Begriff

Schadenfreiheitsklasse (No-Claims Class)

Von Experten geprüft Aktualisiert: 2026-08-31 Fachlich geprüft: 2026-09-04 (Guido Hesse, Hesse Group Holding AG) Version 0.1.0

Die Schadenfreiheitsklasse ist die konkrete Einstufung eines Kraftfahrtversicherungsvertrags innerhalb des Bonus-Malus- Systems, die sich nach der Anzahl unfallfrei gefahrener Jahre richtet.

Begriff

Die Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse) ist die konkrete Einstufung eines einzelnen Kraftfahrtversicherungsvertrags innerhalb des vom Versicherer verwendeten Bonus-Malus-Systems. Sie richtet sich nach der Anzahl der Kalenderjahre, in denen der Vertrag ohne einen vom Versicherer regulierten, dem Versicherungsnehmer zurechenbaren Schaden geblieben ist, und bestimmt den auf die tarifliche Grundprämie anzuwendenden Beitragssatz.

Auf- und Rückstufung

Für jedes schadenfreie Kalenderjahr steigt der Vertrag in der Regel um eine Schadenfreiheitsklasse auf, was mit einem niedrigeren Beitragssatz verbunden ist; wird ein Schaden vom Versicherer reguliert, erfolgt eine Rückstufung um mehrere Klassen, deren genaues Ausmass sich nach der jeweiligen Rückstufungstabelle des Versicherers richtet. Neuwagenfahrer und Fahranfänger beginnen üblicherweise in einer niedrigen Einstiegsklasse, sofern sie nicht von der Schadenfreiheitsklasse eines Angehörigen profitieren können.

Übertragbarkeit und Bedeutung für den Versichererwechsel

Da die erreichte Schadenfreiheitsklasse einen wesentlichen wirtschaftlichen Wert für den Versicherungsnehmer darstellt, ist sie bei einem Wechsel des Versicherers grundsätzlich übertragbar; der neue Versicherer stuft den Vertrag anhand einer vom bisherigen Versicherer ausgestellten Bestätigung in die entsprechende eigene Schadenfreiheitsklasse ein, wobei sich die konkrete Zuordnung je nach verwendetem Bonus-Malus-System zwischen Versicherern leicht unterscheiden kann.