Wassernebel-Löschanlagen
Wassernebel-Löschanlagen erzeugen unter hohem oder mittlerem Druck feinst verteiltes Wasser, das Brände durch Kühlung, Sauerstoffverdrängung und Strahlungsabschirmung mit deutlich geringerem Wassereinsatz als klassische Sprinkler bekämpft.
Einsatzbereiche
Wassernebel eignet sich besonders für Objekte mit begrenzter Wasserverfügbarkeit oder ausgeprägter Wasserschadenempfindlichkeit, etwa Rechenzentren, Museen, Maschinenräume, Tunnel oder Kabelkanäle. Je nach Anwendung kommen Hochdrucksysteme mit sehr feiner Tröpfchengrösse oder Niederdrucksysteme mit grösserem Tropfenspektrum zum Einsatz.
Nachweis der Wirksamkeit
Anders als normierte Sprinkleranlagen sind Wassernebelsysteme herstellerspezifisch; ihre Wirksamkeit muss für jede konkrete Anwendung durch anerkannte Brandversuche (Fire Test Protocols) gesondert nachgewiesen werden. Ein System ohne passenden Testnachweis für die vorgesehene Nutzung – etwa Bürobereiche, Parkgaragen oder Kabelkanäle – bietet keinen gesicherten Schutz.
Versicherungsrelevanz
Wassernebel gilt als Alternative zu Sprinklern oder Gaslöschanlagen, wenn Wassermenge, Platzverhältnisse oder mögliche Folgeschäden begrenzt werden müssen. Underwriter verlangen den objektspezifischen Testnachweis als Voraussetzung für eine risikoadäquate Einstufung und prüfen, ob die installierte Konfiguration tatsächlich der geprüften Anwendung entspricht.
Normen und Regelwerke
- FM Data Sheet 4-2 – Water Mist Systems