Regionalklasse (Regional Rating Class)
Die Regionalklasse ist ein Tarifierungsmerkmal der Kraftfahrtversicherung, das den Zulassungsbezirk des Fahrzeughalters anhand der dort beobachteten Schadenerfahrung in eine von mehreren Risikoklassen einordnet.
Begriff
Die Regionalklasse ist ein Tarifierungsmerkmal in der Kraftfahrtversicherung, mit dem der Zulassungsbezirk des Fahrzeughalters anhand der dort in der Vergangenheit beobachteten Schadenhäufigkeit und Schadenhöhe in eine von mehreren Risikoklassen eingestuft wird. Getrennt ermittelt werden regelmässig Regionalklassen für die Haftpflichtversicherung, die Vollkasko- und die Teilkaskoversicherung, da sich die massgeblichen Schadenursachen zwischen diesen Deckungsarten unterscheiden.
Ermittlung der Klassifizierung
Die Einstufung basiert auf einer statistischen Auswertung des Schadenverlaufs aller in einem Zulassungsbezirk gemeldeten Fahrzeuge über einen mehrjährigen Beobachtungszeitraum, wobei Faktoren wie Verkehrsdichte, Unfallhäufigkeit, Diebstahlrisiko und regionale Wetterverhältnisse (etwa Hagel- oder Sturmschäden) einfliessen; die Klassifizierung wird periodisch, in der Regel jährlich, überprüft und bei Bedarf angepasst.
Bedeutung für die Prämie
Neben der individuellen Schadenfreiheitsklasse des Versicherungsnehmers zählt die Regionalklasse zu den wichtigsten kollektiven Tarifierungsmerkmalen in der Kraftfahrtversicherung, da sie es dem Versicherer ermöglicht, regionale Unterschiede im erwarteten Schadenaufwand risikogerecht in der Prämie zu berücksichtigen, ohne auf individuelle Merkmale des einzelnen Versicherungsnehmers abstellen zu müssen.