Begriff

Excess of Loss (XL)

Von Experten geprüft Aktualisiert: 2026-09-03 Fachlich geprüft: 2026-09-04 (Guido Hesse, Hesse Group Holding AG) Version 0.3.0

Excess of Loss ist die grundlegende Form der nichtproportionalen Rückversicherung, bei der der Rückversicherer Schäden oberhalb eines vereinbarten Selbstbehalts bis zu einer Kapazitätsgrenze übernimmt.

Begriff

Excess of Loss (XL) ist die grundlegende Vertragsform der nichtproportionalen Rückversicherung, bei der der Rückversicherer denjenigen Teil eines Schadens übernimmt, der einen vereinbarten Selbstbehalt (Priorität) übersteigt, begrenzt auf eine vereinbarte Kapazität (Layer); anders als bei der proportionalen Rückversicherung wird die Prämie nicht proportional zur Deckungssumme, sondern risikoadäquat für das übernommene Schadenpotenzial bemessen.

Vertragsvarianten

Excess-of-Loss-Verträge werden je nach Bezugsgrösse des Selbstbehalts in unterschiedlichen Varianten abgeschlossen: der Working XL (Schadenexzedent je Risiko) schützt gegen einzelne Grossschäden, der Catastrophe XL gegen die kumulierte Schadenlast aus einem einzelnen Katastrophenereignis, und der Stop-Loss-Vertrag gegen die Überschreitung einer vereinbarten Gesamtschadenquote innerhalb einer Periode.

Layer-Struktur

Excess-of-Loss-Programme werden häufig in mehreren aufeinanderfolgenden Schichten (Layern) mit unterschiedlichen Rückversicherern strukturiert, wobei jede Schicht eine bestimmte Bandbreite oberhalb der vorangehenden Schicht abdeckt; diese Struktur ermöglicht es dem Zedenten, hohe Gesamtkapazität zu beschaffen, ohne sich vollständig auf einen einzelnen Rückversicherer verlassen zu müssen.