Einsatzplanung mit der Feuerwehr (Pre-Incident Planning)
Die Einsatzplanung mit der Feuerwehr dokumentiert objektspezifische Informationen zu Gebäuden, Gefahrstoffen und Löscheinrichtungen im Voraus, damit Einsatzkräfte im Ereignisfall schneller und gezielter reagieren können.
Inhalt eines Einsatzplans
Ein Einsatzplan erfasst Grundriss und Konstruktion des Gebäudes, Brandabschnitte, Nutzung und gelagerte Gefahrstoffe, vorhandene Löschanlagen und Brandmeldeanlagen, Löschwasserentnahmestellen, Zufahrten sowie besondere Risiken wie Photovoltaikanlagen oder Lagerbereiche mit hoher Brandlast. Diese Informationen werden in standardisierter, für die Feuerwehr rasch lesbarer Form – häufig als Feuerwehrplan nach anerkannten Normen – aufbereitet und bei baulichen oder nutzungsbedingten Änderungen aktualisiert.
Zusammenarbeit mit der Feuerwehr
Die Erstellung erfolgt in der Regel durch den Brandschutzbeauftragten in Abstimmung mit der örtlichen Feuerwehr, die den Plan für die Einsatzvorbereitung und während des Einsatzes nutzt. Bei Betrieben mit werkseigener, nichtöffentlicher Feuerwehr ergänzt die Einsatzplanung das betriebliche Gefahrenabwehrmanagement und regelt zusätzlich die Übergabe an die öffentliche Feuerwehr bei Grossereignissen.
Versicherungsrelevanz
Eine kurze, wirksame Löschzeit begrenzt Sach- und Betriebsunterbrechungsschäden erheblich; aktuelle Einsatzpläne sind daher ein wesentlicher Faktor für die tatsächliche Schutzwirkung eines Objekts. Sachversicherer prüfen bei der Risikobesichtigung, ob Einsatzpläne vorhanden, aktuell und mit der Feuerwehr abgestimmt sind.
Normen und Regelwerke
- FM Data Sheet 10-1: Pre-Incident and Emergency Response Planning
- NFPA 1620 – Standard for Pre-Incident Planning