische Geschäft profitabel.
Die Compliance-Funktion ist eine der vier Schlüsselfunktionen nach Solvency II und überwacht die Einhaltung von Rechtsvorschriften und aufsichtsrechtlichen Anforderungen im Versicherungsunternehmen.
Conduct Risk ist das Risiko, dass unangemessenes Verhalten eines Versicherers gegenüber Kunden zu deren Schaden und zu aufsichtsrecht- lichen oder reputationellen Konsequenzen führt.
Continuation of Cover bezeichnet in der internationalen Krankenversicherung die Fortführung des bestehenden Versicherungsschutzes ohne erneute Risikoprüfung – beim Wechsel des Versicherers durch Übernahme der bisherigen Bedingungen (Continued Personal Medical Exclusions, CPME), beim Austritt aus einem Gruppenvertrag durch ein Umwandlungsrecht in eine Einzelpolice und innerhalb der Police durch Verzicht auf Kündigung wegen Alters oder Schadenverlaufs; sie ist marktüblich an lückenlose Vorversicherung, Höchstalter und einen vergleichbaren Deckungsumfang gebunden.
Contract Certainty bezeichnet den Grundsatz, dass alle wesentlichen Vertragsbedingungen bereits vor oder unmittelbar bei Beginn des Versicherungsschutzes vollständig vereinbart und dokumentiert sein sollen.
Erklärt auf der Themenseite Rückversicherung
Der Contribution-Grundsatz regelt, wie sich mehrere Versicherer, die unabhängig voneinander dasselbe Risiko decken, den Schaden im Innenverhältnis anteilig aufteilen.
Erklärt auf der Themenseite Vertragsrecht
Courtage ist die vom Versicherer an den Versicherungsmakler gezahlte Vergütung für die Vermittlung und Betreuung eines Versicherungs- vertrags.
Erklärt auf der Themenseite Vertrieb
Ein Covered Bond ist eine besicherte Anleihe, die zusätzlich zur Emittentenhaftung durch einen gesondert abgesicherten Deckungsstock aus hochwertigen Vermögenswerten geschützt ist.
Erklärt auf der Themenseite Kapitalanlage
Die Credibility-Theorie gewichtet die individuelle Schadenerfahrung eines Risikos gegenüber einem Kollektivwert, abhängig von der statistischen Verlässlichkeit der Einzelrisikoerfahrung.
Erklärt auf der Themenseite Aktuariat
Cross-Selling bezeichnet den Vertrieb zusätzlicher Versicherungs- produkte an bestehende Kunden, die bereits einen anderen Vertrag beim selben Versicherer halten.
Erklärt auf der Themenseite Vertrieb
Der Datenschutzbeauftragte überwacht die Einhaltung der datenschutzrechtlichen Vorschriften im Unternehmen und ist bei Versicherern aufgrund der umfangreichen Verarbeitung sensibler Daten regelmässig verpflichtend zu bestellen.
Eine Dauergefahr ist ein fortwährender, nicht nur vorübergehender gefahrerhöhender Umstand, dessen Nichtanzeige besondere vertragsrechtliche Folgen haben kann.
Erklärt auf der Themenseite Vertragsrecht
Das Deckungskapital ist das aktuariell berechnete Kapital, das ein Lebensversicherer zur Erfüllung der künftigen Leistungsverpflichtungen eines Vertrags vorhalten muss.
Erklärt auf der Themenseite Lebensversicherung
Eine Deckungsnote ist eine vom Versicherer oder Makler ausgestellte vorläufige Bestätigung des Versicherungsschutzes bis zur Ausstellung der endgültigen Police.
Erklärt auf der Themenseite Vertragsrecht
Der Deckungsprozess ist das gerichtliche oder aussergerichtliche Verfahren zur Klärung, ob und in welchem Umfang eine Haftpflichtversicherung für einen bestimmten Schaden Versicherungsschutz gewährt.
Erklärt auf der Themenseite Haftpflichtversicherung
Der Deckungsstock ist ein besonders geschütztes Sondervermögen von Lebensversicherern, das vorrangig der Sicherung der Ansprüche der Versicherten dient.
Erklärt auf der Themenseite Lebensversicherung
Die Deckungssumme ist der vertraglich vereinbarte Höchstbetrag, bis zu dem der Versicherer für einen oder mehrere Versicherungsfälle einzustehen hat.
Erklärt auf der Themenseite Vertragsrecht
Das Deklarationsverfahren ist die periodische Meldung der vom Zedenten im Rahmen eines proportionalen Rückversicherungsvertrags gezeichneten Einzelrisiken an den Rückversicherer.
Erklärt auf der Themenseite Rückversicherung
Deliktsfähigkeit ist die Fähigkeit einer Person, für schuldhaft verursachte Schäden zivilrechtlich verantwortlich gemacht zu werden, und Voraussetzung einer Haftpflicht.
Erklärt auf der Themenseite Haftpflichtversicherung
Ein Derivat ist ein Finanzinstrument, dessen Wert sich von einem zugrunde liegenden Basiswert ableitet, und wird von Versicherern vor allem zur Absicherung von Kapitalanlagerisiken eingesetzt.
Erklärt auf der Themenseite Kapitalanlage
Diebstahl ist die rechtswidrige Wegnahme einer fremden beweglichen Sache mit Zueignungsabsicht und eine der zentralen Gefahren der Sachversicherung.
Direct Billing ist die Abrechnung der Behandlungskosten unmittelbar zwischen Leistungserbringer und Versicherer, sodass die versicherte Person nicht vorfinanzieren muss; Voraussetzung sind in der Regel ein Provider-Netzwerk, eine Vorautorisierung und eine Zahlungsgarantie (Guarantee of Payment) des Versicherers gegenüber dem Spital.
Der Direktanspruch erlaubt es einem Geschädigten, seinen Schadenersatzanspruch unmittelbar gegen den Haftpflichtversicherer des Schädigers geltend zu machen.
Erklärt auf der Themenseite Haftpflichtversicherung
Ein Direktversicherer vertreibt seine Produkte unmittelbar an den Endkunden, insbesondere über Internet und Telefon, ohne zwischengeschaltete Vermittler.
Erklärt auf der Themenseite Vertrieb
Die Direktversicherung ist einer der fünf Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung, bei dem der Arbeitgeber als Versicherungsnehmer einen Lebensversicherungsvertrag zugunsten des Arbeitnehmers abschliesst.
Erklärt auf der Themenseite Betriebliche Altersversorgung
Das versicherungsrechtliche Diskriminierungsverbot untersagt die Differenzierung von Prämien und Leistungen nach dem Geschlecht der versicherten Person und führte zur Einführung geschlechtsneutraler Unisex-Tarife.
Ein Dissens liegt vor, wenn sich Versicherer und Versicherungsnehmer über wesentliche Vertragspunkte tatsächlich nicht einig sind, obwohl ein Vertragsschluss angenommen wurde.
Erklärt auf der Themenseite Vertragsrecht
Diversifikation reduziert das Gesamtrisiko eines Portfolios oder Versicherungsbestands durch die Streuung über wenig korrelierte Risiken, Anlageklassen oder Sparten.
Erklärt auf der Themenseite Kapitalanlage
Doppelversicherung liegt vor, wenn dasselbe Interesse gegen dieselbe Gefahr bei mehreren Versicherern versichert ist und die Versicherungssummen zusammen den Versicherungswert übersteigen.
Erklärt auf der Themenseite Vertragsrecht
Die Dread-Disease-Versicherung zahlt bei Diagnose einer im Vertrag abschliessend definierten schweren Erkrankung eine einmalige Kapitalleistung unabhängig vom tatsächlichen Einkommensausfall.
Das Drei-Säulen-Konzept ist die verfassungsrechtlich verankerte Grundstruktur der schweizerischen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge, bestehend aus staatlicher, beruflicher und privater Vorsorge.
Ein Drittbegünstigter erhält aus einem Vertrag zwischen zwei anderen Parteien ein eigenes Forderungsrecht, ohne selbst Vertragspartei zu sein.
Erklärt auf der Themenseite Vertragsrecht
Die Drittschadensliquidation erlaubt es einem Vertragspartner, einen bei einem Dritten eingetretenen Schaden im eigenen Namen gegenüber dem Schädiger geltend zu machen.
Erklärt auf der Themenseite Haftpflichtversicherung
Ein Drop Down Cover ist eine Klausel, nach der eine Exzedenten- schicht in tiefere, bereits erschöpfte Schichten eintritt, wenn die darunterliegende Deckung ausgeschöpft oder nicht verfügbar ist.
Erklärt auf der Themenseite Rückversicherung
Die Duration misst die durchschnittliche Kapitalbindungsdauer eines festverzinslichen Wertpapiers oder eines Portfolios und dessen Sensitivität gegenüber Zinsänderungen.
Erklärt auf der Themenseite Kapitalanlage
Der Durchschnittsschaden ist der Quotient aus der Summe aller Schadenzahlungen und der Anzahl der Schadenfälle einer bestimmten Periode oder eines Bestands.
Die Dynamik ist eine vertragliche Vereinbarung, nach der Beitrag und Versicherungsleistung eines Lebens- oder Rentenversicherungsvertrags regelmässig automatisch erhöht werden.
Erklärt auf der Themenseite Lebensversicherung
Der Eigenbehalt bezeichnet den Teil des Risikos, den ein Erstversicherer oder ein Unternehmen bewusst auf eigene Rechnung behält, statt ihn zu versichern oder rückzuversichern.
Erklärt auf der Themenseite Risikofinanzierung
Eigenmittel sind das nach Solvency II anrechenbare Kapital eines Versicherers, das zur Erfüllung der Solvenzkapitalanforderung zur Verfügung stehen muss.
Einbruchdiebstahl ist die Wegnahme von Sachen, bei der der Täter durch Überwindung eines Hindernisses in den Gewahrsamsbereich des Versicherungsnehmers eindringt.
Erklärt auf der Themenseite Sachversicherung
Das Einkommenssplitting ist die hälftige Aufteilung der während der Ehejahre erzielten AHV-Einkommen beider Ehegatten bei der Rentenberechnung, unabhängig davon, wer das Einkommen tatsächlich erwirtschaftet hat.
Erklärt auf der Themenseite AHV
Die Einlösungsklausel macht den Beginn des materiellen Versicherungsschutzes von der rechtzeitigen Zahlung der Erstprämie abhängig.
Erklärt auf der Themenseite Vertragsrecht
Eine Einrede ist ein Gegenrecht, das einem an sich bestehenden Anspruch entgegengehalten werden kann und dessen Durchsetzung hemmt, ohne den Anspruch selbst zu beseitigen.
Die Eintrittsschwelle ist der gesetzlich festgelegte Mindestjahreslohn, ab dem Arbeitnehmende obligatorisch in der beruflichen Vorsorge (BVG) zu versichern sind.
Erklärt auf der Themenseite Berufliche Vorsorge
EIOPA ist die europäische Aufsichtsbehörde, die die Versicherungsaufsicht in der EU koordiniert, technische Standards entwickelt und die einheitliche Anwendung von Solvency II fördert.
Erklärt auf der Themenseite Regulatorik
Elementarschäden sind Schäden durch Naturereignisse wie Überschwemmung, Erdbeben, Erdrutsch oder Schneedruck, die in der Regel nur gegen Zusatzprämie mitversichert werden können.
Der Embedded Value ist eine aktuarielle Kennzahl, die den heutigen Wert des bestehenden Lebensversicherungsbestands eines Versicherers aus den künftig erwarteten Gewinnen ableitet.
Empfehlungsmarketing gewinnt neue Kunden über die aktive Empfehlung zufriedener Bestandskunden und gilt als besonders kosteneffizienter Vertriebskanal in der Versicherungswirtschaft.
Erklärt auf der Themenseite Vertrieb
Employee Benefits sind die vom Arbeitgeber finanzierten oder vermittelten Vorsorge- und Versicherungsleistungen für Mitarbeitende, die über den Lohn hinausgehen; in der Schweiz umfassen sie insbesondere berufliche Vorsorge (BVG), Krankentaggeld, UVG-Zusatz- und Gruppenunfallversicherung, Kollektiv-Kranken-Zusatzversicherung sowie internationale Krankenversicherung für Entsandte und werden von Brokern über Benchmark-Studien mit dem Markt verglichen.
Das Endalter ist das im Vertrag festgelegte Alter der versicherten Person, bei dessen Erreichen der Vertrag abläuft und gegebenenfalls eine Erlebensfallleistung fällig wird.
Erklärt auf der Themenseite Lebensversicherung
Die EO ist die Schweizer Sozialversicherung, welche Erwerbstätigen bei Dienstleistung in Armee und Zivilschutz sowie bei Mutterschaft und weiteren definierten Betreuungssituationen einen Erwerbsersatz in Form eines Taggelds ausrichtet.
Erklärt auf der Themenseite Sozialversicherung
Erdbeben ist eine Elementargefahr mit hohem Kumulpotenzial, deren Versicherbarkeit massgeblich von regionaler Seismizität und Rückversicherungskapazität abhängt.
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete Finanzinstrumente (FVTPL) werden zu jedem Bilanzstichtag zum beizulegenden Zeitwert angesetzt, wobei Wertänderungen unmittelbar über die Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden.
Erklärt auf der Themenseite Rechnungslegung
Ein Erfüllungsgehilfe ist eine Person, die mit Wissen und Willen des Schuldners bei der Erfüllung dessen Verbindlichkeit tätig wird, für deren Verschulden der Schuldner haftet.
Erklärt auf der Themenseite Haftpflichtversicherung
Der Erfüllungsort ist der Ort, an dem eine vertragliche Leistung zu erbringen ist, und kann für die Frage des zuständigen Gerichts und des anwendbaren Rechts von Bedeutung sein.
Erklärt auf der Themenseite Vertragsrecht
Ergänzungsleistungen sind bedarfsabhängige Leistungen, die AHV- oder IV-Rentnerinnen und -Rentnern ausgerichtet werden, wenn die Renten und übrigen Einkünfte den anerkannten Existenzbedarf nicht decken.
Die Erlebensfallleistung ist die Kapital- oder Rentenzahlung, die ein Lebensversicherer erbringt, wenn die versicherte Person das vereinbarte Vertragsende erlebt.
Erklärt auf der Themenseite Lebensversicherung
Ersatzpersonalkosten sind die in der Geschäftsreiseversicherung gedeckten Reise- und Unterkunftskosten für eine Ersatzkraft, die der Arbeitgeber entsendet, um die geschäftliche Aufgabe eines Reisenden zu übernehmen, der wegen Tod, Unfall oder schwerer Krankheit ausfällt – einschliesslich der Kosten für die spätere Wiederaufnahme des Auftrags durch die genesene Person.
Die Erschöpfungsklausel regelt die Rechtsfolgen, wenn die Kapazität einer Versicherungs- oder Rückversicherungsschicht durch bereits eingetretene Schäden vollständig aufgebraucht ist.
Erklärt auf der Themenseite Rückversicherung
Das Erstinformationsblatt ist ein standardisiertes, kurzes Informationsdokument, das dem Versicherungsnehmer vor Abschluss eines Nichtlebensversicherungsvertrags die wichtigsten Vertragsmerkmale verständlich zusammenfasst.
