Schaumlöschanlagen
Schaumlöschanlagen tragen einen Luft- oder Wasser-Schaum auf brennende Flüssigkeiten oder Lagergüter auf, der die Brandfläche abdeckt, den Sauerstoffzutritt unterbindet und eine Rückzündung verhindert.
Schaumarten und Systeme
Je nach Ausdehnungsgrad unterscheidet man Schwer-, Mittel- und Leichtschaum. Schaum-Wasser-Sprinkler und Schaum-Wasser-Sprühsysteme kombinieren die Löschwirkung von Wasser und Schaum in einer Anlage, während Schaummonitore und -kanonen vor allem in Tanklagern und Flugzeughangars grossflächige Löscheinsätze ermöglichen.
Löschmittel und Umweltaspekte
Die Wahl des Schaummittels richtet sich nach der Kompatibilität mit dem zu schützenden Brandgut; regulatorische Vorgaben zu PFAS-haltigen Verbindungen beschleunigen aktuell die Umstellung auf fluorfreie Schaummittel. Lagerung, Haltbarkeit und Nachfüllung der Konzentrate sind wiederkehrende Prüfpunkte der Anlage.
Versicherungsrelevanz
Schaumlöschanlagen sind Standardschutz für Flüssigkeits- und Tanklager mit hohem Ausbreitungsrisiko. Unzureichende Schaummittelvorräte, überalterte Konzentrate oder falsch eingestellte Proportionierer zählen zu den häufigsten Ursachen für eine ausbleibende Löschwirkung im tatsächlichen Schadenfall.
Normen und Regelwerke
- NFPA 11 – Standard for Low-, Medium-, and High-Expansion Foam