Provision (Commission)
Die Provision ist das erfolgsabhängige, üblicherweise als Prozentsatz der vermittelten Prämie berechnete Entgelt, das ein Versicherer einem Vermittler für die Vermittlung oder Betreuung eines Versicherungsvertrags zahlt.
Begriff
Die Provision ist das erfolgsabhängige Entgelt, das ein Versicherer einem Versicherungsvermittler – Vertreter oder Makler – für die erfolgreiche Vermittlung oder laufende Betreuung eines Versicherungsvertrags zahlt. Sie wird üblicherweise als Prozentsatz der vermittelten Prämie berechnet und ist in der Regel im Beitrag des Versicherungsnehmers kalkulatorisch bereits enthalten.
Provisionsarten
Es wird regelmässig zwischen der Abschlussprovision, die für die erstmalige Vermittlung des Vertrags gezahlt wird und häufig über die ersten Vertragsjahre verteilt oder vorab in einer Summe (Zillmerung) ausgezahlt wird, und der Bestandspflege- oder Folgeprovision unterschieden, die während der gesamten Vertragslaufzeit für die laufende Betreuung des Versicherungsnehmers gezahlt wird.
Diskussion um Interessenkonflikte
Die Vergütung durch Provisionen steht seit Jahren im Zentrum der regulatorischen und verbraucherpolitischen Diskussion, da sie potenzielle Interessenkonflikte zwischen dem Vermittler und dem Kunden schaffen kann, etwa den Anreiz, ein Produkt mit höherer Provision anstelle der objektiv bedarfsgerechtesten Lösung zu empfehlen; Regelwerke wie die Versicherungsvertriebsrichtlinie (IDD) begegnen diesem Risiko durch verschärfte Transparenz- und Offenlegungspflichten, während Nettopolicen als vollständige Alternative zur provisionsbasierten Vergütung angeboten werden.