Erklärt auf der Themenseite Vertrieb
Bei der Erstrisikoversicherung wird nicht der volle Wert des versicherten Objekts, sondern eine frei gewählte Versicherungssumme (erstes Risiko) vereinbart, bis zu deren Höhe Schäden ohne Anwendung der Unterversicherungsregel ersetzt werden.
Erklärt auf der Themenseite Sachversicherung
Der Erwartungswert ist der mit den jeweiligen Eintrittswahrschein- lichkeiten gewichtete Durchschnittswert einer Zufallsvariable und die Grundlage jeder versicherungsmathematischen Risikoprämie.
Erklärt auf der Themenseite Aktuariat
Die Erwerbsminderungsrente ist eine Leistung der gesetzlichen Rentenversicherung bei teilweiser oder voller Erwerbsminderung, die von der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung ergänzt werden kann.
Die Erziehungsgutschrift ist ein fiktives, zusätzliches Einkommen, das Eltern für Jahre mit Kindern unter 16 Jahren bei der Berechnung ihrer AHV-Rente angerechnet wird, um Nachteile durch Erziehungsarbeit auszugleichen.
Erklärt auf der Themenseite AHV
ESG bezeichnet Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführungskriterien, die in der Kapitalanlage, im Underwriting und in der aufsichtsrechtlichen Offenlegung von Versicherern zunehmend berücksichtigt werden müssen.
Erklärt auf der Themenseite Kapitalanlage
Eine Ex-Gratia-Zahlung ist eine freiwillige Kulanzleistung des Versicherers ohne Anerkennung einer rechtlichen Verpflichtung.
Erklärt auf der Themenseite Schadenmanagement
Excess of Loss ist die grundlegende Form der nichtproportionalen Rückversicherung, bei der der Rückversicherer Schäden oberhalb eines vereinbarten Selbstbehalts bis zu einer Kapazitätsgrenze übernimmt.
Ein Exklusivvertreter vermittelt Versicherungsverträge ausschliesslich für ein einziges Versicherungsunternehmen, mit dem er in einem besonderen Vertrauensverhältnis steht.
Erklärt auf der Themenseite Vertrieb
Die Expatriate-Versicherung ist die Absicherung von Mitarbeitenden, die für einen längeren, aber befristeten Zeitraum ausserhalb ihres Heimatlandes arbeiten, mit internationaler Kranken-, Unfall-, Assistance- und Lebensversicherung; sie unterscheidet zwischen klassischen Entsandten, Local-Plus-Verträgen und Third-Country Nationals.
Explosion ist eine plötzliche, durch Ausdehnungsbestreben von Gasen oder Dämpfen hervorgerufene Kraftäusserung und eine der Grundgefahren der Feuerversicherung.
Erklärt auf der Themenseite Sachversicherung
Exponierung bezeichnet das Ausmass, in dem Werte, Personen oder Erträge einem bestimmten Risiko ausgesetzt sind, und bildet die Grundlage jeder Risikobewertung und Prämienkalkulation.
Exposure Rating ist eine Methode zur Bepreisung von Rückversicherungsverträgen, die auf der Grundlage von Portfoliokennzahlen und Schadenverteilungskurven statt tatsächlicher Schadenerfahrung erfolgt.
Erklärt auf der Themenseite Rückversicherung
Die Extremwerttheorie ist ein statistisches Verfahren zur Modellierung der Verteilung seltener, besonders extremer Ereignisse in den Randbereichen einer Verteilung.
Erklärt auf der Themenseite Aktuariat
Fahrlässigkeit ist die Nichtbeachtung der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt und die zentrale Verschuldensform bei der Zurechnung von Haftpflichtschäden.
Erklärt auf der Themenseite Haftpflichtversicherung
Fair Value ist der Preis, der beim Verkauf eines Vermögenswerts oder bei der Übertragung einer Schuld zwischen sachverständigen, vertragswilligen Parteien am Bewertungsstichtag erzielt würde.
Erklärt auf der Themenseite Rechnungslegung
Die fakultative Fazilität ist ein vereinfachtes Verfahren zur fakultativen Rückversicherung einzelner Risiken innerhalb vordefinierter, mit dem Rückversicherer vorab vereinbarter Grenzen.
Die fakultative Rückversicherung ist die einzelfallbezogene Rückdeckung eines bestimmten Risikos, das der Rückversicherer nach individueller Prüfung annehmen oder ablehnen kann.
Erklärt auf der Themenseite Rückversicherung
Fälligkeit ist der Zeitpunkt, ab dem eine vertragliche Forderung vom Gläubiger verlangt und vom Schuldner erfüllt werden muss.
Erklärt auf der Themenseite Vertragsrecht
Die Familienversicherung ermöglicht in der gesetzlichen Krankenversicherung die beitragsfreie Mitversicherung von Ehepartnern und Kindern eines Mitglieds unter bestimmten Einkommensvoraussetzungen.
Ein Fernabsatzvertrag ist ein ausschliesslich über Fernkommunikationsmittel geschlossener Versicherungsvertrag, für den besondere Informationspflichten und ein erweitertes Widerrufsrecht gelten.
Erklärt auf der Themenseite Vertrieb
Ein Finanzanlagenvermittler vermittelt bestimmte Kapitalanlagen wie Investmentfondsanteile oder Vermögensanlagen und benötigt hierfür eine eigenständige gewerberechtliche Erlaubnis.
Erklärt auf der Themenseite Vertrieb
Finite Risk Reinsurance ist eine Form der alternativen Rückversicherung, bei der die Risikoübernahme begrenzt und stärker auf die zeitliche Verteilung von Zahlungsströmen ausgerichtet ist.
Die Firmen-Kollektiv-Versicherung ist ein Vertrag, mit dem ein Arbeitgeber die Mitarbeitenden eines Betriebs kollektiv gegen bestimmte Risiken (z.B. Unfall, Krankheit, Tod) versichert, ohne für jede Person einen Einzelvertrag abzuschliessen.
Die Fisher-Gleichung beschreibt den Zusammenhang zwischen nominalem Zinssatz, Realzins und erwarteter Inflation und ist relevant für die Bewertung inflationsabhängiger Verpflichtungen.
Erklärt auf der Themenseite Aktuariat
Die Folgeprovision ist eine laufende Vergütung des Vermittlers für die Betreuung eines bestehenden Versicherungsvertrags nach dessen Abschluss.
Erklärt auf der Themenseite Vertrieb
Ein Folgeschaden ist ein mittelbarer wirtschaftlicher Schaden, der sich aus einem vorausgehenden Sach- oder Personenschaden ergibt, ohne diesen selbst darzustellen.
Erklärt auf der Themenseite Sachversicherung
Eine Formvorschrift verlangt für die Wirksamkeit einer Willenserklärung eine bestimmte Form, etwa Schriftform oder Textform, deren Nichteinhaltung zur Unwirksamkeit führen kann.
Erklärt auf der Themenseite Vertragsrecht
Die Fortführungsoption erlaubt einer versicherten Person, eine Gruppenversicherung bei Ausscheiden aus dem Kollektiv ohne erneute Gesundheitsprüfung in eine Einzelversicherung umzuwandeln.
Die Forward Rate ist der aus der aktuellen Zinsstrukturkurve abgeleitete, für einen zukünftigen Zeitraum implizit erwartete Zinssatz.
Erklärt auf der Themenseite Aktuariat
Die Frachtführerhaftung ist die gesetzliche Haftung eines Transportunternehmens für Verlust oder Beschädigung des zur Beförderung übernommenen Gutes.
Erklärt auf der Themenseite Transportversicherung
Die freie Arztwahl ist das Recht des privat Krankenversicherten, unter allen approbierten Ärzten den behandelnden Arzt frei zu wählen, ohne an ein festes Versorgungsnetz gebunden zu sein.
Erklärt auf der Themenseite Krankenversicherung
Die Freistellung von der Beitragszahlung ist eine Zusatzleistung, bei der der Versicherer bei Eintritt eines definierten Ereignisses die weiteren Beiträge übernimmt, ohne dass der Versicherungsschutz entfällt.
Der Freistellungsanspruch ist der Anspruch des Versicherungsnehmers gegen den Haftpflichtversicherer, ihn von berechtigten Schadenersatzforderungen Dritter zu befreien.
Erklärt auf der Themenseite Haftpflichtversicherung
Die freiwillige Versicherung ermöglicht die Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung für Personen, die nicht mehr oder noch nicht der Versicherungspflicht unterliegen.
Eine Freizeichnungsklausel schränkt die vertragliche oder gesetzliche Haftung einer Vertragspartei ein oder schliesst sie aus, unterliegt jedoch strengen Grenzen der AGB-Kontrolle.
Erklärt auf der Themenseite Vertragsrecht
Die Freizügigkeitsleistung ist das bei Austritt aus einer Vorsorgeeinrichtung der beruflichen Vorsorge erworbene Altersguthaben, das beim Stellenwechsel in die neue Vorsorgeeinrichtung übertragen oder anderweitig erhalten werden muss.
Fronting bezeichnet die Konstruktion, bei der ein lizenzierter Versicherer eine Police ausstellt und das Risiko ganz oder überwiegend an einen anderen Risikoträger – häufig eine Captive – weitergibt.
Erklärt auf der Themenseite Risikofinanzierung
Frostschaden ist ein durch Kälteeinwirkung verursachter Sachschaden, etwa an wasserführenden Rohren, der in der Sachversicherung unterschiedlich behandelt werden kann.
Erklärt auf der Themenseite Sachversicherung
Die Führungsklausel bestimmt, dass ein führender Versicherer bei Mitversicherung stellvertretend für alle beteiligten Versicherer über Vertragsänderungen und Schadenregulierung entscheidet.
Full Medical Underwriting (FMU) ist das Risikoprüfungsverfahren der internationalen Krankenversicherung, bei dem die antragstellende Person vor Vertragsabschluss ihre vollständige Krankengeschichte deklariert und der Versicherer daraufhin Vorerkrankungen dauerhaft ausschliesst, mit einem Prämienzuschlag belegt oder – bei unauffälligem Befund – ohne Einschränkung annimmt; die Deckungsgrenzen stehen damit bereits bei Policenbeginn fest.
Funds Withheld bezeichnet eine Vereinbarung, nach der der Zedent die eigentlich an den Rückversicherer zu übertragenden Vermögenswerte einbehält und selbst verwaltet.
Erklärt auf der Themenseite Rückversicherung
Die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers verpflichtet ihn, Leben, Gesundheit und Persönlichkeit seiner Mitarbeitenden auch auf Geschäftsreisen durch angemessene Massnahmen zu schützen – in der Schweiz nach Art. 328 OR, in Deutschland nach § 618 BGB und dem Arbeitsschutzgesetz, in Österreich nach § 1157 ABGB und dem ASchG, im Common Law als Duty of Care; eine Geschäftsreiseversicherung ist Teil, nicht Erfüllung dieser Pflicht.
Ein Garantiefonds ist eine gesetzlich vorgeschriebene Sicherungseinrichtung, die Versicherten im Falle der Insolvenz eines Lebensversicherers einen Basisschutz gewährt.
Gebietsschutz gewährt einem Exklusivvertreter das Recht, innerhalb eines definierten geografischen Bereichs vor Konkurrenz durch andere Vertreter desselben Versicherers geschützt zu sein.
Die Geeignetheitsprüfung verpflichtet den Vermittler, bei Beratungsleistungen die Kenntnisse, Erfahrungen, Ziele und finanziellen Verhältnisse des Kunden zu erheben und zu berücksichtigen.
Erklärt auf der Themenseite Vertrieb
Die Gefährdungshaftung ist eine verschuldensunabhängige Haftung, die an den Betrieb einer erlaubten, aber besonders gefährlichen Sache oder Tätigkeit anknüpft.
Die Gefahrengemeinschaft ist die Gesamtheit der von einem Versicherer gegen ein gleichartiges Risiko versicherten Personen, deren Prämien die Grundlage für den nach dem Gesetz der grossen Zahl kalkulierten Risikoausgleich bilden.
Eine Gefahrerhöhung ist eine nachträgliche Änderung der Risikoumstände, die das versicherte Risiko erhöht und besondere Anzeigepflichten des Versicherungsnehmers auslöst.
Die Genehmigungsfiktion gilt in der gesetzlichen Krankenversicherung als erteilt, wenn die Krankenkasse über einen Leistungsantrag nicht innerhalb der gesetzlichen Frist entscheidet.
Die Generalpolizze ist eine Rahmenpolice, die alle unter ihren Geltungsbereich fallenden Risiken oder Transporte eines Versicherungsnehmers automatisch und ohne Einzeldeklaration versichert.
Das Genesungsgeld ist eine Zusatzleistung der privaten Unfallversicherung, die im Anschluss an einen unfallbedingten Spitalaufenthalt für dieselbe Anzahl Tage wie das Krankenhaustagegeld – meist degressiv gestaffelt und zeitlich begrenzt – als feste Tagesleistung gezahlt wird.
Die Genugtuung ist eine Geldleistung zum Ausgleich immateriellen Schadens (Schmerz, Leid), die bei schweren Persönlichkeitsverletzungen infolge Körperverletzung oder Tötung geschuldet wird.
Der Gerichtsstand bestimmt, welches Gericht für eine Streitigkeit aus einem Versicherungsvertrag örtlich zuständig ist, wobei Verbraucherschutzvorschriften Vereinbarungen einschränken können.
Erklärt auf der Themenseite Vertragsrecht
Gesamtschuldner sind mehrere Schuldner, von denen der Gläubiger die gesamte Leistung nach Belieben von jedem Einzelnen verlangen kann, bis die Forderung vollständig erfüllt ist.
Erklärt auf der Themenseite Haftpflichtversicherung
Die Gesamtverzinsung ist die Summe aus Garantiezins und laufender Überschussbeteiligung, die ein Lebensversicherer seinen Versicherten in einem Geschäftsjahr tatsächlich gutschreibt.
Erklärt auf der Themenseite Lebensversicherung
Die Geschäftsherrenhaftung ist die deliktische Haftung eines Geschäftsherrn für Schäden, die sein Verrichtungsgehilfe in Ausführung der ihm zugewiesenen Verrichtung verursacht.
Der Geschäftsplan ist die von einem Versicherer im Rahmen des Zulassungsverfahrens einzureichende Darstellung der geplanten Geschäftstätigkeit, Organisation und Finanzausstattung.
Erklärt auf der Themenseite Regulatorik
Das Gesetz der grossen Zahlen besagt, dass sich der durchschnittliche Schadenaufwand eines Versicherungsbestands mit wachsender Bestandsgrösse dem theoretischen Erwartungswert annähert.
Die gesetzliche Krankenversicherung ist der auf dem Solidaritätsprinzip beruhende Pflichtzweig der deutschen Sozialversicherung für die medizinische Versorgung der Bevölkerungsmehrheit.
Die Gesundheitsprüfung erhebt den Gesundheitszustand eines Antragstellers vor Vertragsschluss und bildet die Grundlage für die Risikoeinschätzung des Versicherers.
Die Gewinnbeteiligung ist eine zusätzliche Vergütung, die der Rückversicherer dem Zedenten bei günstigem Schadenverlauf eines Rückversicherungsvertrags gewährt.
Erklärt auf der Themenseite Rückversicherung
Glättungsverfahren dienen dazu, kurzfristige Wertschwankungen von Kapitalanlagen oder Überschussbeteiligungen über mehrere Perioden zu verteilen und so für die Versicherten zu stabilisieren.
