Risk Engineering

Naturgefahren-Exponierungsanalyse

Von Experten geprüft Aktualisiert: 2026-09-01 Fachlich geprüft: 2026-09-04 (Guido Hesse, Hesse Group Holding AG) Version 0.1.0

Die Naturgefahren-Exponierungsanalyse bewertet Standorte systematisch nach Gefährdungen wie Hochwasser, Erdbeben, Sturm und Hagel und liefert die Grundlage für Schutzmassnahmen, Limiten und Versicherungsstruktur.

Vorgehen

Für jeden Standort werden Gefährdungszonen (etwa kantonale Gefahrenkarten, SIA-Erdbebenzonen, globale Tools wie Swiss Re CatNet) mit lokalen Faktoren kombiniert: Gebäudehöhe versus Flutkote, Bauweise, kritische Anlagen in Untergeschossen, Rückstausicherungen. Ergebnis sind Szenarien mit Wiederkehrperioden und erwarteten Schadenhöhen.

Massnahmenableitung

Aus der Analyse folgen bauliche Massnahmen (Abdichtung, erhöhte Aufstellung kritischer Infrastruktur), organisatorische Vorsorge (Hochwasser-Notfallpläne, mobile Barrieren) und die risikogerechte Strukturierung von Sublimiten und Selbstbehalten je Gefahr und Zone.

Bedeutung im Klimawandel

Gefährdungsbilder verschieben sich; historische Daten unterschätzen künftige Häufigkeiten. Periodische Neubewertung – insbesondere bei Hochwasser und Hagel – wird von Versicherern zunehmend erwartet und beeinflusst Kapazität und Preis erheblich.