Loss-Ratio-Cap-Klausel
Die Loss-Ratio-Cap-Klausel begrenzt die Haftung des Rückversicherers unter einem proportionalen Vertrag auf eine maximale Schadenquote, oberhalb derer der Zedent den weiteren Schaden selbst trägt.
- Art der Klausel
- Begrenzung
- Herkunft/Markt
- Rückversicherungsmarkt
- Begünstigt
- Versicherer
- Verhandelbarkeit
- Verhandelbar
Zweck
Proportionale Verträge könnten den Rückversicherer bei einem katastrophalen Schadenjahr theoretisch unbegrenzt belasten, da die Zessionsquote unabhängig von der absoluten Schadenhöhe gilt. Die Loss-Ratio-Cap-Klausel setzt eine Obergrenze – etwa 200 Prozent der Prämie –, oberhalb derer der Rückversicherer keine weiteren Zahlungen mehr leistet.
Wirkung und Grenzen
Der Zedent trägt Schäden oberhalb des Caps vollständig selbst, was in Extremjahren zu erheblicher Eigenbelastung führen kann. Die Klausel wird meist mit einer zusätzlichen nicht-proportionalen Deckung (Stop-Loss oder Aggregate-XL) kombiniert, um genau diese Spitzen abzudecken.
Verhandlung und Praxis
Die Kalibrierung des Caps orientiert sich an der historischen Schadenquotenverteilung und dem Risikoappetit beider Parteien; ein zu niedriger Cap verschiebt erhebliches Risiko zum Zedenten zurück, ein zu hoher Cap mindert den Effekt der Prämienersparnis kaum.