Legal Entity Identifier (LEI)
Der Legal Entity Identifier ist ein weltweit eindeutiger, 20-stelliger alphanumerischer Code zur Identifikation von an Finanztransaktionen beteiligten juristischen Personen, der in zahlreichen aufsichtsrechtlichen Meldepflichten vorgeschrieben ist.
Begriff
Der Legal Entity Identifier (LEI) ist ein weltweit eindeutiger, 20-stelliger alphanumerischer Referenzcode nach dem ISO-Standard 17442, der eine an einer Finanztransaktion beteiligte juristische Person eindeutig identifiziert. Die Vergabe und Verwaltung der LEI-Codes erfolgt dezentral über akkreditierte lokale Vergabestellen (Local Operating Units) unter der Aufsicht der Global Legal Entity Identifier Foundation (GLEIF).
Bedeutung für die Versicherungsaufsicht
In der Versicherungswirtschaft ist die Angabe des LEI in zahlreichen aufsichtsrechtlichen Meldepflichten vorgeschrieben, unter anderem im Rahmen der quantitativen und qualitativen Berichterstattung nach Solvency II sowie bei der Meldung von Derivategeschäften nach europäischen Marktinfrastrukturvorschriften (EMIR). Der LEI ermöglicht es Aufsichtsbehörden, Konzernstrukturen, Kontrahentenrisiken und systemische Verbindungen zwischen Finanzmarktteilnehmern eindeutig nachzuvollziehen.
Praktische Relevanz
Da der LEI eine Grundvoraussetzung für die Teilnahme an regulierten Finanztransaktionen und für zahlreiche aufsichtsrechtliche Meldeprozesse darstellt, müssen Versicherungsunternehmen und andere Finanzmarktteilnehmer ihren LEI-Code kontinuierlich aktuell halten und jährlich erneuern lassen, um die durchgehende Gültigkeit ihrer regulatorischen Meldungen sicherzustellen.