Begriff

Erdbeben (Earthquake)

Von Experten geprüft Aktualisiert: 2026-08-31 Fachlich geprüft: 2026-09-04 (Guido Hesse, Hesse Group Holding AG) Version 0.1.0

Erdbeben ist eine Elementargefahr mit hohem Kumulpotenzial, deren Versicherbarkeit massgeblich von regionaler Seismizität und Rückversicherungskapazität abhängt.

Begriff

Erdbeben ist eine Naturgefahr, die durch eine plötzliche Freisetzung von Spannungsenergie im Erdinneren verursacht wird und je nach Stärke und Nähe zu besiedelten Gebieten erhebliche Sach- und Personenschäden sowie Folgeschäden wie Feuer oder Tsunami auslösen kann.

Versicherbarkeit und Kumulpotenzial

Das Erdbebenrisiko zeichnet sich durch eine hohe räumliche Kumulwirkung aus, da ein einzelnes Ereignis gleichzeitig eine Vielzahl von Versicherungsverträgen in einer betroffenen Region treffen kann; die Versicherbarkeit hängt daher massgeblich von der Verfügbarkeit ausreichender Rückversicherungskapazität sowie von einer präzisen, auf Cat Models gestützten Risikomodellierung ab.

Regionale Unterschiede in der Versicherungspflicht

In Ländern mit hoher Erdbebengefährdung wie Japan, Neuseeland oder der Türkei existieren teilweise staatlich organisierte oder subventionierte Erdbebenversicherungspools, während in Ländern mit geringerer Seismizität wie Deutschland die Erdbebendeckung meist als freiwillige, gesondert zu vereinbarende Zusatzdeckung im Rahmen der Elementarschadenversicherung angeboten wird.