Erklärt auf der Themenseite Aktuariat
Die gleitende Provision ist eine Vergütungsstruktur in der proportionalen Rückversicherung, bei der der Provisionssatz innerhalb festgelegter Grenzen umgekehrt proportional zur Schadenquote verläuft.
Erklärt auf der Themenseite Rückversicherung
Die Gliedertaxe ist die in den Bedingungen der privaten Unfallversicherung vereinbarte Tabelle, die dem Verlust oder der vollständigen Funktionsunfähigkeit bestimmter Körperteile und Sinnesorgane feste Invaliditätsgrade zuordnet und so die Bemessung der Invaliditätsleistung standardisiert.
Grenzüberschreitendes Versicherungsgeschäft bezeichnet den Vertrieb von Versicherungsprodukten über die Grenzen des Sitzstaats des Versicherers hinaus, gestützt auf die europäische Dienstleistungsfreiheit.
Erklärt auf der Themenseite Regulatorik
Ein Grossschaden ist ein Schaden, dessen Höhe einen definierten Schwellenwert übersteigt und der wegen seiner Bedeutung für Reserven, Rückversicherung und Statistik gesondert erfasst wird.
Erklärt auf der Themenseite Schadenmanagement
Ground-Up Cover bezeichnet eine Rückversicherungsdeckung, die bereits ab dem ersten Euro eines Schadens greift, ohne dass der Zedent einen Selbstbehalt trägt.
Erklärt auf der Themenseite Rückversicherung
Die Grüne Karte ist ein international anerkannter Nachweis über den Bestand einer Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung für den Einsatz eines Fahrzeugs im Ausland.
Die Gruppenaufsicht erweitert die Solvenzaufsicht unter Solvency II von der einzelnen Versicherungsgesellschaft auf den gesamten Versicherungskonzern.
Erklärt auf der Themenseite Regulatorik
Die Haftpflicht des Familienhaupts umfasst die Haftung, die Eltern oder Erziehungsverantwortliche für Schäden trifft, die von den in ihrer Obhut stehenden minderjährigen Kindern Dritten zugefügt werden.
Erklärt auf der Themenseite Haftpflichtversicherung
Ein Haftungsausschluss ist eine vertragliche Klausel, mit der die Haftung einer Partei für bestimmte Schäden oder Ursachen ganz oder teilweise ausgeschlossen wird; im Versicherungsvertrag entspricht dies einem Risikoausschluss.
Erklärt auf der Themenseite Vertragsrecht
Eine Haftungsfreistellung ist eine vertragliche Vereinbarung, mit der sich eine Partei verpflichtet, die andere Partei von bestimmten Ansprüchen Dritter oder aus einem bestimmten Ereignis wirtschaftlich freizustellen.
Hagel ist eine Elementargefahr, bei der Niederschlag in Form von Eiskörnern zu Schäden an Gebäuden, Fahrzeugen und Kulturen führt und in der Regel als Einzelgefahr in Wohngebäude-, Hausrat-, Kfz- und Agrarpolicen mitversichert ist.
Halterhaftung ist eine verschuldensunabhängige Gefährdungshaftung, die den Halter einer Sache (insbesondere eines Kraftfahrzeugs oder Tieres) allein aufgrund der Betriebs- bzw. Sachgefahr für Schäden Dritter haftbar macht.
Hartmarkt und Weichmarkt beschreiben die zyklischen Phasen des Versicherungs- und Rückversicherungsmarkts, in denen Kapazität, Prämienniveau und Konditionen sich entgegengesetzt zu Angebot und Nachfrage entwickeln.
Erklärt auf der Themenseite Rückversicherung
Die Hauptleistungspflicht ist die den Vertragstyp prägende zentrale Leistungspflicht einer Vertragspartei; im Versicherungsvertrag ist dies auf Seiten des Versicherers die Gewährung von Versicherungsschutz und auf Seiten des Versicherungsnehmers die Prämienzahlung.
Erklärt auf der Themenseite Vertragsrecht
Die Hausratversicherung deckt Schäden am beweglichen Eigentum eines Haushalts durch Feuer, Einbruchdiebstahl, Leitungswasser, Sturm/Hagel und optional weitere Elementargefahren ab.
Erklärt auf der Themenseite Sachversicherung
Ein Haustürgeschäft ist der Abschluss eines Versicherungsvertrags ausserhalb der Geschäftsräume des Vermittlers, etwa in der Privatwohnung des Kunden, für den erweiterte Widerrufs- und Informationspflichten zum Schutz des Verbrauchers gelten.
Erklärt auf der Themenseite Vertrieb
Havarie-Grosse ist ein seerechtliches Prinzip, nach dem Verluste und Aufwendungen, die zur Rettung von Schiff und Ladung aus gemeinsamer Gefahr bewusst herbeigeführt werden, von allen Beteiligten anteilig getragen werden.
Heilfürsorge ist ein besonderes Sicherungssystem, in dem bestimmte Berufsgruppen (z. B. Polizei, Bundeswehr) im Krankheitsfall unentgeltliche Sach- oder Dienstleistungen des Dienstherrn anstelle einer klassischen Krankenversicherung erhalten.
Erklärt auf der Themenseite Krankenversicherung
Heilungskosten sind die in der Unfallversicherung versicherten Kosten der medizinisch notwendigen Heilbehandlung nach einem Unfall – ärztliche Behandlung, Spitalaufenthalt, Arzneimittel, Hilfsmittel und Transporte –, die in der obligatorischen Unfallversicherung der Schweiz als Pflichtleistung und in der privaten Unfallversicherung als subsidiärer Kostenbaustein erbracht werden.
Die Hilflosenentschädigung ist eine monatliche Geldleistung der schweizerischen Sozialversicherung für Personen, die wegen einer Beeinträchtigung der Gesundheit für alltägliche Lebensverrichtungen dauernd auf die Hilfe Dritter oder auf persönliche Überwachung angewiesen sind (Art. 9 ATSG); in der Unfallversicherung beträgt sie nach Art. 27 UVG je nach Schweregrad das Zwei-, Vier- oder Sechsfache des Höchstbetrags des versicherten Tagesverdienstes.
Hilfsmittel sind sächliche medizinische Gegenstände wie Prothesen, Hörgeräte, Rollstühle oder Sehhilfen, deren Kosten in der Kranken- und Pflegeversicherung nach Massgabe der jeweiligen Tarifbedingungen erstattet werden.
Erklärt auf der Themenseite Krankenversicherung
Die Hilfspersonenhaftung bezeichnet die Haftung eines Geschäftsherrn oder Vertragspartners für Schäden, die von Personen verursacht werden, die er zur Erfüllung seiner Aufgaben oder vertraglichen Pflichten einsetzt.
Die Hinterbliebenenrente ist eine wiederkehrende Leistung aus einer Lebens- oder Rentenversicherung bzw. einem Altersvorsorgesystem, die an Ehepartner, eingetragene Partner oder Kinder nach dem Tod der versicherten Person gezahlt wird.
Erklärt auf der Themenseite Lebensversicherung
Die Hinweispflicht ist die gesetzlich normierte Pflicht des Versicherers oder Vermittlers, den Versicherungsnehmer über wesentliche Umstände des Vertrags, insbesondere über Ausschlüsse, Obliegenheiten und Widerrufsrechte, zu informieren.
Erklärt auf der Themenseite Vertrieb
Das Höchstalter ist die vertraglich oder tariflich festgelegte obere Altersgrenze, bis zu der eine Person in eine Lebens-, Kranken- oder Rentenversicherung eintreten bzw. in ihr verbleiben kann.
Der Probable Maximum Loss (PML) ist der grösste Schaden, der an einem Standort oder für ein Risiko unter realistisch ungünstigen Bedingungen zu erwarten ist, und dient als Mass für Kapazitäts- und Rückversicherungsbedarf.
Höhere Gewalt bezeichnet ein von aussen einwirkendes, aussergewöhnliches und auch mit grösster Sorgfalt nicht abwendbares Ereignis, das Haftungs- und Deckungsfragen in der Versicherung beeinflusst.
Honorarberatung ist ein Vergütungsmodell in der Versicherungs- und Finanzberatung, bei dem der Berater direkt vom Kunden ein Honorar erhält, statt sich über Provisionen des Produktanbieters zu finanzieren.
Erklärt auf der Themenseite Vertrieb
Die Hundehalterhaftpflicht ist eine spezielle Haftpflichtversicherung für Hundehalter, die Personen- und Sachschäden abdeckt, die durch das Tier verursacht werden, und in vielen Regionen für bestimmte Hunderassen oder generell gesetzlich vorgeschrieben ist.
Erklärt auf der Themenseite Haftpflichtversicherung
Die Hurdle Rate ist die von Investoren oder dem Management geforderte Mindestrendite auf das eingesetzte Kapital, die ein Geschäft, eine Zeichnungslinie oder ein Investitionsprojekt erzielen muss, um als wertschaffend zu gelten.
Hybridkapital umfasst Finanzierungsinstrumente mit Eigenschaften sowohl von Eigen- als auch von Fremdkapital, die unter Solvency II je nach Ausgestaltung als Basiseigenmittel der Tier-1-, Tier-2- oder Tier-3-Qualität angerechnet werden können.
Die IAIS ist die internationale Standardsetzungsorganisation der Versicherungsaufsichtsbehörden, die globale Aufsichtsstandards für die Versicherungswirtschaft entwickelt und koordiniert.
Erklärt auf der Themenseite Regulatorik
IBNR (Incurred But Not Reported) bezeichnet Schäden, die bereits eingetreten, dem Versicherer aber noch nicht gemeldet sind; für sie werden versicherungstechnische Rückstellungen gebildet.
Erklärt auf der Themenseite Reservierung
Der Insurance Capital Standard (ICS) ist ein von der IAIS entwickelter globaler, risikobasierter Kapitalstandard für international tätige Versicherungsgruppen.
Erklärt auf der Themenseite Regulatorik
Das Indemnitätsprinzip besagt, dass der Versicherungsnehmer durch die Versicherungsleistung finanziell nicht besser gestellt werden darf, als er ohne den Schadeneintritt stünde, um eine Bereicherung durch den Versicherungsfall auszuschliessen.
Industrieversicherung bezeichnet das Segment der Sach- und Haftpflichtversicherung, das komplexe Risiken von Industrie- und Grossunternehmen individuell zeichnet, häufig unter Einbindung von Maklern und (Mit-)Versicherungskonsortien.
Das Inflationsrisiko beschreibt die Gefahr, dass die künftigen Schadenaufwendungen eines Versicherers aufgrund allgemeiner Preis- oder Lohnsteigerungen höher ausfallen als bei der Prämienkalkulation oder Reservebildung angenommen.
Erklärt auf der Themenseite Aktuariat
Inkasso ist die geschäftsmässige Einziehung fremder oder zum Einzug abgetretener Forderungen durch einen registrierten Inkassodienstleister, der aussergerichtliche und bei Bedarf gerichtliche Massnahmen zur Realisierung überfälliger Zahlungen einleitet.
Die Inkassovollmacht berechtigt einen Versicherungsvermittler, im Namen des Versicherers Prämienzahlungen des Versicherungsnehmers entgegenzunehmen, mit der Folge, dass die Zahlung an den Vermittler schuldbefreiende Wirkung gegenüber dem Versicherer hat.
Erklärt auf der Themenseite Vertrieb
Innere Unruhen sind gewalttätige Ausschreitungen einer Menschenmenge innerhalb eines Staates, die als eigenständige Gefahr in Sachversicherungspolicen ein- oder ausgeschlossen werden können.
Erklärt auf der Themenseite Sachversicherung
Insurance-Linked Securities sind verbriefte Risikotransferinstrumente, die Versicherungsrisiken – insbesondere Naturkatastrophenrisiken – direkt an Kapitalmarktinvestoren übertragen, ohne den traditionellen Rückversicherungsmarkt zu durchlaufen.
Die Integritätsentschädigung ist eine einmalige Kapitalleistung der schweizerischen Unfallversicherung nach Art. 24 f. UVG für eine dauernde und erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität; sie wird unabhängig von der Erwerbsfähigkeit als Prozentsatz des Höchstbetrags des versicherten Verdienstes nach der Skala in Anhang 3 UVV bemessen.
Eine Interessenkollision liegt vor, wenn die eigenen Interessen eines Versicherers oder Vermittlers mit denen des Versicherungsnehmers in Widerspruch stehen und dadurch eine objektive Beratung oder Leistungserbringung gefährdet ist.
Erklärt auf der Themenseite Vertrieb
Die Interimsdeckung ist eine vorläufige, meist formlos erteilte Versicherungszusage, die bereits vor Ausstellung der endgültigen Police Versicherungsschutz gewährt.
Erklärt auf der Themenseite Vertragsrecht
Interne Modelle sind von einem Versicherer selbst entwickelte und von der Aufsicht genehmigte Risikomodelle zur Berechnung der Solvenzkapitalanforderung (SCR), die dessen individuelles Risikoprofil präziser abbilden als die Standardformel.
Erklärt auf der Themenseite Solvency II
Invalidität ist die dauerhafte, in der Regel unfallbedingte Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Leistungsfähigkeit einer Person, die in der Unfallversicherung den zentralen Leistungsauslöser darstellt.
Erklärt auf der Themenseite Unfallversicherung
Der Invaliditätsgrad ist der in der Unfallversicherung nach einer Gliedertaxe oder ärztlichem Gutachten ermittelte prozentuale Anteil der dauerhaften Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Leistungsfähigkeit, der die Höhe der Invaliditätsleistung bestimmt.
Erklärt auf der Themenseite Unfallversicherung
Das Invaliditätskapital ist die einmalige Kapitalleistung der privaten Unfallversicherung bei dauernder unfallbedingter Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Leistungsfähigkeit, deren Höhe sich aus Versicherungssumme, Invaliditätsgrad nach Gliedertaxe und einer allfällig vereinbarten Progression ergibt.
IPMI-Leistungsmodule sind die kombinierbaren Bausteine einer internationalen Krankenversicherung – Inpatient als Kern, ergänzt um Outpatient, Dental, Maternity, Evacuation, Vision und Wellness –, mit denen Leistungsumfang, Limiten und Prämie eines Plans gesteuert werden.
Die IV ist die Schweizer Sozialversicherung, die Massnahmen zur Eingliederung sowie Rentenleistungen an Personen erbringt, deren Erwerbsfähigkeit durch Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall dauerhaft beeinträchtigt ist.
Die J-Curve beschreibt den typischen Ergebnisverlauf eines Rückversicherungsvertrags, eines Zeichnungsjahres oder einer ILS-Investition, bei dem zunächst Verluste anfallen, bevor sich das Ergebnis im weiteren Zeitverlauf verbessert.
Die Jahresarbeitsentgeltgrenze ist die in Deutschland jährlich festgelegte Einkommensschwelle, ab deren Überschreitung Arbeitnehmer von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung befreit sind und in die private Krankenversicherung wechseln können.
Erklärt auf der Themenseite Krankenversicherung
Die Jahreshöchstleistung ist der in Kranken- oder Zusatzversicherungstarifen vereinbarte Höchstbetrag, bis zu dem der Versicherer innerhalb eines Versicherungsjahres für bestimmte Leistungsarten Kosten erstattet.
Erklärt auf der Themenseite Krankenversicherung
Die Jahresprämie ist der für ein volles Versicherungsjahr vereinbarte Beitrag, der die Bezugsgrösse für die Kalkulation von Zahlungsweisezuschlägen bei unterjähriger Zahlung bildet.
