Regulierung

Altersvermögensgesetz (AVmG)

Von Experten geprüft Aktualisiert: 2026-08-31 Fachlich geprüft: 2026-09-04 (Guido Hesse, Hesse Group Holding AG) Version 0.1.0

Das Altersvermögensgesetz von 2001 begründete die staatlich geförderte private Altersvorsorge in Deutschland und führte die sogenannte Riester-Rente ein.

Begriff

Das Altersvermögensgesetz (AVmG) trat 2001/2002 im Rahmen der Riester-Rentenreform in Kraft und begründete die staatlich geförderte, kapitalgedeckte private Altersvorsorge in Deutschland als Ergänzung zur umlagefinanzierten gesetzlichen Rentenversicherung.

Inhalt

Das Gesetz führte die sogenannte Riester-Rente ein, die durch eine Kombination aus staatlichen Zulagen und Sonderausgabenabzug gefördert wird, sofern zertifizierte Altersvorsorgeverträge bestimmte Vorgaben – etwa zur Kapitalgarantie, zur Verrentung und zu den Auszahlungsformen – erfüllen. Zugleich wurde das Rentenniveau der gesetzlichen Rentenversicherung schrittweise abgesenkt, um Beitragssatzsteigerungen zu begrenzen.

Bedeutung

Das Altersvermögensgesetz gilt als Meilenstein des deutschen Altersvorsorgesystems, da es den Übergang von einer nahezu ausschliesslich umlagefinanzierten zu einer stärker kapitalgedeckten Altersvorsorge einleitete und die dritte Säule der Altersvorsorge massgeblich stärkte.

Gesetzliche Grundlage

  • DE: Gesetz zur Reform der gesetzlichen Rentenversicherung und zur Förderung eines kapitalgedeckten Altersvorsorgevermögens (AVmG)