Sauerstoffreduzierungsanlagen
Sauerstoffreduzierungsanlagen senken die Sauerstoffkonzentration in geschützten Räumen dauerhaft unter die Zündgrenze der vorhandenen Brandlast und verhindern so präventiv die Entstehung eines Feuers, statt es erst zu bekämpfen.
Funktionsweise
Vor Ort erzeugter Stickstoff senkt die Sauerstoffkonzentration im Schutzbereich meist auf einen Wert zwischen 13 und 17 Volumenprozent, abhängig von der Zündgrenze der jeweiligen Brandlast. Sauerstoffsensoren überwachen die Konzentration kontinuierlich und regeln die Stickstoffzufuhr entsprechend nach, sodass der Zielwert dauerhaft im laufenden Betrieb gehalten wird.
Einsatzbereiche und Randbedingungen
Typische Anwendungen sind Hochregallager mit sensiblen Gütern, Archive, Kühlhäuser und Rechenzentren. Der Schutzbereich muss ausreichend dicht sein, damit sich die reduzierte Sauerstoffkonzentration nicht durch Luftaustausch verflüchtigt. Für dauerhaft anwesendes Personal gelten arbeitsmedizinische Grenzwerte, Zutrittsregelungen und eine separate Sauerstoffüberwachung.
Versicherungsrelevanz
Da im Normalbetrieb kein Feuer entstehen kann, gilt Sauerstoffreduzierung als sehr wirksame Präventivmassnahme für schwer zugängliche oder wasserempfindliche Lagerbereiche. Für die Versicherbarkeit entscheidend ist der lückenlose Nachweis der kontinuierlichen Sauerstoffkonzentration über Betriebsprotokolle, da eine unbemerkte Über- oder Unterschreitung die Schutzwirkung sofort aufhebt.
Normen und Regelwerke
- FM Data Sheet 4-13 – Oxygen Reduction Systems