Bemessung und Gefahrenklassen von Sprinkleranlagen
Bemessung und Gefahrenklassen legen fest, mit welcher Wasserbeaufschlagungsdichte und über welche Fläche eine Sprinkleranlage ausgelegt werden muss, damit sie das tatsächliche Brandrisiko einer Nutzung wirksam beherrscht.
Gefahrenklassen
VdS CEA 4001 und EN 12845 unterteilen Nutzungen in leichte, mittlere (mit mehreren Untergruppen) und hohe Gefahrenklassen sowie gesonderte Lagerkategorien nach Brennbarkeit, Verpackung und Stapelhöhe des Gutes. Die Einordnung bestimmt unmittelbar, welche Wassermenge pro Fläche und Zeiteinheit die Anlage liefern muss.
Bemessungsgrössen
Bei der klassischen Density/Area-Methode wird eine Mindest-Beaufschlagungsdichte über eine definierte Bemessungsfläche gefordert; alternativ kommt bei kleineren, klar begrenzten Räumen die Room-Design-Methode zum Einsatz. Hinzu kommt die geforderte Wasserversorgungsdauer. Ändert sich die Lagerhöhe oder das Sortiment nach der ursprünglichen Planung, verschiebt sich häufig auch die massgebende Gefahrenklasse.
Versicherungsrelevanz
Eine falsch eingeschätzte Gefahrenklasse – etwa nach einem Sortimentswechsel im Lager – ist eine der häufigsten Ursachen für unzureichenden Sprinklerschutz im Schadenfall. Risk Engineers prüfen bei jeder Besichtigung, ob die tatsächliche Nutzung noch der ursprünglichen Bemessung entspricht, und fordern bei Abweichungen eine Neuberechnung.