Sicherungskonzept und VdS-Sicherungsklassen
Ein Sicherungskonzept legt anhand einer Risikoanalyse fest, welche Kombination aus mechanischen, elektronischen und organisatorischen Massnahmen zur wirksamen Reduktion von Einbruch- und Diebstahlrisiken erforderlich ist.
Grundgedanke
Ein Sicherungskonzept beginnt mit einer Risikoanalyse, die Werte, Tätergruppen und Angriffswege eines Objekts einschätzt und daraus einen erforderlichen Sicherungsgrad ableitet. Die VdS- und EN-50131-Systematik unterscheidet mehrere Sicherungs- beziehungsweise Sicherheitsgrade, die den Aufwand definieren, den ein Täter überwinden können soll, bevor er entdeckt oder gestoppt wird.
Zusammenspiel der Massnahmen
Ein wirksames Konzept kombiniert mechanische Sicherung (Schlosstechnik, Fenster- und Türsicherung, Wertbehältnisse), elektronische Detektion (Einbruchmeldeanlagen, Videoüberwachung, Zutrittskontrolle) und organisatorische Massnahmen (Schliessregelungen, Schlüsselverwaltung, Alarmintervention). Keine Einzelmassnahme ersetzt die anderen; erst das Zusammenspiel erreicht den angestrebten Sicherungsgrad.
Versicherungsrelevanz
Sachversicherer verlangen bei erhöhten Werten regelmässig den Nachweis eines dem Risiko angemessenen Sicherungskonzepts als Obliegenheit oder Voraussetzung für Deckungsumfang und Selbstbehalt. Ein dokumentiertes, regelmässig überprüftes Konzept erleichtert zudem die Schadenregulierung nach einem Einbruch.
Normen und Regelwerke
- VdS 2333 – Sicherungsrichtlinien für Geschäfte und Betriebe
- VdS 5566 – Agieren statt Reagieren, Sicherheitsmanagement für bauliche Objekte