Erklärt auf der Themenseite Vertragsrecht
Die Jahresrente ist der auf ein Kalenderjahr bezogene Betrag einer Rentenleistung aus einer Rentenversicherung oder einem Altersvorsorgesystem, der als Bezugsgrösse für die versicherungsmathematische Kalkulation dient.
Erklärt auf der Themenseite Lebensversicherung
Der Jahresüberschuss ist das nach Handels- oder IFRS-Bilanzrecht ermittelte positive Jahresergebnis eines Versicherers, das Grundlage für Gewinnausschüttung, Rücklagenbildung und Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer ist.
Erklärt auf der Themenseite Aktuariat
Ein Jahresvertrag ist ein Versicherungsvertrag mit einer Erstlaufzeit von einem Jahr, der sich ohne fristgerechte Kündigung durch eine der Vertragsparteien automatisch um ein weiteres Jahr verlängert.
Erklärt auf der Themenseite Vertragsrecht
Eine juristische Person ist ein rechtlich verselbstständigter Rechtsträger, der als Versicherungsnehmer, Versicherter oder Versicherer eigenständig Träger von Rechten und Pflichten sein kann.
Kaltakquise bezeichnet die telefonische oder persönliche Kontakt- aufnahme mit potenziellen Kunden ohne deren vorherige Einwilligung oder Geschäftsbeziehung.
Erklärt auf der Themenseite Vertrieb
Kapazität bezeichnet den maximalen Haftungsumfang, den ein Versicherer, Rückversicherer oder der Gesamtmarkt für ein Risiko oder eine Sparte bereitstellen kann oder will.
Erklärt auf der Themenseite Underwriting
Das Kapitalwahlrecht ist die vertraglich eingeräumte Möglichkeit, anstelle der vereinbarten lebenslangen Rentenzahlung eine einmalige Kapitalauszahlung des angesparten Deckungskapitals zu wählen.
Die Karenzzeit ist der vertraglich vereinbarte Zeitraum zwischen dem Eintritt des Versicherungsfalls und dem Beginn der Leistungspflicht des Versicherers, insbesondere bei Krankentagegeld- und Berufsunfähigkeitsversicherungen.
Erklärt auf der Themenseite Krankenversicherung
Die Kausalhaftung ist eine Haftungsordnung, bei der die Haftung unabhängig von einem Verschulden des Schädigers alleine daran anknüpft, dass ein bestimmter, gesetzlich definierter Kausalzusammenhang zwischen einer Ursache und dem Schaden besteht.
Kausalität ist der ursächliche Zusammenhang zwischen einem Ereignis oder Verhalten und einem eingetretenen Schaden, dessen Feststellung sowohl für die Haftungsbegründung als auch für die Deckungsprüfung im Versicherungsvertrag zentral ist.
Erklärt auf der Themenseite Haftpflichtversicherung
Bei der Kollektivversicherung wird ein Vertrag zwischen einem Versicherer und einem Versicherungsnehmer (z.B. Arbeitgeber oder Verband) abgeschlossen, der eine Mehrzahl von Personen nach einheitlichen Bedingungen versichert.
Ein Kompositversicherer ist ein Versicherungsunternehmen, das sowohl Lebens- als auch Nichtlebensversicherungsgeschäft betreibt, was in vielen Jurisdiktionen aufsichtsrechtlich nur eingeschränkt oder gar nicht mehr zulässig ist.
Ein Konfidenzintervall gibt einen Wertebereich an, der den wahren Parameter einer statistischen Schätzung mit einer vorgegebenen Wahrscheinlichkeit enthält.
Erklärt auf der Themenseite Aktuariat
Das Kongruenzprinzip verlangt von Versicherern, ihre Vermögenswerte in Währung, Laufzeit und Liquidität so auf ihre versicherungstechnischen Verbindlichkeiten abzustimmen, dass Bewertungsschwankungen sich nicht unkontrolliert auf die Solvabilität auswirken.
Der Kontrahierungszwang verpflichtet einen Versicherer, mit jedem Antragsteller innerhalb eines bestimmten Rahmens einen Versicherungsvertrag abzuschliessen, ohne das Risiko individuell ablehnen zu dürfen.
Der Koordinationsabzug ist der vom AHV-Lohn abgezogene, fixe oder prozentuale Betrag, mit dem die berufliche Vorsorge auf die Leistungen der AHV abgestimmt wird, um eine Überversicherung zu vermeiden.
Der koordinierte Lohn ist der in der beruflichen Vorsorge (BVG) versicherte Lohnanteil, der sich aus dem massgebenden AHV-Lohn abzüglich des Koordinationsabzugs ergibt.
Erklärt auf der Themenseite Berufliche Vorsorge
Die Kopfprämie ist die einkommensunabhängige Prämie der Schweizer Grundversicherung: Jeder Versicherer erhebt innerhalb einer Prämienregion und Altersklasse von allen Versicherten dieselbe Prämie (Art. 61 KVG); die Prämien müssen jährlich vom BAG genehmigt werden (Art. 16 KVAG) und dürfen nicht nach Gesundheitszustand, Geschlecht oder Einkommen differenzieren.
Kosmetische Operationen nach Unfall sind ein Leistungsbaustein der privaten Unfallversicherung, der die nicht von Dritten getragenen Kosten ärztlicher Eingriffe zur Behebung einer unfallbedingten Beeinträchtigung des äusseren Erscheinungsbilds – einschliesslich Zahnbehandlung an Schneide- und Eckzähnen – bis zur vereinbarten Summe erstattet.
Die Kostenbeteiligung nach Art. 64 KVG ist der Anteil, den Versicherte der Grundversicherung selbst tragen: eine jährliche Franchise (ordentlich CHF 300, wählbar bis CHF 2'500 für Erwachsene), ein Selbstbehalt von 10 % der darüber liegenden Kosten (max. CHF 700 pro Jahr, Kinder CHF 350) und ein Spitalbeitrag von CHF 15 pro Tag (Stand Art. 103 f. KVV, September 2026).
Die Kostengutsprache ist die vor Behandlungsbeginn eingeholte, verbindliche Zusage eines Versicherers oder Kantons, die Kosten einer bestimmten Leistung zu übernehmen; in der Schweiz ist sie für ausserkantonale Spitalaufenthalte (Art. 41 Abs. 3 KVG), bestimmte KLV-Leistungen und praktisch alle Spitalzusatz- und Rehabilitationsleistungen nach VVG Standard und entspricht funktional der Pre-Authorisation in der internationalen Krankenversicherung.
Die Kostenquote setzt die Verwaltungs- und Vertriebskosten eines Versicherers ins Verhältnis zu den verdienten Prämien und ist Bestandteil der Combined Ratio.
Erklärt auf der Themenseite Aktuariat
Das Krankenhaustagegeld ist eine feste Geldleistung, die die Unfall- oder Krankenzusatzversicherung für jeden Kalendertag einer medizinisch notwendigen vollstationären Heilbehandlung unabhängig von den tatsächlichen Kosten an die versicherte Person zahlt.
Die Kumulklausel definiert in einem Rückversicherungsvertrag, wie mehrere Einzelschäden aus demselben Ereignis zeitlich und sachlich zu einem einzigen Schadenereignis zusammengefasst werden, das der Priorität und Haftungslimitierung zugrunde liegt.
Erklärt auf der Themenseite Rückversicherung
Das Kumulrisiko ist die Gefahr, dass ein einzelnes Ereignis gleichzeitig mehrere versicherte Risiken betrifft und dadurch zu einem für den Versicherer wirtschaftlich bedeutsamen Gesamtschaden führt.
Erklärt auf der Themenseite Rückversicherung
Das Kundenberatungsprotokoll ist die schriftliche Dokumentation einer Versicherungsberatung, in der die Wünsche und Bedürfnisse des Kunden sowie die Gründe für die abgegebene Empfehlung festgehalten werden.
Erklärt auf der Themenseite Vertrieb
Die Kündigung ist die einseitige Erklärung einer Vertragspartei, mit der ein Versicherungsvertrag ordentlich zum Ablauf einer Frist oder ausserordentlich aus einem besonderen Anlass beendet wird.
Eine Kur ist eine ärztlich verordnete, meist mehrwöchige Heilbehandlung an einem klimatisch oder therapeutisch geeigneten Ort, deren Erstattung in der Kranken- und Zusatzversicherung besonderen tariflichen Voraussetzungen unterliegt.
Erklärt auf der Themenseite Krankenversicherung
Das Langlebigkeitsrisiko ist die Gefahr, dass Versicherte einer Rentenversicherung im Durchschnitt länger leben als bei der Prämienkalkulation angenommen, wodurch dem Versicherer höhere als erwartete Rentenzahlungen entstehen.
Erklärt auf der Themenseite Lebensversicherung
Latenzschäden sind Haftpflichtschäden, bei denen zwischen dem ursächlichen Ereignis und dem sichtbaren Auftreten oder der Meldung des Schadens ein langer, oft mehrjähriger oder mehrzehntjähriger Zeitraum liegt.
Erklärt auf der Themenseite Haftpflichtversicherung
Die Laufzeit ist der vertraglich vereinbarte Zeitraum, für den ein Versicherungsvertrag Wirkung entfaltet, und bestimmt neben der Beitragskalkulation auch die Kündigungs- und Verlängerungsmodalitäten.
Erklärt auf der Themenseite Vertragsrecht
Lawinen sind eine Elementargefahr, bei der abgehende Schnee- oder Eismassen Gebäude, Infrastruktur und Personen schädigen und die in Gebirgsregionen als Einschlussoption der Elementarschadendeckung angeboten wird.
Ein Layer ist eine definierte Haftstrecke innerhalb eines Exzedentenrückversicherungsprogramms, die zwischen einer unteren Priorität und einer oberen Kapazitätsgrenze liegt und häufig von unterschiedlichen Rückversicherern gezeichnet wird.
Die Lebenserwartung ist die statistisch aus einer Sterbetafel abgeleitete durchschnittlich verbleibende Lebenszeit einer Person eines bestimmten Alters und eine zentrale Rechnungsgrundlage der Lebens- und Rentenversicherung.
Erklärt auf der Themenseite Lebensversicherung
Der Legal Entity Identifier ist ein weltweit eindeutiger, 20-stelliger alphanumerischer Code zur Identifikation von an Finanztransaktionen beteiligten juristischen Personen, der in zahlreichen aufsichtsrechtlichen Meldepflichten vorgeschrieben ist.
Die Leibrente ist eine wiederkehrende Zahlung, die für die gesamte restliche Lebenszeit der berechtigten Person geschuldet wird und damit das biometrische Risiko der Langlebigkeit auf den Versicherer überträgt.
Die Leistungsdynamik ist eine vertragliche Vereinbarung, wonach eine laufende Rentenleistung (z. B. aus einer Berufsunfähigkeits- oder Rentenversicherung) periodisch um einen festen oder inflationsabhängigen Prozentsatz erhöht wird.
Erklärt auf der Themenseite Lebensversicherung
Die Leistungskürzung bei Grobfahrlässigkeit ist die gesetzlich vorgesehene Herabsetzung der Versicherungsleistung, wenn die versicherte Person den Versicherungsfall durch grobe Fahrlässigkeit herbeigeführt hat; sie erfolgt in der Schweiz nach Art. 14 VVG in einem dem Grad des Verschuldens entsprechenden Verhältnis und nach Art. 37 UVG bei Nichtberufsunfällen durch Kürzung der Taggelder in den ersten zwei Jahren.
Ein Leitungswasserschaden entsteht durch bestimmungswidrig ausgetretenes Wasser aus Zu- oder Ableitungsrohren, wasserführenden Installationen oder angeschlossenen Geräten und zählt zu den Grunddeckungen der Wohngebäude- und Hausratversicherung.
Erklärt auf der Themenseite Sachversicherung
Das Liquiditätsrisiko ist die Gefahr, dass ein Versicherer nicht über ausreichend flüssige Mittel verfügt, um seinen kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen, insbesondere aus Schadenzahlungen, fristgerecht nachzukommen.
Lloyd's of London ist ein Versicherungsmarktplatz in London, an dem unabhängige Zeichnungsgruppen (Syndikate) über Makler Spezialrisiken zeichnen, ohne selbst als einheitliches Versicherungsunternehmen zu firmieren.
Ein Loss Portfolio Transfer ist eine Rückversicherungstransaktion, bei der ein Zedent bereits bestehende, noch nicht abschliessend regulierte Schadenreserven eines definierten Altbestands gegen eine Einmalprämie an einen Rückversicherer übertragt.
Die Maklerhaftung bezeichnet die zivilrechtliche Haftung eines Versicherungsmaklers gegenüber seinem Kunden für Schäden, die aus einer fehlerhaften Beratung, Vermittlung oder Betreuung entstehen.
Erklärt auf der Themenseite Vertrieb
Die Maklervollmacht ist die vom Versicherungsnehmer erteilte Ermächtigung, die den Versicherungsmakler zur Vertretung gegenüber Versicherern in einem festgelegten Umfang berechtigt, ohne dass der Makler dabei im Namen eines Versicherers handelt.
Erklärt auf der Themenseite Vertrieb
Ein Managing General Agent ist ein spezialisierter Vertriebspartner, der im Auftrag eines oder mehrerer risikotragender Versicherer erweiterte Vollmachten zur Zeichnung, Preisgestaltung und Schadenregulierung bestimmter Risikosegmente ausübt.
Ein Mangelfolgeschaden ist ein Schaden, der durch einen Mangel einer Sache oder Leistung an anderen Rechtsgütern des Geschädigten entsteht, und ist im Gegensatz zum Mangel selbst regelmässig durch die Haftpflichtversicherung gedeckt.
Medical History Disregarded (MHD) ist die Underwriting-Basis für Firmengruppenverträge in der internationalen Krankenversicherung, bei der der Versicherer auf jede Gesundheitsprüfung verzichtet und Vorerkrankungen der Mitarbeitenden ab dem ersten Tag mitversichert; sie wird marktüblich ab einer Mindestgruppengrösse von etwa 15 bis 20 Personen angeboten und ist die teuerste, aber inklusivste Underwriting-Variante.
Medizinische Evakuierung ist der versicherte, medizinisch notwendige Transport einer Person in das nächstgelegene geeignete Spital, wenn die lokale Versorgung unzureichend ist; Rückführung (Repatriation) ist der anschliessende Transport ins Wohnsitz- oder Heimatland, einschliesslich der Überführung sterblicher Überreste (Repatriation of Mortal Remains).
Medizinische Inflation (Medical Trend) ist die jährliche Steigerungsrate der Gesundheitskosten pro versicherte Person, die sich aus Preis-, Mengen- und Behandlungsmix-Effekten zusammensetzt und regelmässig über der allgemeinen Teuerung liegt; für 2026 erwarten Versicherer laut WTW weltweit 10,3 % (Asien-Pazifik 14,0 %, Nordamerika 9,2 %, Europa 8,2 %), was den zentralen Prämientreiber der internationalen Krankenversicherung darstellt.
Ein Mehrfachagent vermittelt Versicherungsverträge für mehrere, voneinander unabhängige Versicherer, ohne wie ein Makler primär die Interessen des Kunden zu vertreten.
