Regulierungen

Regulatorische Grundlagen und Aufsichtsrecht mit Geltungsbereich und Praxisrelevanz.

24 Objekte

Altersvermögensgesetz (AVmG)

Das Altersvermögensgesetz von 2001 begründete die staatlich geförderte private Altersvorsorge in Deutschland und führte die sogenannte Riester-Rente ein.

COGSA (Carriage of Goods by Sea Act)

Der COGSA ist ein US-amerikanisches Gesetz aus dem Jahr 1936, das die Haftung von Verfrachtern für Ladungsschäden bei internationalen Seetransporten regelt und diese Haftung regelmässig auf einen festen Betrag pro Frachtstück begrenzt.

Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)

Die DSGVO ist die EU-weit unmittelbar geltende Verordnung zum Schutz personenbezogener Daten, die für Versicherer aufgrund der umfangreichen Verarbeitung sensibler Gesundheits- und Risikodaten besondere Bedeutung hat.

FATCA (Foreign Account Tax Compliance Act)

FATCA ist ein US-Gesetz, das ausländische Finanzinstitute, einschliesslich bestimmter Lebensversicherer, zur Meldung von Konten US-amerikanischer Steuerpflichtiger verpflichtet.

FIDA (EU-Verordnung über den Zugang zu Finanzdaten)

FIDA (Financial Data Access) ist der EU-Verordnungsentwurf, der Open Finance auf die Versicherungswirtschaft ausweitet: Kundinnen und Kunden erhalten ein Recht auf Zugriff auf ihre Finanz- und Versicherungsdaten, Data Holder müssen diese über standardisierte APIs bereitstellen.

IDD (Versicherungsvertriebsrichtlinie)

Die Insurance Distribution Directive (IDD) ist die EU-Richtlinie über den Versicherungsvertrieb; sie regelt Registrierung, Wohlverhaltenspflichten, Informationspflichten und Produktaufsicht für alle Vertriebskanäle.

IFRS 17 (Versicherungsverträge)

IFRS 17 ist der internationale Rechnungslegungsstandard für Versicherungsverträge, der eine einheitliche, marktkonsistente Bewertung und Ergebnisdarstellung über die gesamte Vertragslaufzeit vorschreibt.

PRIIPs (Verordnung über verpackte Anlageprodukte)

Die PRIIPs-Verordnung verpflichtet Anbieter verpackter Anlageprodukte, einschliesslich fondsgebundener Lebensversicherungen, zur Erstellung eines standardisierten Basisinformationsblatts für Kleinanleger.

SGB VII – Gesetzliche Unfallversicherung (Deutschland)

Das Siebte Buch Sozialgesetzbuch (SGB VII) vom 7. August 1996 ist die gesetzliche Grundlage der deutschen gesetzlichen Unfallversicherung; es regelt Versichertenkreis, Versicherungsfälle (Arbeitsunfall, Wegeunfall, Berufskrankheit), Prävention, Heilbehandlung, Geldleistungen wie Verletztengeld und Verletztenrente, die Haftungsablösung des Arbeitgebers sowie Organisation und Finanzierung durch Berufsgenossenschaften und Unfallkassen.

Solvency II

Solvency II ist das risikobasierte Aufsichtsregime der EU für Versicherer und Rückversicherer; es regelt Kapitalanforderungen, Governance und Berichtspflichten in drei Säulen.

UVG – Bundesgesetz über die Unfallversicherung (SR 832.20)

Das Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG, SR 832.20) ist die gesetzliche Grundlage der obligatorischen Unfallversicherung in der Schweiz; es regelt Versichertenkreis, Versicherungsfälle (Berufsunfall, Nichtberufsunfall, Berufskrankheit), Sach- und Geldleistungen, Durchführungsorganisation und Finanzierung.

VAG / FINMA-Versicherungsaufsicht

Das schweizerische Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) regelt Zulassung, Solvenz (SST) und Verhaltenspflichten der Versicherer sowie die Registrierung der Versicherungsvermittler; Aufsichtsbehörde ist die FINMA.

VAG Österreich / FMA-Versicherungsaufsicht

Das österreichische Versicherungsaufsichtsgesetz 2016 (VAG 2016) regelt Zulassung, Solvenz (Solvency II) und Geschäftsorganisation der Versicherer; Aufsichtsbehörde ist die Finanzmarktaufsicht (FMA).

Verordnung (EG) Nr. 883/2004 (Koordinierung der sozialen Sicherheit)

Die Verordnung (EG) Nr. 883/2004 koordiniert die Systeme der sozialen Sicherheit der EU-Mitgliedstaaten – und über das Freizügigkeitsabkommen (Anhang II) sowie das EFTA-Übereinkommen auch der Schweiz –, indem sie festlegt, welches nationale Recht für grenzüberschreitend tätige Personen gilt, Versicherungszeiten zusammenrechnet und Leistungen exportierbar macht; sie wird durch die Durchführungsverordnung (EG) Nr. 987/2009 ergänzt und ersetzt seit 1. Mai 2010 die Verordnung (EWG) Nr. 1408/71.

Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG)

Das Versicherungsaufsichtsgesetz ist das zentrale deutsche Gesetz zur staatlichen Aufsicht über Versicherungsunternehmen und setzt unter anderem die europäische Solvency-II-Richtlinie um.

VersVG (Versicherungsvertragsgesetz Österreich)

Das österreichische Versicherungsvertragsgesetz (VersVG) regelt das privatrechtliche Verhältnis zwischen Versicherer und Versicherungsnehmer und ist damit das zentrale Vertragsrecht der Versicherungsbranche.

VVG (Deutsches Versicherungsvertragsgesetz)

Das deutsche Versicherungsvertragsgesetz (VVG) regelt das privatrechtliche Verhältnis zwischen Versicherer und Versicherungsnehmer, insbesondere Anzeigepflichten, Obliegenheiten, Gefahrerhöhung und die Rechtsfolgen ihrer Verletzung sowie die Leistungspflicht des Versicherers.

VVG (Versicherungsvertragsgesetz)

Das schweizerische Versicherungsvertragsgesetz (VVG) regelt das privatrechtliche Verhältnis zwischen Versicherer und Versicherungsnehmer – von der Anzeigepflicht über Prämien bis zur Leistung im Schadenfall.

Zweites Pflegestärkungsgesetz (PSG II)

Das Zweite Pflegestärkungsgesetz (PSG II) reformierte zum 1.1.2017 die soziale Pflegeversicherung in Deutschland durch die Umstellung der drei Pflegestufen auf fünf Pflegegrade und einen neu definierten Pflegebedürftigkeitsbegriff.