Begriff

Bedingungsdifferenzdeckung (DIC/DIL)

Von Experten geprüft Aktualisiert: 2026-08-31 Fachlich geprüft: 2026-09-04 (Guido Hesse, Hesse Group Holding AG) Version 0.1.0

Die Bedingungsdifferenzdeckung schliesst Lücken zwischen einem globalen Versicherungsprogramm und abweichenden, weniger umfassenden lokalen Polizzen.

Begriff

Die Bedingungsdifferenzdeckung (Difference in Conditions/Difference in Limits, DIC/DIL) ist eine ergänzende Deckung innerhalb eines internationalen Versicherungsprogramms, die Deckungslücken zwischen einer globalen Masterpolice und den aufgrund lokaler Marktanforderungen abgeschlossenen, oft weniger umfassenden lokalen Polizzen schliesst.

Funktionsweise

Bietet eine lokale Polizze einen geringeren Deckungsumfang (Difference in Conditions) oder eine niedrigere Versicherungssumme (Difference in Limits) als die globale Masterpolice, springt die Bedingungsdifferenzdeckung ein und stellt sicher, dass der Versicherungsnehmer insgesamt den im Masterprogramm zugesagten Deckungsumfang erhält.

Bedeutung für multinationale Versicherungsprogramme

Die Bedingungsdifferenzdeckung ist ein zentrales Gestaltungselement multinationaler Versicherungsprogramme, da das Belegenheitsprinzip in vielen Ländern den Abschluss lokaler Polizzen erzwingt, deren Bedingungen aus regulatorischen oder marktbedingten Gründen von den Bedingungen der globalen Masterpolice abweichen können.