Erklärt auf der Themenseite Vertrieb
Mietsachschäden sind Schäden, die ein Mieter an der von ihm gemieteten Immobilie verursacht und für die er dem Vermieter gegenüber gesetzlich haftet; die private Haftpflichtversicherung deckt dieses Risiko regelmässig als Einschlussleistung.
Die Militärversicherung ist die Schweizer Sozialversicherung, die Angehörige der Armee, des Zivilschutzes und weiterer Dienstpflichtiger gegen die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen von Gesundheitsschädigungen während des Dienstes versichert.
Erklärt auf der Themenseite Sozialversicherung
Die Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE) ist der in Prozent ausgedrückte Massstab der gesetzlichen Unfallversicherung in Deutschland und Österreich für die abstrakte Einbusse an Arbeitsmöglichkeiten auf dem gesamten Gebiet des Erwerbslebens infolge eines Versicherungsfalls (§ 56 Abs. 2 SGB VII, § 203 ASVG); sie wird nach medizinischen Erfahrungswerten festgelegt und bestimmt Anspruch und Höhe von Verletzten- beziehungsweise Versehrtenrente.
Die Mindestkapitalanforderung (MCR) ist die absolute Untergrenze an anrechenbaren Eigenmitteln nach Solvency II, deren Unterschreitung die Aufsichtsbehörde zum sofortigen Entzug der Zulassung berechtigt.
Mitverschulden bezeichnet die Rechtsdoktrin, wonach ein Schadenersatzanspruch des Geschädigten anteilig gekürzt wird, soweit dieser den eigenen Schaden durch eigenes fahrlässiges Verhalten mitverursacht hat.
Mitversicherung bezeichnet die Aufteilung eines einzelnen Risikos auf mehrere Versicherer, die jeweils einen festgelegten Anteil des Risikos und der Prämie eigenständig übernehmen.
Erklärt auf der Themenseite Vertragsrecht
Der Mitwirkungsanteil ist der in der Unfallversicherung ermittelte prozentuale Anteil, in dem Krankheiten oder Gebrechen an einer unfallbedingten Gesundheitsschädigung oder ihren Folgen mitgewirkt haben, und führt ab einer vertraglichen Schwelle – nach den AUB 2020 ab 25 Prozent – zur anteiligen Minderung des Invaliditätsgrads oder der Leistung.
Das Modellrisiko ist die Gefahr fehlerhafter unternehmerischer Entscheidungen infolge unzutreffender Annahmen, Fehler oder einer unsachgemässen Anwendung von quantitativen Modellen in Kapitalanlage, Reservierung oder Risikomanagement.
Moratorium Underwriting ist ein Risikoprüfungsverfahren der internationalen Krankenversicherung ohne Gesundheitsfragebogen: Vorerkrankungen aus einem Rückblickzeitraum vor Vertragsbeginn (typischerweise fünf Jahre) sind zunächst automatisch ausgeschlossen und werden erst versichert, wenn die Person eine Stabilitätsperiode (meist 24 Monate) ohne Symptome, Behandlung, Medikation oder ärztlichen Rat überstanden hat; die Prüfung erfolgt erst im Leistungsfall.
Das Morbiditätsrisiko ist die Gefahr, dass die tatsächliche Erkrankungshäufigkeit oder -schwere eines Versichertenkollektivs von den bei der Prämienkalkulation zugrunde gelegten Annahmen abweicht.
Das Mortalitätsrisiko ist die Gefahr, dass die tatsächliche Sterblichkeit eines Versichertenkollektivs in der Todesfallversicherung höher ausfällt als bei der Kalkulation der Rechnungsgrundlagen angenommen.
Erklärt auf der Themenseite Lebensversicherung
Musterbedingungen sind unverbindliche Referenzformulierungen für Versicherungsbedingungen, die von Verbänden herausgegeben werden und den einzelnen Versicherern als Orientierung für die eigene Vertragsgestaltung dienen.
Erklärt auf der Themenseite Vertragsrecht
Die Nachdeckung ist der gesetzlich garantierte, befristete Fortbestand des Todesfall- und Invaliditätsschutzes der beruflichen Vorsorge nach Beendigung eines Arbeitsverhältnisses, bevor ein neues Vorsorgeverhältnis entsteht.
Erklärt auf der Themenseite Berufliche Vorsorge
Die Nachfrist ist eine gesetzlich vorgeschriebene zusätzliche Zahlungsfrist, die der Versicherer dem Versicherungsnehmer bei Nichtzahlung eines Folgebeitrags einräumen muss, bevor Leistungsfreiheit oder Kündigung eintreten können.
Die Nachhaftung ist der zeitliche Anschluss der Versicherungsdeckung an eine bereits beendete Haftpflicht- oder Rückversicherungsdeckung, der noch nicht gemeldete Schäden aus der vorangegangenen Deckungsperiode abdeckt.
Completed Operations bezeichnet die Haftpflichtdeckung für Personen- und Sachschäden, die erst nach Abschluss und Abnahme einer vom Versicherungsnehmer erbrachten Leistung eintreten.
Die Nachversicherungsgarantie ist das vertraglich eingeräumte Recht, den Versicherungsschutz einer Lebens- oder Berufsunfähigkeitsversicherung bei bestimmten biografischen Ereignissen ohne erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen.
Die NAIC ist die Standard-Setzungs- und Koordinationsorganisation der einzelstaatlichen Versicherungsaufsichtsbehörden der USA, die Musterregelwerke entwickelt und die Zusammenarbeit der Aufsicht zwischen den Bundesstaaten fördert.
In der Gruppenunfallversicherung können die versicherten Personen entweder namentlich in der Police aufgeführt oder – als «unnamed basis» – nur über Personenkategorien, Kopfzahl oder Lohnsumme umschrieben werden; bei der nicht namentlichen Versicherung sind Ein- und Austritte automatisch mitversichert, und der Versicherungsnehmer deklariert den Bestand periodisch nach.
Die Naturalrestitution ist die Wiederherstellung des Zustands, der ohne das schädigende Ereignis bestanden hätte, im Gegensatz zum Wertersatz durch eine reine Geldzahlung.
Der Nettobeitrag ist der versicherungsmathematisch nach dem Äquivalenzprinzip berechnete Risikobeitrag ohne Zuschläge für Kosten, Gewinn und Sicherheit, der ausschliesslich den erwarteten Barwert der Versicherungsleistung deckt.
Erklärt auf der Themenseite Aktuariat
Eine Nettopolice ist ein Versicherungsvertrag, dessen Beitrag keine Vertriebsprovision enthält, weil die Beratungsleistung gesondert und offen zwischen Kunde und Vermittler honoriert wird.
Erklärt auf der Themenseite Vertrieb
Die Nettoretention ist der Anteil eines übernommenen Risikos, den ein Versicherer oder Rückversicherer nach Berücksichtigung aller vorhandenen Rückversicherungsschutzmassnahmen tatsächlich auf eigene Rechnung trägt.
Erklärt auf der Themenseite Rückversicherung
Die Nettoverzinsung ist die tatsächlich erzielte Kapitalanlagerendite eines Lebensversicherers nach Abzug der Kapitalanlageverwaltungskosten, bezogen auf den durchschnittlichen Bestand der Kapitalanlagen.
Erklärt auf der Themenseite Kapitalanlage
Die Neuwertversicherung ersetzt im Schadenfall die Kosten für die Wiederherstellung oder Wiederbeschaffung einer versicherten Sache in neuwertigem Zustand, ohne Abzug für Alter und Abnutzung.
Der Nichtberufsunfall ist nach Art. 8 UVG jeder Unfall, der kein Berufsunfall ist; in der Schweiz sind Arbeitnehmende, die mindestens acht Stunden pro Woche beim gleichen Arbeitgeber arbeiten, obligatorisch auch gegen Nichtberufsunfälle versichert, wobei die NBU-Prämie grundsätzlich zu ihren Lasten geht.
Die nichtproportionale Rückversicherung teilt Schäden nicht nach einem festen Prozentsatz, sondern nach der Schadenhöhe auf: Der Rückversicherer haftet erst, wenn ein Schaden eine vereinbarte Priorität überschreitet.
Der Nutzungsausfall ist der wirtschaftliche Nachteil, der einem Geschädigten dadurch entsteht, dass er eine beschädigte Sache, insbesondere ein Kraftfahrzeug, während der Reparatur- oder Wiederbeschaffungszeit nicht nutzen kann.
Die OAK BV ist die schweizerische Bundesbehörde, welche die einheitliche Anwendung der Aufsicht über die Vorsorgeeinrichtungen der zweiten Säule durch die regionalen Aufsichtsbehörden sicherstellt.
Erklärt auf der Themenseite Berufliche Vorsorge
Eine Obliegenheit ist eine dem Versicherungsnehmer auferlegte Verhaltenspflicht, deren schuldhafte Verletzung nicht zu Schadenersatz, sondern zu Leistungskürzung oder Leistungsfreiheit des Versicherers führen kann.
Die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) ist die Schweizer Grundversicherung nach KVG: Jede Person mit Wohnsitz in der Schweiz muss sich versichern (Art. 3 KVG), jeder zugelassene Versicherer muss sie ohne Gesundheitsprüfung aufnehmen, und der Leistungskatalog (Art. 25 ff. KVG) ist für alle Versicherer identisch.
Das Obligo ist der Gesamtbetrag der offenen, gegenüber einem bestimmten Abnehmer bestehenden Forderungen, auf den sich der Versicherungsschutz einer Kreditversicherung zu einem bestimmten Zeitpunkt bezieht.
Die offene Deckung ist ein Rahmenversicherungsvertrag in der Transportversicherung, der alle künftigen Sendungen eines Versicherungsnehmers innerhalb definierter Bedingungen automatisch und ohne Einzelanmeldung deckt.
Erklärt auf der Themenseite Transportversicherung
Die ÖGK ist der grösste Träger der gesetzlichen Krankenversicherung in Österreich und deckt Sachleistungen wie ärztliche Behandlung, Krankenhausaufenthalt und Arzneimittel für unselbständig Erwerbstätige ab.
Der Versicherungsombudsmann ist eine unabhängige Schlichtungsstelle, die Streitigkeiten zwischen Versicherungsnehmern und Versicherern aussergerichtlich und für den Verbraucher kostenfrei beilegt.
Das operationelle Risiko ist die Gefahr eines Verlusts, der aus unzulänglichen internen Prozessen, Mitarbeitern, Systemen oder externen Ereignissen resultiert, und zählt unter Solvency II zu den eigenständigen Risikokategorien.
Die Orderpolice ist ein in der Transportversicherung gebräuchliches, durch Indossament übertragbares Versicherungspapier, das die Rechte aus dem Versicherungsvertrag an eine im Papier genannte oder deren Order benannte Person bindet.
Der ORSA ist der von jedem Versicherer unter Solvency II durchzuführende, unternehmensindividuelle Prozess zur Beurteilung seines Gesamtsolvabilitätsbedarfs unter Berücksichtigung seines spezifischen Risikoprofils.
Die Auslagerung ist die vertraglich vereinbarte Übertragung von Funktionen oder Tätigkeiten eines Versicherers auf einen Dienstleister, die andernfalls vom Versicherer selbst erbracht würden, und unterliegt besonderen aufsichtsrechtlichen Anforderungen.
Bei der Pauschalpolice wird für mehrere versicherte Objekte oder Risikoarten eine einzige Gesamtversicherungssumme vereinbart, ohne dass diese auf die einzelnen Positionen aufgeteilt wird.
Eine Pensionskasse ist ein rechtlich selbstständiger Versorgungsträger der betrieblichen Altersvorsorge, der von einem oder mehreren Trägerunternehmen errichtet wird, um Versorgungsleistungen an deren Beschäftigte zu erbringen.
Die Pensionszusage ist eine arbeitsrechtliche Verpflichtung des Arbeitgebers, einem Mitarbeitenden im Alter, bei Invalidität oder dessen Hinterbliebenen im Todesfall eine bestimmte Pensionsleistung direkt aus dem Unternehmen zu erbringen.
Permanent Total Disablement (PTD) bezeichnet in Personal-Accident-Wordings die dauerhafte, vollständige und nicht mehr behebbare Unfähigkeit einer versicherten Person, infolge eines Unfalls einer Erwerbstätigkeit nachzugehen; sie löst in der Regel eine Kapitalleistung von 100 % der Versicherungssumme aus.
Ein Personenschaden ist eine Verletzung der Gesundheit oder des Körpers eines Menschen bis hin zum Tod und bildet neben dem Sachschaden die zentrale Schadenkategorie in der Haftpflichtversicherung.
Erklärt auf der Themenseite Haftpflichtversicherung
Die Personenversicherung ist die übergeordnete Versicherungssparte, die Risiken absichert, die unmittelbar an die Person des Versicherten anknüpfen, insbesondere Leben, Gesundheit und Arbeitskraft.
Das Pflegegeld ist eine österreichische Bundesleistung, die pflegebedürftigen Personen unabhängig von Einkommen und Vermögen einen pauschalen Beitrag zu den Kosten der Betreuung gewährt.
Eine Pflichtversicherung ist eine gesetzlich vorgeschriebene Versicherung, deren Abschluss zwingende Voraussetzung für die Ausübung einer bestimmten Tätigkeit oder die Zulassung eines Risikos ist.
Die Police ist das vom Versicherer ausgestellte Dokument, das den Abschluss und den wesentlichen Inhalt eines Versicherungsvertrags schriftlich bestätigt.
Das Policendarlehen ist ein Darlehen, das ein Lebensversicherer dem Versicherungsnehmer gegen Verpfändung des Rückkaufswerts einer rückkaufsfähigen Lebensversicherung gewährt.
Bei der Policenverpfändung werden die Ansprüche aus einer Lebensversicherung als Sicherheit für eine Forderung eines Dritten (z.B. einer Bank) verpfändet, ohne dass der Versicherungsnehmer wechselt.
Ein Versicherungspool ist ein Zusammenschluss mehrerer Versicherer, die ein bestimmtes Risiko gemeinsam nach einem festgelegten Verteilungsschlüssel zeichnen, um Kapazität und Fachwissen für schwer versicherbare Risiken zu bündeln.
Die Prämie ist das vom Versicherungsnehmer als Gegenleistung für die Übernahme des Risikos durch den Versicherer zu entrichtende Entgelt und die zentrale Hauptleistungspflicht des Versicherungsnehmers.
Erklärt auf der Themenseite Vertragsrecht
Die Prämienbefreiung ist eine Zusatzdeckung in der Lebensversicherung, welche die weitere Prämienzahlungspflicht bei eingetretener Erwerbsunfähigkeit des Versicherungsnehmers übernimmt, ohne dass der Versicherungsschutz reduziert wird.
Die individuelle Prämienverbilligung (IPV) ist der sozialpolitische Ausgleich zur Kopfprämie der Schweizer Grundversicherung: Nach Art. 65 KVG gewähren die Kantone Versicherten in bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen Prämienverbilligungen, die vom Bund mit einem Beitrag von 7,5 % der OKP-Bruttokosten mitfinanziert werden (Art. 66 KVG).
Der Prämienverzug ist das Ausbleiben der fristgerechten Zahlung eines fälligen Versicherungsbeitrags durch den Versicherungsnehmer und löst ein gesetzlich geregeltes Mahnverfahren mit abgestuften Rechtsfolgen aus.
Die Progression ist eine in der privaten Unfallversicherung vereinbarte Leistungsstaffel, bei der die Invaliditätsleistung ab einem bestimmten Invaliditätsgrad überproportional ansteigt und bei Vollinvalidität ein Mehrfaches der Grundsumme – marktüblich 225, 350 oder 500 Prozent – erreicht.
