Hagel (Hail)
Hagel ist eine Elementargefahr, bei der Niederschlag in Form von Eiskörnern zu Schäden an Gebäuden, Fahrzeugen und Kulturen führt und in der Regel als Einzelgefahr in Wohngebäude-, Hausrat-, Kfz- und Agrarpolicen mitversichert ist.
Begriff
Hagel bezeichnet Niederschlag in Form von Eiskörnern, der als eigenständige versicherte Gefahr in der Sach-, Kraftfahrzeug- und Agrarversicherung geführt wird. Hagelschäden entstehen typischerweise an Gebäudehüllen (Dächer, Fassaden), Kraftfahrzeugen (Karosserieschäden, sogenannte “Hageldellen”) sowie an landwirtschaftlichen Kulturen.
Versicherungstechnische Behandlung
In der Wohngebäude- und Hausratversicherung ist Hagel regelmässig zusammen mit Sturm als kombinierte Gefahr “Sturm/Hagel” mitversichert, während Elementarschäden wie Überschwemmung oder Erdbeben oft eine separate Einschlussoption darstellen. In der Kaskoversicherung zählt Hagel zu den Teilkaskogefahren. Aufgrund der räumlichen Konzentration von Hagelereignissen (lokale Gewitterzellen) und der Möglichkeit hoher Kumulschäden innerhalb kurzer Zeit ist Hagel für Erst- und Rückversicherer ein bedeutender Kumulrisikofaktor, der in Nat-Cat-Modellen gesondert abgebildet wird.
Bedeutung für Rückversicherung und Risikomanagement
Da Hagelereignisse regional stark konzentriert auftreten können (z. B. Hagelzüge über mehrere Kilometer), sind sie eine wesentliche Komponente von Cat-XL-Programmen in der Sachrückversicherung; die Modellierung erfolgt meist gemeinsam mit Sturmrisiken innerhalb probabilistischer Nat-Cat-Modelle.