Dread-Disease-Versicherung (Critical Illness Insurance)
Die Dread-Disease-Versicherung zahlt bei Diagnose einer im Vertrag abschliessend definierten schweren Erkrankung eine einmalige Kapitalleistung unabhängig vom tatsächlichen Einkommensausfall.
Begriff
Die Dread-Disease-Versicherung ist eine Versicherung, die bei der Diagnose einer im Vertrag abschliessend aufgeführten schweren Erkrankung – typischerweise Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall oder bestimmte andere lebensbedrohliche Krankheiten – eine einmalige Kapitalleistung an den Versicherten auszahlt, unabhängig davon, ob und in welchem Umfang tatsächlich ein Einkommensausfall oder Behandlungskosten entstehen.
Abgrenzung zur Berufsunfähigkeitsversicherung
Anders als die Berufsunfähigkeitsversicherung, die an den Verlust der Erwerbsfähigkeit anknüpft und laufende Rentenzahlungen vorsieht, knüpft die Dread-Disease-Versicherung ausschliesslich an die medizinische Diagnose einer der im Bedingungswerk definierten Krankheiten an und zahlt eine einmalige Kapitalsumme, unabhängig von der tatsächlichen Auswirkung der Erkrankung auf die Erwerbsfähigkeit.
Bedeutung des Krankheitskatalogs
Da die Leistung strikt an die im Vertrag definierten Krankheitsbilder und deren jeweilige Diagnosekriterien gebunden ist, kommt der genauen vertraglichen Definition des Krankheitskatalogs eine zentrale Bedeutung zu; Erkrankungen, die nicht exakt den vertraglichen Diagnosekriterien entsprechen, lösen auch bei schwerem Krankheitsverlauf keine Leistungspflicht aus, weshalb ein möglichst umfassender und klar formulierter Krankheitskatalog für den Versicherungsschutz von erheblicher Bedeutung ist.