Die proportionale Rückversicherung teilt Prämien und Schäden zwischen Zedent und Rückversicherer nach einem von vornherein festgelegten, festen Prozentsatz auf.
Die prospektive Reserve ist eine Methode zur Berechnung der Deckungsrückstellung, bei der die Rückstellung als Barwert der künftigen erwarteten Versicherungsleistungen abzüglich der künftigen erwarteten Nettobeiträge ermittelt wird.
Die Provision ist das erfolgsabhängige, üblicherweise als Prozentsatz der vermittelten Prämie berechnete Entgelt, das ein Versicherer einem Vermittler für die Vermittlung oder Betreuung eines Versicherungsvertrags zahlt.
Die PVA ist der grösste Träger der gesetzlichen Pensionsversicherung in Österreich und erbringt Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenpensionen für unselbständig Erwerbstätige.
Die Quadratmeter-Methode ist ein Verfahren zur Ermittlung des Versicherungswerts eines Gebäudes anhand seiner Wohn- oder Nutzfläche und eines Quadratmeterpreises, das häufig zur Festlegung der Versicherungssumme herangezogen wird.
Die qualifizierte Mahnung ist eine schriftliche Zahlungsaufforderung des Versicherers bei Verzug mit einer Folgeprämie, die den rückständigen Betrag, eine Zahlungsfrist und einen Hinweis auf die Rechtsfolgen der Nichtzahlung enthalten muss.
Ein Quotentarif ist ein Krankenversicherungstarif, der Heilbehandlungskosten nicht vollständig, sondern nur bis zu einem vorab vereinbarten Prozentsatz erstattet, häufig zur Ergänzung anderer Kostenträger.
Das Quotenvorrecht bestimmt, dass ein Geschädigter, der von seinem eigenen Versicherer nicht vollständig entschädigt wurde, seine verbleibende Restforderung gegenüber dem Schädiger vor dem Regressanspruch seines Versicherers befriedigt bekommt.
Der Rechnungszins ist der bei der Prämien- und Deckungsrückstellungsberechnung in der Lebensversicherung zugrunde gelegte, vorsichtig festgelegte kalkulatorische Zinssatz für künftige Kapitalanlageerträge.
Reduktion bezeichnet die beitragsfreie Fortführung einer kapitalbildenden Lebens- oder Rentenversicherung mit entsprechend herabgesetzter Versicherungssumme, wenn die Prämienzahlung eingestellt wird.
Die Regionalklasse ist ein Tarifierungsmerkmal der Kraftfahrtversicherung, das den Zulassungsbezirk des Fahrzeughalters anhand der dort beobachteten Schadenerfahrung in eine von mehreren Risikoklassen einordnet.
Regress bezeichnet den Rückgriff eines Versicherers, der eine Leistung erbracht hat, auf den Schädiger oder eine sonstige ersatzpflichtige dritte Person, um den geleisteten Betrag zurückzufordern.
Die Reisetage-Deklaration ist die Prämienbasis der Geschäftsreiseversicherung: Der Arbeitgeber meldet zu Vertragsbeginn die geschätzte Zahl der Reisetage oder Reisen eines Versicherungsjahres, die Prämie wird darauf provisorisch berechnet und am Jahresende oder bei Erneuerung anhand der effektiven Zahlen angepasst; alternativ wird auf Basis der Mitarbeitendenzahl (Headcount) tarifiert.
Die Repräsentantenhaftung besagt, dass sich der Versicherungsnehmer das Verhalten und Wissen einer Person, die an seiner Stelle die Vertragsverwaltung oder Risikoverwaltung eigenverantwortlich wahrnimmt, zurechnen lassen muss.
Das Reservierungsrisiko ist das Risiko, dass die von einem Versicherer gebildeten versicherungstechnischen Rückstellungen für bereits eingetretene Schäden nicht ausreichen, um die tatsächlichen künftigen Zahlungen zu decken.
Erklärt auf der Themenseite Aktuariat
Retrozession bezeichnet die Weiterübertragung eines von einem Rückversicherer übernommenen Risikos an einen weiteren Rückversicherer, den sogenannten Retrozessionär.
Erklärt auf der Themenseite Rückversicherung
Die Rezeptgebühr ist der gesetzlich festgelegte Selbstbehalt, den Versicherte der österreichischen gesetzlichen Krankenversicherung je verordneter Medikamentenpackung zu entrichten haben.
Riester-Zulagen sind die staatliche Förderung einer privaten kapitalgedeckten Altersvorsorge in Deutschland, bestehend aus Grundzulage und Kinderzulage nach §§ 79 ff. EStG.
Erklärt auf der Themenseite Altersvorsorge
Der Risikoausgleich nach Art. 16 ff. KVG gleicht Unterschiede in der Risikostruktur zwischen den Krankenversicherern aus: Versicherer mit unterdurchschnittlichem Risiko zahlen Abgaben, Versicherer mit überdurchschnittlichem Risiko erhalten Beiträge; Indikatoren sind Alter, Geschlecht, Spital- oder Pflegeheimaufenthalt im Vorjahr und pharmazeutische Kostengruppen (PCG). Durchgeführt wird er von der Gemeinsamen Einrichtung KVG.
Der Risikozuschlag ist ein Aufschlag auf die erwartungswert- basierte Nettoprämie, mit dem ein Versicherer die Unsicherheit der Schadenschätzung und die Volatilität des übernommenen Risikos vergütet bekommt.
Rückfall und Spätfolgen bezeichnen in der Unfallversicherung das Wiederaufflackern einer als geheilt betrachteten Unfallverletzung beziehungsweise das erstmalige Auftreten von Unfallfolgen nach längerer Zeit, für die die schweizerische obligatorische Unfallversicherung nach Art. 11 UVV auch nach Fallabschluss leistet, sofern der Kausalzusammenhang mit dem Unfall überwiegend wahrscheinlich ist.
Der Rückkaufswert ist der Betrag, den ein Lebensversicherer dem Versicherungsnehmer bei vorzeitiger Kündigung eines kapitalbildenden Vertrags auszahlt; er entspricht dem Deckungskapital abzüglich eines Stornoabzugs.
Der Rückversicherer ist das Unternehmen, das gegen Prämie Risiken oder Risikoanteile von einem Erstversicherer (Zedent) übernimmt und diesem im Schadenfall anteilig Deckung gewährt.
Erklärt auf der Themenseite Rückversicherung
Das Rückversicherungsdepot ist ein vom Zedenten einbehaltener oder vom Rückversicherer hinterlegter Sicherheitsbetrag zur Absicherung offener Verpflichtungen aus dem Rückversicherungsvertrag.
Erklärt auf der Themenseite Rückversicherung
Der Rückversicherungsmakler vermittelt und strukturiert im Auftrag eines Zedenten Rückversicherungsverträge und begleitet deren Platzierung am Markt.
Erklärt auf der Themenseite Rückversicherung
Die Rückwärtsdeckung erstreckt den Versicherungsschutz einer Claims-made-Police auch auf Pflichtverletzungen, die bereits vor Versicherungsbeginn, jedoch vor einem festgelegten Rückwärtsdatum begangen wurden.
Das Ruhen setzt den Versicherungsschutz und die Prämienpflicht eines Vertrags vorübergehend aus; die Wiederinkraftsetzung stellt den vollen Versicherungsschutz nach Wegfall des Ruhensgrundes wieder her.
Sabotage bezeichnet die absichtliche Beschädigung oder Zerstörung von Sachen oder Betriebsabläufen durch Dritte aus politischen, ideologischen oder wirtschaftlichen Motiven.
Die Säule 3a ist die steuerlich begünstigte, gebundene Form der privaten Vorsorge in der Schweiz, deren Guthaben bis zu einem jährlichen Höchstbetrag angespart und grundsätzlich erst ab dem gesetzlichen Referenzalter bezogen werden kann.
Die Säule 3b ist die freie, nicht gebundene Form der privaten Vorsorge in der Schweiz, deren Kapital jederzeit verfügbar ist und die kaum steuerlichen Einschränkungen unterliegt.
Ein Schaden ist die unfreiwillige Einbusse an materiellen oder immateriellen Werten, die durch ein versichertes Ereignis verursacht wird und den Versicherungsfall auslöst.
Das Schadenereignisprinzip macht die Deckung eines Haftpflichtschadens davon abhängig, dass das schädigende Ereignis während der laufenden Versicherungsperiode eintritt, unabhängig vom Zeitpunkt der Anspruchserhebung.
Erklärt auf der Themenseite Haftpflichtversicherung
Die Schadenfreiheitsklasse ist die konkrete Einstufung eines Kraftfahrtversicherungsvertrags innerhalb des Bonus-Malus- Systems, die sich nach der Anzahl unfallfrei gefahrener Jahre richtet.
Die Schadenminderungspflicht verpflichtet den Versicherungsnehmer, im Versicherungsfall zumutbare Massnahmen zur Abwendung oder Minderung des Schadens zu ergreifen.
Die Schadenquote setzt den in einer Periode angefallenen Schadenaufwand ins Verhältnis zur verdienten Prämie und ist eine zentrale Kennzahl zur Beurteilung der versicherungs- technischen Rentabilität.
Die Schwankungsrückstellung ist eine handelsrechtliche Rückstellung, die überdurchschnittlich gute Schadenjahre zum Ausgleich künftiger, überdurchschnittlich schlechter Schadenjahre in stark schwankenden Sparten reserviert.
Der Selbstbehalt ist der vertraglich vereinbarte Teil eines Schadens, den der Versicherungsnehmer selbst trägt, bevor die Versicherungsleistung einsetzt.
Erklärt auf der Themenseite Vertragsgestaltung
Ein Sengschaden ist eine Hitzeeinwirkung auf eine Sache ohne offene Flammenbildung, die in der Sachversicherung anders als ein Brandschaden behandelt und regelmässig vom Standardumfang ausgeschlossen wird.
Die Sicherheitsevakuierung ist die in der Geschäftsreiseversicherung organisierte und bezahlte Verbringung einer versicherten Person an den nächsten sicheren Ort oder ins Wohnsitzland, wenn politische Unruhen, Krieg, Terror, Naturkatastrophen, Ausweisung oder eine behördliche Ausreiseempfehlung den Verbleib im Gastland unzumutbar machen – im Unterschied zur medizinisch indizierten Evakuierung.
Die Solidarhaftung liegt vor, wenn mehrere Personen für denselben Schaden je einzeln gegenüber dem Geschädigten für das Ganze haften, wobei der Geschädigte den vollen Ersatz von jedem einzelnen Haftpflichtigen verlangen kann.
Die Solvabilitätsquote setzt die anrechnungsfähigen Eigenmittel eines Versicherers ins Verhältnis zur Solvenzkapitalanforderung und zeigt an, um welchen Faktor die aufsichtsrechtliche Mindestkapitalausstattung erfüllt ist.
Die Solvenzkapitalanforderung ist unter Solvency II das Kapital, das ein Versicherer vorhalten muss, um auch bei einem statistisch einmal in 200 Jahren erwarteten Extremereignis noch ausreichend Eigenmittel zu besitzen.
Sonderkündigungsrechte berechtigen Versicherer oder Versicherungsnehmer, einen Versicherungsvertrag ausserhalb der ordentlichen Fälligkeit vorzeitig zu beenden, etwa nach einem Schadenfall oder bei Eigentümerwechsel der versicherten Sache.
Die Sozialversicherungsunterstellung bei Entsendung bestimmt, welchem nationalen Sozialversicherungsrecht eine vorübergehend im Ausland eingesetzte Arbeitskraft unterliegt: Innerhalb von EU/EFTA und der Schweiz gilt nach der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 stets nur ein Recht, bei Entsendungen bis 24 Monate bleibt das Recht des Entsendestaats anwendbar (Bescheinigung A1); in die Schweiz Entsandte aus Abkommensstaaten können nach Art. 2 Abs. 5 KVV auf Gesuch von der KVG-Versicherungspflicht befreit werden, wenn der Arbeitgeber eine gleichwertige Deckung garantiert.
Eine Sterbetafel gibt für jedes Alter die statistische Wahrscheinlichkeit an, innerhalb eines Jahres zu sterben, und dient als Grundlage für die Prämien- und Rückstellungskalkulation in der Lebensversicherung.
Die steuerliche Behandlung arbeitgeberfinanzierter Gruppenunfallversicherungen regelt, ob und wann die Beiträge als Arbeitslohn gelten: In Deutschland hängt der Zufluss vom Direktanspruch der Mitarbeitenden ab, und die Lohnsteuer kann nach § 40b Abs. 3 EStG mit 20 % pauschaliert werden; in der Schweiz sind Arbeitgeberbeiträge an Kollektiv-UVG-Zusatzversicherungen im Lohnausweis nicht zu deklarieren; in Österreich sind Zuwendungen zur Zukunftssicherung bis 300 EUR jährlich steuerfrei.
Storno bezeichnet die vorzeitige Beendigung eines Versicherungsvertrags vor dem regulären Ablauf, insbesondere durch Kündigung, Nichtzahlung der Prämie oder Widerruf.
Ein Stresstest untersucht, wie sich die finanzielle Lage eines Versicherers unter einem hypothetischen, aussergewöhnlich ungünstigen Szenario entwickeln würde, um Widerstandsfähigkeit und Kapitalausstattung zu prüfen.
Ein Stromwirkungsschaden ist ein Schaden an elektrischen Einrichtungen oder Geräten, der durch die unmittelbare Wirkung von elektrischem Strom (z.B. Kurzschluss, Überspannung, Kabelbrand) verursacht wird, ohne dass ein Brand im Sinne der Feuerversicherung vorliegt.
Sturm ist eine wetterbedingte Luftbewegung ab einer vertraglich definierten Mindestwindstärke, die als Elementargefahr in der Sachversicherung mitversichert ist.
Das Subsidiaritätsprinzip regelt, dass eine Versicherung nur nachrangig leistet, wenn und soweit keine andere, vorrangig zuständige Versicherung für denselben Schaden eintritt.
Der Summenexzedent ist eine Form der proportionalen Rückversicherung, bei der der Rückversicherer nur den Teil einer Versicherungssumme übernimmt, der eine vom Erstversicherer festgelegte Selbstbehaltslinie übersteigt.
Die SUVA ist die grösste Durchführerin der obligatorischen Unfallversicherung in der Schweiz und versichert insbesondere Betriebe der gewerblichen und industriellen Wirtschaft.
Die Durchführung der obligatorischen Unfallversicherung in der Schweiz ist zweigeteilt: Betriebe der in Art. 66 UVG aufgezählten Branchen sind zwingend bei der Suva versichert, alle übrigen Arbeitgeber wählen einen registrierten Privatversicherer, eine öffentliche Unfallversicherungskasse oder eine Krankenkasse (Art. 68 UVG); die Ersatzkasse UVG (Art. 72 f. UVG) fängt Arbeitnehmende nicht versicherter Arbeitgeber auf.
SwissDRG ist das seit 2012 geltende Fallpauschalensystem für akutstationäre Spitalleistungen in der Schweiz (Art. 49 KVG): Jeder Spitalaufenthalt wird einer diagnosebezogenen Fallgruppe mit Kostengewicht zugeordnet und mit dem spitalindividuellen Basispreis multipliziert; die Vergütung teilen sich Wohnkanton (mindestens 55 %) und Krankenversicherer (höchstens 45 %) nach Art. 49a KVG.
