Risk Engineering

Einbruchmeldeanlagen

Von Experten geprüft Aktualisiert: 2026-09-01 Fachlich geprüft: 2026-09-04 (Guido Hesse, Hesse Group Holding AG) Version 0.1.0

Einbruchmeldeanlagen erkennen unbefugtes Eindringen in gesicherte Bereiche mittels Meldern, Zentrale und Alarmweiterleitung und bilden nach VdS- und EN-50131-Sicherungsgraden gestufte Schutzniveaus.

Funktionsweise

Eine Einbruchmeldeanlage (EMA) erfasst über Melder (Magnetkontakte, Bewegungs-, Glasbruch- und Erschütterungsmelder) unbefugtes Eindringen oder Manipulationsversuche und wertet die Signale in einer Zentrale aus. Löst die Anlage aus, alarmiert sie akustisch/optisch vor Ort und leitet den Alarm an eine Notruf- und Serviceleitstelle oder einen internen Wachdienst weiter.

Sicherungsgrade

EN 50131 und die entsprechenden VdS-Klassen unterscheiden Sicherungsgrade, die sich an Tätertyp, Fachwissen und Vorgehensweise orientieren; höhere Grade verlangen manipulationssichere Komponenten, redundante Übertragungswege und unterbrechungsfreie Stromversorgung. Die Wahl des Grades richtet sich nach dem im Sicherungskonzept ermittelten Schutzbedarf.

Versicherungsrelevanz

Für höherwertige Risiken verlangen Sachversicherer häufig eine zertifizierte Anlage eines anerkannten Errichters sowie eine Aufschaltung auf eine ständig besetzte Leitstelle. Ausfälle oder unzureichend gewartete Anlagen zählen zu den häufigsten Ursachen, weshalb Einbruchschäden trotz vorhandener Technik nicht rechtzeitig erkannt werden.

Normen und Regelwerke

  • VdS 6057 – Einbruchmeldeanlagen, Anforderungen an die Funktion, Basisanforderungen