Elektro-Thermografie
Die Elektro-Thermografie macht Überhitzungen in elektrischen Anlagen mit Infrarotkameras sichtbar, bevor sie zu Bränden oder Ausfällen führen, und ist ein Standardinstrument der versicherungstechnischen Schadenverhütung.
Prinzip und Nutzen
Lose Klemmstellen, überlastete Leiter und gealterte Kontakte erwärmen sich, lange bevor sie zünden. Die berührungslose Messung unter Betriebslast erkennt solche Hotspots ohne Abschaltung – Elektrobrände gehören zu den häufigsten industriellen Brandursachen und sind durch Thermografie wirksam adressierbar.
Durchführung
Prüfzyklus üblicherweise jährlich für Haupt- und kritische Unterverteilungen, nach Möglichkeit bei mindestens 40 Prozent Nennlast. Qualifizierte Thermografen dokumentieren Befunde mit Temperaturklassen und Prioritäten; Mängelbehebung und Nachkontrolle schliessen den Zyklus.
Versicherungsrelevanz
Sachversicherer und Brandschutzrichtlinien (etwa VdS) erwarten periodische Thermografie zunehmend als Standard; in der Schweiz verlangen kantonale Vorgaben und Versicherer regelmässige Elektrokontrollen. Dokumentierte Programme verbessern Risikobewertung und Konditionen.