Die Table of Benefits (auch Table of Events oder Continental Scale) ist die in internationalen Personal-Accident-Wordings enthaltene Tabelle, die jedem versicherten Ereignis – Tod, Verlust von Gliedmassen, Sehkraft, Gehör oder dauernder Invalidität – einen festen Prozentsatz der Versicherungssumme zuordnet und damit das Pendant zur deutschen Gliedertaxe bildet.
Der Tarif ist das für eine Versicherungssparte oder ein Produkt festgelegte System von Prämiensätzen und Tarifierungsmerkmalen, anhand dessen die Prämie für ein konkretes Risiko berechnet wird.
TARMED war von 2004 bis 2025 der gesamtschweizerische Einzelleistungstarif für ambulante ärztliche Leistungen; seit dem 1. Januar 2026 ist er durch das vom Bundesrat genehmigte Gesamt-Tarifsystem aus TARDOC (Einzelleistungstarif mit rund 1'400 Positionen) und rund 300 Ambulanten Pauschalen abgelöst, das von der OAAT AG gepflegt wird. Die Vergütung ergibt sich aus Taxpunkten mal kantonalem Taxpunktwert.
Ein Teilungsabkommen ist eine zwischen Versicherern geschlossene Vereinbarung, wonach bei bestimmten Schadenkonstellationen mit ungeklärter oder streitiger Haftungsquote auf eine Einzelfallprüfung verzichtet und der Schaden nach einem festen Schlüssel geteilt wird.
Temporary Total Disablement (TTD) ist die in Personal-Accident-Wordings definierte vorübergehende Unfähigkeit einer versicherten Person, infolge eines Unfalls ihrer bisherigen Berufstätigkeit nachzugehen; sie wird durch ein wöchentliches Taggeld (Weekly Benefit) entschädigt, das auf den Lohn oder einen Lohnanteil begrenzt, mit einer Karenzfrist versehen und auf eine maximale Bezugsdauer beschränkt ist.
Die Terrorversicherung deckt Sach- und Betriebsunterbrechungs- schäden, die durch terroristische Handlungen verursacht werden, und wird aufgrund der schweren Kalkulierbarkeit des Risikos häufig gesondert von der Standarddeckung angeboten.
Tiers garant und Tiers payant bezeichnen die beiden Vergütungssysteme der Schweizer Krankenversicherung nach Art. 42 KVG: Beim Tiers garant schuldet die versicherte Person dem Leistungserbringer die Vergütung und erhält sie vom Versicherer zurückerstattet; beim Tiers payant schuldet der Versicherer die Vergütung direkt dem Leistungserbringer. Bei stationärer Behandlung gilt von Gesetzes wegen Tiers payant.
Die Todesfallleistung ist die vertraglich vereinbarte Versicherungsleistung, die ein Lebensversicherer bei Tod der versicherten Person an die begünstigte Person auszahlt.
Ein Totalschaden liegt vor, wenn eine versicherte Sache vollständig zerstört, unwiederbringlich verloren oder wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll reparierbar ist.
Treu und Glauben verpflichtet Versicherungsnehmer und Versicherer zu redlichem, auf gegenseitiges Vertrauen gegründetem Verhalten bei Vertragsanbahnung, -durchführung und Schadenregulierung.
Die Typklasse ist ein Tarifierungsmerkmal der Kraftfahrtversicherung, das ein Fahrzeugmodell anhand seiner modellspezifischen Schadenerfahrung in eine von mehreren Risikoklassen einordnet.
Überversicherung liegt vor, wenn die vereinbarte Versicherungssumme den tatsächlichen Versicherungswert erheblich übersteigt, wodurch dem Versicherungsnehmer im Schadenfall keine über den Wert hinausgehende Leistung zusteht.
Ultimate Net Loss bezeichnet in der Rückversicherung den gesamten, endgültig vom Erstversicherer zu tragenden Schadenbetrag nach Abzug anderweitiger Rückversicherungen und Rückgewinnungen, jedoch vor Anwendung des Rückversicherungsvertrags.
Im Umlagesystem finanzieren die laufenden Beiträge der aktiven Beitragszahler unmittelbar die laufenden Versorgungsleistungen an die aktuellen Leistungsempfänger, ohne Bildung eines individuellen Kapitalstocks.
Ein unabhängiger Versicherungsvermittler handelt im Interesse des Kunden und ist nicht rechtlich oder wirtschaftlich an einen bestimmten Versicherer gebunden, im Unterschied zum gebundenen Versicherungsvertreter.
Underwriting ist der Prozess der Risikoprüfung, -selektion und -bepreisung, mit dem ein Versicherer entscheidet, ob und zu welchen Bedingungen er ein Risiko zeichnet.
Erklärt auf der Themenseite Underwriting
Die unfallähnliche Körperschädigung ist eine in Art. 6 Abs. 2 UVG abschliessend aufgezählte Verletzung – etwa Knochenbruch, Meniskusriss, Sehnenriss oder Bandläsion –, für die die schweizerische obligatorische Unfallversicherung auch ohne Erfüllung des Unfallbegriffs leistet, sofern die Schädigung nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist.
Der Unfallbegriff bezeichnet die vertragliche oder gesetzliche Definition des Unfalls als plötzlich, unfreiwillig und von aussen auf den Körper wirkendes Ereignis, das eine Gesundheitsschädigung verursacht, und grenzt damit den Versicherungsfall der Unfallversicherung gegen Krankheit und Abnützung ab.
Die Unfallrente ist eine in der privaten Unfallversicherung vereinbarte monatliche Leistung in Höhe der vereinbarten Rentensumme, die ab Erreichen eines bestimmten unfallbedingten Invaliditätsgrads – marktüblich 50 Prozent – lebenslang gezahlt wird.
Die Unklarheitenregel besagt, dass mehrdeutige Klauseln in Versicherungsbedingungen im Zweifel zulasten des Versicherers als Verfasser der Bedingungen ausgelegt werden.
Eine Unternehmensanleihe ist ein von einem Unternehmen begebenes festverzinsliches Wertpapier und eine der wichtigsten Anlageklassen im Kapitalanlagenportfolio von Versicherern.
Erklärt auf der Themenseite Kapitalanlage
Unterversicherung liegt vor, wenn die vereinbarte Versicherungssumme niedriger ist als der tatsächliche Versicherungswert; die Entschädigung wird dann nach der Proportionalitätsregel gekürzt.
Unverfallbarkeit bezeichnet den Erhalt eines bereits erworbenen Anspruchs auf eine betriebliche Altersvorsorge- leistung auch nach vorzeitigem Ausscheiden aus dem Arbeitsverhältnis vor Eintritt des Versorgungsfalls.
Das UVG regelt die obligatorische Versicherung der Arbeitnehmenden in der Schweiz gegen die wirtschaftlichen Folgen von Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten.
Die UVG-Invalidenrente ist die Dauerleistung der obligatorischen Unfallversicherung bei unfallbedingter Invalidität von mindestens 10 Prozent (Art. 18 UVG); sie beträgt bei Vollinvalidität 80 Prozent des versicherten Verdienstes und wird beim Zusammentreffen mit einer IV- oder AHV-Rente als Komplementärrente bis zu 90 Prozent des versicherten Verdienstes ausgerichtet (Art. 20 UVG).
Das UVG-Taggeld ist der Erwerbsersatz der schweizerischen Unfallversicherung bei unfallbedingter Arbeitsunfähigkeit; es beträgt nach Art. 17 UVG bei voller Arbeitsunfähigkeit 80 Prozent des versicherten Verdienstes und wird ab dem dritten Tag nach dem Unfalltag bis zur Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit oder bis zum Rentenbeginn ausgerichtet.
Der Variationskoeffizient ist das Verhältnis der Standardabweichung zum Erwartungswert einer Verteilung und ein Mass für die relative Volatilität eines Risikos.
Erklärt auf der Themenseite Aktuariat
Der Verantwortliche Aktuar ist eine gesetzlich vorgeschriebene Funktion in Lebens- und Krankenversicherungsunternehmen, die für die Einhaltung aktuarieller Grundsätze bei der Tarifkalkulation und Rückstellungsbildung verantwortlich ist.
Erklärt auf der Themenseite Regulatorik
Verjährung bezeichnet den Ablauf einer gesetzlich festgelegten Frist, nach deren Verstreichen ein Versicherungsanspruch nicht mehr durchsetzbar ist, sofern sich der Anspruchsgegner darauf beruft.
Die Verkehrsopferhilfe ist eine von der Versicherungswirtschaft getragene Institution, die Verkehrsunfallopfer entschädigt, wenn der Schädiger unbekannt, nicht versichert oder der Versicherer zahlungsunfähig ist.
Die Verkehrssicherungspflicht verpflichtet denjenigen, der eine Gefahrenquelle schafft oder unterhält, die nach den Umständen zumutbaren Massnahmen zum Schutz Dritter vor daraus resultierenden Schäden zu treffen.
Das Verletztengeld ist die Entgeltersatzleistung der deutschen gesetzlichen Unfallversicherung bei Arbeitsunfähigkeit infolge eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit (§§ 45 ff. SGB VII); es beträgt 80 Prozent des Regelentgelts, höchstens das Nettoarbeitsentgelt, wird in der Regel nach Ende der sechswöchigen Entgeltfortzahlung gezahlt und endet spätestens mit Ablauf der 78. Woche.
Die Verletztenrente ist die Rente der deutschen gesetzlichen Unfallversicherung an Versicherte, deren Erwerbsfähigkeit infolge eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit über die 26. Woche hinaus um mindestens 20 Prozent gemindert ist (§ 56 SGB VII); die Vollrente beträgt zwei Drittel des Jahresarbeitsverdienstes, die Teilrente den der Minderung der Erwerbsfähigkeit entsprechenden Anteil.
Das Vermittlerregister ist ein öffentlich einsehbares amtliches Verzeichnis, in dem alle zugelassenen Versicherungsvermittler erfasst und registriert sind.
Die Verschuldenshaftung ist die Grundregel der zivilrechtlichen Haftung, wonach ein Schädiger nur dann für einen Schaden aufkommen muss, wenn ihn ein Verschulden – Vorsatz oder Fahrlässigkeit – trifft.
Die Versehrtenrente ist die Rente der österreichischen gesetzlichen Unfallversicherung nach §§ 203 ff. ASVG für Versicherte, deren Erwerbsfähigkeit durch einen Arbeitsunfall oder eine Berufskrankheit über drei Monate hinaus um mindestens 20 Prozent gemindert ist; die Vollrente beträgt 66 2/3 Prozent der Bemessungsgrundlage, die Teilrente den der Minderung der Erwerbsfähigkeit entsprechenden Anteil, Schwerversehrte erhalten eine Zusatzrente.
Die versicherte Reise ist die in der Geschäftsreiseversicherung definierte, vom Arbeitgeber angeordnete vorübergehende berufliche Abwesenheit vom Wohn- oder Arbeitsort – sie beginnt mit dem Verlassen dieses Orts, endet mit der Rückkehr, umfasst in Grenzen angehängte private Ferientage und ist auf eine Höchstdauer von typischerweise 90 bis 365 Tagen beschränkt; Pendelwege sind keine Geschäftsreise.
Der versicherte Verdienst ist die Bemessungsgrundlage aller Geldleistungen der obligatorischen Unfallversicherung nach Art. 15 UVG; er entspricht grundsätzlich dem AHV-pflichtigen Lohn und ist nach Art. 22 Abs. 1 UVV auf CHF 148'200 pro Jahr beziehungsweise CHF 406 pro Tag begrenzt (Stand 2026).
Das versicherte Interesse ist das rechtlich anerkannte wirtschaftliche Interesse einer Person am Nichteintritt eines Versicherungsfalls; es ist Grundvoraussetzung jedes wirksamen Schadenversicherungsvertrags.
Ein Versicherungsagent ist ein selbstständiger Vermittler, der im Auftrag und Namen eines oder mehrerer Versicherer Verträge vermittelt, entweder als Ausschliesslichkeitsagent oder als Mehrfachagent.
Erklärt auf der Themenseite Vertrieb
Der Versicherungsantrag ist die Willenserklärung des künftigen Versicherungsnehmers, mit der er den Abschluss eines Versicherungsvertrags zu bestimmten Bedingungen anbietet.
Erklärt auf der Themenseite Vertrieb
Die Versicherungsaufsichtsbehörde überwacht Versicherungsunternehmen im Interesse der Versicherten mittels rechtlicher, finanzieller und qualitativer Aufsichtsmittel.
Erklärt auf der Themenseite Regulatorik
Der Versicherungsfall ist das im Versicherungsvertrag definierte Ereignis, dessen Eintritt die Leistungspflicht des Versicherers auslöst.
Die Versicherungssumme ist der vertraglich vereinbarte Höchstbetrag, bis zu dem der Versicherer im Schadenfall leistet, und zugleich Grundlage der Prämienberechnung.
Erklärt auf der Themenseite Vertragsgestaltung
In der Gruppenunfallversicherung kann die Versicherungssumme je versicherte Person statt als Fixbetrag als Vielfaches des Jahreslohns vereinbart werden (marktüblich beispielhaft 3- bis 5-mal); die Leistung folgt damit automatisch der Lohnentwicklung, setzt aber eine klare Lohndefinition, eine Höchstgrenze (Salary Cap) und die periodische Deklaration der Lohnsumme voraus.
Versicherungstechnische Rückstellungen sind die bilanziellen Verpflichtungen eines Versicherers gegenüber den Versicherungsnehmern aus bestehenden Verträgen, insbesondere für zukünftige Leistungen und noch nicht abgewickelte Schäden.
Der Versicherungsvertrag ist die rechtliche Vereinbarung, durch die sich der Versicherer gegen Zahlung einer Prämie verpflichtet, im Versicherungsfall die vereinbarte Leistung zu erbringen.
Vertragshaftung ist die Haftung für Schäden, die aus der Nichterfüllung oder Schlechterfüllung vertraglicher Pflichten resultieren, im Unterschied zur deliktischen Haftung.
Erklärt auf der Themenseite Haftpflichtversicherung
Die Vertragsrückversicherung ist eine Rückversicherungsform, bei der der Rückversicherer verpflichtet ist, alle Risiken eines definierten Portefeuilles des Zedenten automatisch zu übernehmen.
Erklärt auf der Themenseite Rückversicherung
Der Vertrauensarzt ist die vom Krankenversicherer bestellte, fachlich unabhängige Ärztin oder der Arzt, die den Versicherer nach Art. 57 KVG in medizinischen Fachfragen sowie bei Vergütung und Tarifanwendung berät und die Leistungsvoraussetzungen prüft; er darf dem Versicherer nur die für den Entscheid notwendigen Angaben weitergeben und wirkt so als Datenschutzfilter zwischen Behandlung und Versicherung.
Vinkulierung bezeichnet die vertragliche Bindung der Verfügung über eine Versicherungsleistung an die Zustimmung eines Dritten, meist eines Kreditgebers, zu dessen Sicherheit die Police verpfändet oder abgetreten wurde.
Bei der Vollwertversicherung entspricht die Versicherungssumme dem vollen Versicherungswert des versicherten Objekts, sodass im Schadenfall grundsätzlich keine Unterversicherung eintreten kann.
