Risk Engineering

Sturmvorsorge und Dachinspektion

Von Experten geprüft Aktualisiert: 2026-09-01 Fachlich geprüft: 2026-09-04 (Guido Hesse, Hesse Group Holding AG) Version 0.1.0

Sturmvorsorge und Dachinspektion umfassen die regelmässige Prüfung von Dächern, Fassaden und Aussenanlagen sowie bauliche Massnahmen, die Windschäden an Gebäuden und deren Folgeschäden begrenzen.

Gefährdungsbild

Sturmschäden entstehen primär durch abgehobene Dacheindeckungen, umstürzende Bäume und Fassadenteile sowie durch Folgewasserschäden nach Beschädigung der Gebäudehülle. Besonders gefährdet sind lose verankerte Bedachungen, grossflächige Leichtbaufassaden und Dachaufbauten wie Photovoltaikanlagen oder Klimageräte, deren Befestigung ursprünglich nicht auf aktuelle Windlasten ausgelegt wurde.

Vorsorge- und Inspektionsmassnahmen

Regelmässige Dachinspektionen vor der Sturmsaison prüfen Verankerung, Abdichtung und Zustand von Blecheinfassungen; Aufbauten müssen gegen Windsog nachgewiesen befestigt sein. Ergänzend sichern der Rückschnitt sturmgefährdeter Bäume im Gebäudeumfeld sowie eine geordnete Aussenlagerung loser Gegenstände, die bei Sturm zu Wurfgeschossen werden können, das Gelände.

Versicherungsrelevanz

Da Windereignisse grossflächig auftreten und erhebliche Kumulschäden verursachen können, verlangen Sachversicherer bei exponierten Dachkonstruktionen zunehmend den Nachweis einer windlastgerechten Befestigung. Unterlassene Inspektionen zählen zu den häufigsten Ursachen für unterschätzte Sturmschäden im Schadenfall.

Normen und Regelwerke

  • VdS 2389 – Schutz vor Sturm