Begriff

IPMI-Leistungsmodule (Benefit Modules)

Von Experten geprüft Aktualisiert: 2026-09-02 Fachlich geprüft: 2026-09-04 (Guido Hesse, Hesse Group Holding AG) Version 0.1.0

IPMI-Leistungsmodule sind die kombinierbaren Bausteine einer internationalen Krankenversicherung – Inpatient als Kern, ergänzt um Outpatient, Dental, Maternity, Evacuation, Vision und Wellness –, mit denen Leistungsumfang, Limiten und Prämie eines Plans gesteuert werden.

Konzept

Internationale Krankenversicherungen sind nicht als einheitlicher Leistungskatalog, sondern als Baukasten konstruiert. Obligatorischer Kern ist das Inpatient-Modul: stationäre und tagesklinische Behandlung, Operationen, Intensivpflege, Krebstherapie, Diagnostik im Spital und – je nach Plan – Notfallbehandlung und Rehabilitation. Darauf können Module gesetzt werden: Outpatient (Arztbesuche, Medikamente, Physiotherapie, psychische Gesundheit), Dental (Routine- und grössere Zahnbehandlungen, meist mit Wartefrist), Maternity (Schwangerschaft und Geburt, typischerweise erst nach 10 bis 12 Monaten Wartezeit), Vision, Wellness beziehungsweise Health and Wellbeing (Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen) sowie Evacuation und Crisis Assistance. Die Cigna-Global-Policenregeln listen beispielsweise International Outpatient, International Evacuation & Crisis Assistance Plus, International Health and Wellbeing sowie International Vision and Dental als optionale Module; ohne Abschluss des Moduls sind die betreffenden Leistungen ausgeschlossen.

Leistungsstufen und Limiten

Innerhalb eines Moduls wird der Umfang über Stufen gesteuert (marktüblich drei, etwa Silber/Gold/Platin), die sich in der Jahreshöchstleistung, Sublimiten je Leistungsart, Wartezeiten und der Deckung chronischer Erkrankungen unterscheiden. Hinzu kommen Selbstbehalte und prozentuale Kostenbeteiligungen, oft mit Jahresobergrenze. Die Evakuierungsleistung wird bei vielen Anbietern ausserhalb des Jahreslimits geführt, damit ein Transport die übrige Deckung nicht aufzehrt.

Praxishinweis

Bei Firmenplänen ist der Modulmix ein Kostenhebel: Outpatient-Module verursachen hohe Frequenzschäden, Maternity und Dental sind planbar und werden gerne als Wahlleistungen ausgestaltet. Der Vergleich von Anbietern setzt eine Gegenüberstellung auf Modul- und Sublimitenebene voraus, weil identische Modulnamen sehr unterschiedliche Leistungsinhalte bezeichnen können.