Erklärt auf der Themenseite Sachversicherung
Der Vorbehalt ist ein individueller Leistungsausschluss in der privatrechtlichen Kranken-Zusatzversicherung nach VVG, mit dem der Versicherer bestehende oder frühere Erkrankungen und deren Folgen von der Deckung ausnimmt; er beruht auf der Gesundheitsdeklaration (Anzeigepflicht Art. 4 VVG), kann befristet oder unbefristet sein und ist in der Grundversicherung nach KVG unzulässig.
Eine Vorerkrankung ist eine bereits vor Abschluss des Versicherungsvertrags bestehende Erkrankung, deren Angabe im Rahmen der vorvertraglichen Anzeigepflicht relevant für Risikoprüfung und Annahmeentscheid des Versicherers ist.
Vorsatz bezeichnet das wissentliche und gewollte Herbeiführen eines Versicherungsfalls durch den Versicherungsnehmer, das in fast allen Versicherungssparten zwingend vom Versicherungsschutz ausgeschlossen ist.
Altersvorsorge bezeichnet die planmässige finanzielle Absicherung des Lebensstandards im Alter durch staatliche, betriebliche und private Vorsorgeprodukte.
Der Vorsorgeausweis ist das jährliche Dokument der Vorsorgeeinrichtung, das einer versicherten Person Auskunft über ihr Altersguthaben und die zu erwartenden Leistungen der beruflichen Vorsorge gibt.
Erklärt auf der Themenseite Berufliche Vorsorge
Das Vorsorgereglement ist das von einer Vorsorgeeinrichtung erlassene Regelwerk, das die konkreten Rechte und Pflichten der versicherten Personen sowie die Leistungen der beruflichen Vorsorge im Einzelnen festlegt.
Erklärt auf der Themenseite Berufliche Vorsorge
Die vorvertragliche Anzeigepflicht verpflichtet den Antragsteller, dem Versicherer die ihm bekannten gefahrerheblichen Umstände wahrheitsgemäss und vollständig anzuzeigen.
Erklärt auf der Themenseite Vertragsrecht
Ein Wagnis ist in der schweizerischen Unfallversicherung eine Handlung, mit der sich die versicherte Person einer besonders grossen Gefahr aussetzt, ohne die Vorkehren zu treffen oder treffen zu können, die das Risiko auf ein vernünftiges Mass beschränken; bei Nichtberufsunfällen infolge eines Wagnisses werden die Geldleistungen um die Hälfte gekürzt und in besonders schweren Fällen verweigert.
Die Währungsklausel legt fest, in welcher Währung Prämien und Versicherungsleistungen berechnet und gezahlt werden, und regelt den Umgang mit Wechselkursschwankungen.
Erklärt auf der Themenseite Vertragsrecht
Die Wartezeit ist der Zeitraum nach Vertragsbeginn, während dessen für bestimmte oder alle Leistungen noch kein Versicherungsschutz besteht.
Der Wegeunfall ist in Deutschland ein Arbeitsunfall auf dem mit der versicherten Tätigkeit zusammenhängenden unmittelbaren Weg nach und von dem Ort der Tätigkeit (§ 8 Abs. 2 SGB VII) und in Österreich ein Arbeitsunfall auf dem Weg zur oder von der Arbeitsstätte (§ 175 Abs. 2 ASVG); die Schweiz kennt keine eigene Kategorie und ordnet den Arbeitsweg dem Nichtberufsunfall zu, bei Teilzeitbeschäftigten unter acht Wochenstunden dem Berufsunfall (Art. 7 Abs. 2 UVG).
Die Werkeigentümerhaftpflicht ist die kausale Haftung des Eigentümers eines Gebäudes oder Werks für Schäden, die durch einen mangelhaften Zustand oder eine mangelhafte Unterhaltung des Werks entstehen.
Wertminderung bezeichnet den verbleibenden Minderwert einer reparierten Sache, insbesondere eines Fahrzeugs, der trotz fachgerechter Instandsetzung gegenüber dem Zustand vor dem Schaden bestehen bleibt.
Das Widerrufsrecht erlaubt dem Versicherungsnehmer, einen neu abgeschlossenen Versicherungsvertrag innerhalb einer gesetzlichen Frist ohne Angabe von Gründen rückwirkend aufzulösen.
Der Wiederbeschaffungswert ist der Betrag, der erforderlich ist, um eine versicherte Sache in gleicher Art und Güte neu zu beschaffen, ohne Berücksichtigung von Alter oder Abnutzung.
Die WZW-Kriterien nach Art. 32 KVG verlangen, dass Leistungen der Schweizer Grundversicherung wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich sein müssen; die Wirksamkeit ist nach wissenschaftlichen Methoden nachzuweisen. Sie sind die zentrale Leistungsvoraussetzung der OKP und das Pendant zum Wirtschaftlichkeitsgebot des § 12 SGB V in Deutschland.
Die York-Antwerp-Regeln sind das international massgebliche, privatrechtlich vereinbarte Regelwerk zur einheitlichen Berechnung und Verteilung von Havarie-Grosse-Schäden in der Seeschifffahrt.
Das Zahlungs-Reserve-Verhältnis setzt die bereits geleisteten Zahlungen für die Meldejahresschäden eines Versicherungszweigs ins Verhältnis zu den für diese Schäden zusätzlich gebildeten Reserven.
Erklärt auf der Themenseite Reservierung
Zahlungsunfähigkeit ist die Unfähigkeit eines Schuldners, fällige Zahlungsverpflichtungen uneingeschränkt zu erfüllen, und bildet in der Kreditversicherung das zentrale Ausfallrisiko.
Die Zahlungsweise ist der vertraglich vereinbarte Rhythmus, in dem wiederkehrende Versicherungsprämien zu entrichten sind – üblicherweise jährlich, halbjährlich, vierteljährlich oder monatlich.
Erklärt auf der Themenseite Vertragsgestaltung
Der Zedent ist der Erstversicherer, der Risiken aus seinem Bestand ganz oder teilweise an einen Rückversicherer abgibt (zediert).
Erklärt auf der Themenseite Rückversicherung
Das Zeichnungsjahr ist das Jahr, in dem die Risikotragung eines Vertrags beginnt, und dient als Bezugsgrösse für Zeichnung, Reservierung und Ergebnisanalyse im Erst- und Rückversicherungsgeschäft.
Erklärt auf der Themenseite Rückversicherung
Die Zeichnungspolitik umfasst die Ziel- und Mittelentscheidungen eines Versicherungsunternehmens zur Übernahme versicherter Risiken, einschliesslich Zeichnungsgrenzen, Eigenbehalten und Risikoprämien.
Erklärt auf der Themenseite Underwriting
Der Zeitwert ist der Neuwert einer Sache abzüglich der Wertminderung durch Alter, Abnutzung oder technischen Fortschritt und bildet in der Sachversicherung die Bemessungsgrundlage, wenn nicht zum Neuwert versichert ist.
Der Zentrale Grenzwertsatz besagt, dass die Verteilung des standardisierten Mittelwerts einer grossen Zahl unabhängiger, identisch verteilter Zufallsvariablen durch die Standardnormalverteilung approximiert werden kann, und bildet damit eine Grundlage des Risikoausgleichs im Kollektiv.
Erklärt auf der Themenseite Risikotheorie
Der Zentralruf der Autoversicherer ist eine Einrichtung des GDV und der deutschen Kfz-Versicherer, die Unfallgeschädigten bei berechtigtem Interesse kostenlos Auskunft über den Kfz-Haftpflichtversicherer eines unfallbeteiligten Fahrzeugs erteilt.
Die Zession ist die Abtretung eines Risikos oder Risikoanteils durch den Erstversicherer (Zedent) an einen Rückversicherer (Zessionär) gegen Zahlung einer Rückversicherungsprämie.
Erklärt auf der Themenseite Rückversicherung
Das Zessionslimit ist die zwischen Zedent und Rückversicherer vereinbarte maximale Beteiligungshöhe eines Rückversicherers an einem Risiko oder Vertrag.
Erklärt auf der Themenseite Rückversicherung
Zillmern ist das nach dem Versicherungsmathematiker August Zillmer benannte Verfahren zur Beitragsberechnung, mit dem die Abschlusskosten eines Lebensversicherungsvertrags über die laufenden Prämien finanziert werden.
Erklärt auf der Themenseite Lebensversicherung
Die Zillmerprämie ist die Nettoprämie einer Lebensversicherung, erhöht um den über die Prämienzahlungsdauer verrenteten, durch das Zillmern ermittelten Abschlusskostenzuschlag.
Erklärt auf der Themenseite Lebensversicherung
Die Zillmerreserve ist die mittels der Zillmerprämie aufgebaute Deckungsrückstellung eines Lebensversicherungsvertrags.
Erklärt auf der Themenseite Lebensversicherung
Der Zillmersatz ist der aufsichtsrechtlich begrenzte Prozentsatz zur Berechnung des Abschlusskostenzuschlags in der Lebensversicherung im Rahmen des Zillmerns.
Erklärt auf der Themenseite Lebensversicherung
Die Zinsgarantie ist die vertragliche Verpflichtung eines Lebensversicherers, aus den Sparprämien eines Vertrags eine bestimmte Mindestverzinsung zu erbringen.
Erklärt auf der Themenseite Lebensversicherung
Der Zinsgewinn ist der Teil des Kapitalanlageergebnisses eines Lebensversicherungsbestands, der nach Abzug der Kapitalanlageaufwendungen und der garantierten Zinsen verbleibt.
Erklärt auf der Themenseite Lebensversicherung
Das Zinsrisiko bezeichnet das Risiko eines Versicherungsunternehmens, den bei der Prämienkalkulation unterstellten Rechnungszins aus den Kapitalanlagen nicht zu erwirtschaften.
Erklärt auf der Themenseite Solvabilität
Die Zinsstrukturkurve zeigt die Abhängigkeit der Renditen gleichartiger Anleihen von ihrer Restlaufzeit zu einem bestimmten Zeitpunkt und dient Versicherern als Grundlage für die marktkonsistente Bewertung künftiger Zahlungsverpflichtungen.
Erklärt auf der Themenseite Solvabilität
Zinsträger ist das Kapital eines Versicherungsunternehmens, das rentierlich angelegt werden kann; bilanziell umfasst es vor allem das Eigenkapital und die versicherungstechnischen Rückstellungen.
Erklärt auf der Themenseite Kapitalanlage
Das Zinstransitional ist eine Übergangsmassnahme unter Solvency II, die es Versicherern erlaubt, die risikofreie Zinsstrukturkurve zur Bewertung ihrer Verpflichtungen vorübergehend an einen früheren Solvency-I-Zinssatz anzunähern.
Erklärt auf der Themenseite Solvabilität
Die Zinszusatzreserve (ZZR) ist der Teil der Deckungsrückstellung in der Lebensversicherung, der für künftige Garantiezinsverpflichtungen in Zeiten niedriger Kapitalmarktzinsen zusätzlich zurückgestellt wird.
Erklärt auf der Themenseite Reservierung
Das zufällige Risiko ist in der Risikotheorie die nichtnegative Zufallsvariable, die die Schadenhöhe eines versicherten Risikos beschreibt, und bildet damit den mathematischen Grundbaustein aktuarieller Modelle.
Erklärt auf der Themenseite Risikotheorie
Das Zufallsrisiko ist die Komponente des versicherungstechnischen Risikos, die aus der zufälligen Streuung der tatsächlichen Schäden um den kalkulierten Erwartungsschaden entsteht und selbst bei korrekt geschätzten Parametern nicht eliminierbar ist.
Erklärt auf der Themenseite Risikotheorie
Der Zugangsfaktor ist ein Faktor in der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung, der eine von der Regelaltersgrenze abweichende Inanspruchnahme der Altersrente bei der Rentenberechnung berücksichtigt.
Erklärt auf der Themenseite Rentenversicherung
Zuleitungsrohre sind die Rohre, die Frischwasser oder Gas in ein Gebäude transportieren; Bruchschäden daran innerhalb des Gebäudes sind üblicherweise unter der Gefahr Leitungswasser mitversichert.
Erklärt auf der Themenseite Sachversicherung
Zurechnungszeiten sind beitragsfreie Zeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung, die rentensteigernd angerechnet werden, um die Rentenhöhe bei früher Erwerbsminderung eines Versicherten auszugleichen.
Erklärt auf der Themenseite Rentenversicherung
Der Zusatzbeitrag ist der von Mitgliedern der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu tragende, kassenindividuelle Beitragsanteil, der über den allgemeinen gesetzlichen Beitragssatz hinausgeht.
Erklärt auf der Themenseite Krankenversicherung
Eine Zusatzversicherung ist ein zusätzlicher Versicherungsvertrag, der einen bestehenden Hauptvertrag oder den Versicherungsschutz der Sozialversicherung um Zusatzleistungen erweitert.
Erklärt auf der Themenseite Krankenversicherung
Die Zusatzversorgung bildet die zweite Schicht der Altersversorgung in Deutschland und umfasst insbesondere die Riester-Rente und die betriebliche Altersversorgung.
Erklärt auf der Themenseite Altersvorsorge
Die Zusatzversorgung im öffentlichen Dienst ist ein auf tariflicher Grundlage bestehendes System der betrieblichen Altersversorgung für Arbeitnehmer im deutschen öffentlichen Dienst.
Erklärt auf der Themenseite Altersvorsorge
Zuschüsse sind leistungsunabhängige Zahlungen eines Versicherungsunternehmens an Versicherungsvertreter zur Unterstützung des Agenturaufbaus, die nicht mit Provisionen verrechnet werden.
Erklärt auf der Themenseite Vertrieb
Die Zuverlässigkeitsprüfung ist Voraussetzung für die Erteilung einer Gewerbeerlaubnis an selbstständige Versicherungsvermittler und wird von der zuständigen Industrie- und Handelskammer oder dem Versicherungsunternehmen durchgeführt.
Zuzahlungen sind zusätzliche Zahlungen der Versicherten über die normalen Beiträge hinaus, die für die Inanspruchnahme bestimmter Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu entrichten sind.
Erklärt auf der Themenseite Krankenversicherung
Eine Zweckgesellschaft (Special Purpose Vehicle, SPV) ist eine rechtlich selbstständige Gesellschaft, die ausschliesslich zur Emission von Wertpapieren gegründet wird, mit denen Versicherungs- oder Kreditrisiken am Kapitalmarkt platziert werden.
Der Zweitmarkt für Lebensversicherungen ist der Markt, auf dem Rechte aus bestehenden Lebensversicherungsverträgen zwischen Versicherungsnehmern und Investoren gehandelt werden.
Erklärt auf der Themenseite Lebensversicherung
Die Zweitrisikodeckung ist eine nachgelagerte, allein vom Rückversicherer getragene Deckung, die erst nach Verbrauch der vorangehenden, vom Erstversicherer getragenen Deckung (erstes Risiko) einsetzt.
Erklärt auf der Themenseite Rückversicherung
Der Zwischenbestand ist der Bestand an deutschen Lebensversicherungsverträgen, die zwischen dem 1.1.1995 und dem 1.1.1998 abgeschlossen wurden und gesondert vom Alt- und Neubestand geführt werden.
Erklärt auf der Themenseite Lebensversicherung
Zyklusmanagement bezeichnet den Managementansatz, der die Wechsel zwischen harten und weichen Versicherungsmärkten systematisch in Unternehmens- und Wettbewerbsstrategie einbezieht.