Summenexzedent (Surplus Share Reinsurance)
Der Summenexzedent ist eine Form der proportionalen Rückversicherung, bei der der Rückversicherer nur den Teil einer Versicherungssumme übernimmt, der eine vom Erstversicherer festgelegte Selbstbehaltslinie übersteigt.
Begriff
Der Summenexzedent ist eine Form der proportionalen Rückversicherung, bei der der Erstversicherer für jedes einzelne Risiko eine Selbstbehaltslinie (Maximum) festlegt, bis zu der er die Versicherungssumme selbst trägt; der Rückversicherer übernimmt den darüber hinausgehenden Teil der Versicherungssumme im Verhältnis eines für jedes Risiko individuell zu ermittelnden Zessionssatzes. Anders als bei der Quotenrückversicherung ist der Zessionssatz somit nicht für alle Risiken einheitlich, sondern hängt von der individuellen Versicherungssumme des jeweiligen Risikos ab.
Funktionsweise
Für Risiken, deren Versicherungssumme unterhalb der Selbstbehaltslinie liegt, erfolgt keine Zession an den Rückversicherer; erst bei Überschreiten der Selbstbehaltslinie wird der übersteigende Betrag anteilig zediert, wobei sich der Zessionssatz aus dem Verhältnis des zedierten Anteils zur gesamten Versicherungssumme ergibt und Prämien sowie Schäden entsprechend diesem Verhältnis zwischen Erst- und Rückversicherer aufgeteilt werden.
Bedeutung für die Portfoliosteuerung
Der Summenexzedent ermöglicht es dem Erstversicherer, sein Nettoretentionsrisiko über ein heterogenes Portfolio mit stark unterschiedlichen Versicherungssummen hinweg zu vereinheitlichen, da grössere Risiken proportional stärker zediert werden als kleinere; dies führt im Ergebnis zu einer ausgeglicheneren Verteilung des im eigenen Bestand verbleibenden Nettorisikos als dies bei einer einheitlichen Quotenrückversicherung der Fall wäre.