Diebstahlprävention in Transport und Logistik
Diebstahlprävention in Transport und Logistik umfasst technische und organisatorische Massnahmen entlang der Lieferkette, die Ladungsdiebstahl an Fahrzeugen, Wechselbrücken und in Umschlaglagern verhindern.
Gefährdungsbild
Der überwiegende Teil gemeldeter Frachtverluste entfällt auf Angriffe während des Strassentransports, insbesondere auf unbewachte Fahrzeuge an ungesicherten Parkplätzen sowie bei kurzen Fahrerunterbrechungen. Umschlaglager und Wechselbrücken mit hochwertiger oder leicht verwertbarer Ware (Elektronik, Marken, Metalle) sind zusätzlich durch Diebstahl bei der Zwischenlagerung gefährdet.
Schutzmassnahmen
Sicherungsmassnahmen reichen von mechanischen Aufbruchsicherungen an Containern und Aufliegern über GPS-Ortung und Telematik-Alarmierung bei unplanmässigem Öffnen oder Anhalten bis zu organisatorischen Vorgaben wie definierten, gesicherten Parkplätzen und dem Ausschluss unbeaufsichtigter Standzeiten in Hochrisikogebieten. Internationale Zertifizierungsstandards für Lager- und Transportsicherheit bündeln diese Anforderungen in prüfbaren Kriterienkatalogen.
Versicherungsrelevanz
Da Ladungsdiebstahl zu den bedeutendsten Schadenursachen in der Sach- und Transportversicherung zählt, verlangen Versicherer bei hochwertigen oder diebstahlgefährdeten Gütern zunehmend den Nachweis zertifizierter Sicherungsstandards als Voraussetzung für Deckung und Prämie. Fehlende Nachweise können zu Sublimiten oder Deckungsausschlüssen führen.
Normen und Regelwerke
- VdS 3503 – Containersicherungen, Anforderungen und Prüfmethoden