Begriff

Elementarschäden (Natural Perils)

Von Experten geprüft Aktualisiert: 2026-08-31 Fachlich geprüft: 2026-09-04 (Guido Hesse, Hesse Group Holding AG) Version 0.1.0

Elementarschäden sind Schäden durch Naturereignisse wie Überschwemmung, Erdbeben, Erdrutsch oder Schneedruck, die in der Regel nur gegen Zusatzprämie mitversichert werden können.

Begriff

Elementarschäden sind Schäden, die durch Naturereignisse wie Überschwemmung, Rückstau, Erdbeben, Erdsenkung, Erdrutsch, Schneedruck, Lawinen oder Vulkanausbruch verursacht werden und in der klassischen Wohngebäude- und Hausratversicherung typischerweise nicht automatisch, sondern nur gegen eine gesonderte Zusatzprämie im Rahmen einer erweiterten Elementarschadenversicherung mitversichert sind.

Abgrenzung zu Sturm und Hagel

Von den Elementargefahren im engeren Sinne sind Sturm- und Hagelschäden abzugrenzen, die in den meisten Grundbedingungen der Wohngebäude- und Hausratversicherung bereits standardmässig eingeschlossen sind; die Unterscheidung ist historisch bedingt und beruht auf der unterschiedlichen Schadenhäufigkeit und Kumulwirkung der jeweiligen Naturgefahren.

Bedeutung von Zonierungssystemen

Da das Überschwemmungsrisiko regional sehr unterschiedlich ausgeprägt ist, verwenden Versicherer bei der Tarifierung von Elementarschadendeckungen häufig Zonierungssysteme (in Deutschland etwa das ZÜRS-System), die Adressen anhand ihres Überschwemmungsrisikos in Gefahrenklassen einteilen und so eine risikoadäquate Prämienkalkulation und teilweise auch eine Deckungsablehnung für Hochrisikolagen ermöglichen.