Betriebliche Löschwasserversorgung
Die betriebliche Löschwasserversorgung stellt sicher, dass Sprinkler-, Wandhydranten- und andere ortsfeste Löschanlagen eines Betriebs über Tanks, Pumpen und ein internes Rohrnetz durchgehend mit der bemessungsgemässen Wassermenge und dem erforderlichen Druck versorgt werden.
Versorgungsarten
Je nach Standort dient das öffentliche Netz – gegebenenfalls mit Druckerhöhungspumpe – als alleinige Quelle, oder es kommen Löschwasserbehälter mit eigenen Pumpen zum Einsatz, wenn Druck oder Menge der öffentlichen Versorgung nicht ausreichen. Bei hohem Schutzbedarf verlangen Regelwerke zwei voneinander unabhängige Versorgungsquellen, damit der Ausfall einer Quelle die Löschanlage nicht lahmlegt.
Netzgestaltung und Prüfung
Ringleitungen statt Stichleitungen erhöhen die Ausfallsicherheit, da ein Rohrbruch die Versorgung nicht vollständig unterbricht. Überwachte Absperrorgane verhindern ein unbemerktes Schliessen einzelner Netzabschnitte. Periodische Durchflusstests verifizieren, ob die tatsächlich verfügbare Wassermenge noch der ursprünglichen Bemessung entspricht.
Versicherungsrelevanz
Die interne Löschwasserversorgung ist die Grundlage jeder Löschanlage und klar von der externen, kommunalen Löschwasserversorgung sowie der Feuerwehrzufahrt abzugrenzen, die das Eintreffen und den Einsatz externer Kräfte betreffen. Unzureichende Kapazität, Korrosion oder unentdeckte Netzverschlechterung untergraben die Wirksamkeit selbst korrekt bemessener Anlagen und zählen zu den häufigsten verdeckten Mängeln bei Besichtigungen.
Normen und Regelwerke
- NFPA 24 – Standard for the Installation of Private Fire Service Mains and Their Appurtenances