Quadratmeter-Methode (Square Meter Method)
Die Quadratmeter-Methode ist ein Verfahren zur Ermittlung des Versicherungswerts eines Gebäudes anhand seiner Wohn- oder Nutzfläche und eines Quadratmeterpreises, das häufig zur Festlegung der Versicherungssumme herangezogen wird.
Begriff
Die Quadratmeter-Methode ist ein vereinfachtes Verfahren zur Ermittlung des Versicherungswerts eines Wohngebäudes, bei dem die Wohn- oder Nutzfläche des Gebäudes mit einem regional und baujahrbezogen festgelegten Quadratmeterpreis multipliziert wird, um daraus die angemessene Versicherungssumme abzuleiten.
Bedeutung für die Vermeidung von Unterversicherung
Die korrekte Ermittlung der Versicherungssumme ist von zentraler Bedeutung, da eine zu niedrig angesetzte Versicherungssumme im Schadenfall zur Anwendung der Proportionalitätsregel führen kann, wonach die Entschädigung im Verhältnis der tatsächlichen zur erforderlichen Versicherungssumme gekürzt wird (Unterversicherung); die Quadratmeter-Methode soll dieses Risiko durch eine standardisierte, nachvollziehbare Wertermittlung reduzieren.
Abgrenzung zu anderen Wertermittlungsverfahren
Alternativ zur Quadratmeter-Methode kann der Versicherungswert auch über den sogenannten Wert 1914, ein historisches Bezugssystem mit einem gleitenden Anpassungsfaktor, oder durch eine detaillierte Einzelbewertung des Gebäudes anhand tatsächlicher Baukosten ermittelt werden; viele Versicherer bieten zudem eine vertragliche Vereinbarung zum Verzicht auf die Einrede der Unterversicherung an, sofern die Versicherungssumme nach einem dieser anerkannten Verfahren ordnungsgemäss ermittelt wurde.