Brandschutzschulung und Evakuierungsübungen
Brandschutzschulung und Evakuierungsübungen vermitteln Mitarbeitenden das richtige Verhalten im Brandfall, den Umgang mit Kleinlöschgeräten und die Abläufe der Alarmorganisation und werden regelmässig durch praktische Übungen überprüft.
Inhalte der Schulung
Alle Mitarbeitenden erhalten eine Grundlagenausbildung, da jede Person am eigenen Arbeitsplatz sowohl zur Brandverhütung beitragen als auch einen Entstehungsbrand als Erste bemerken kann. Die Ausbildung vermittelt Gefahrenbewusstsein, betriebsspezifische Brandschutzregeln wie Ordnung und Sauberkeit oder Rauchverbote, das Verhalten im Brandfall sowie den praktischen Einsatz von Handfeuerlöschern und Wandhydranten. Neu eintretende oder intern versetzte Mitarbeitende benötigen eine gesonderte Einweisung, da sie an ihrem neuen Arbeitsplatz besonders gefährdet sind.
Übungen und Erfolgskontrolle
Regelmässige, angekündigte oder unangekündigte Evakuierungsübungen prüfen, ob Alarmierung, Fluchtwege und Sammelplätze im Ernstfall tatsächlich funktionieren, und decken organisatorische Schwachstellen auf, bevor ein echter Notfall eintritt. Ergebnisse werden dokumentiert und fliessen in die Anpassung von Schulungsprogramm und Notfallplan ein.
Versicherungsrelevanz
Nachweislich geschulte und geübte Mitarbeitende verkürzen die Reaktionszeit im Ereignisfall erheblich und begrenzen Sach- und Personenschäden. Risk Engineers prüfen bei der Besichtigung, ob Schulungsintervalle eingehalten und Übungen dokumentiert wurden, da fehlende Nachweise auf ein unzureichend gelebtes Brandschutzmanagementsystem hindeuten.
Normen und Regelwerke
- VdS 2213 – Brandschutz-Ausbildung im Betrieb